Die Waldgesundheit hat sich insgesamt weiter erholt. Der Borkenkäferbefall ist deutlich zurückgegangen, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. Trotz dieser Entspannung befinden sich die Kiefernbestände in der Oberrheinebene vielerorts noch in einem schlechten Zustand. Demgegenüber haben sich die Buchenbestände vielerorts wieder stabilisiert. Die Eichen weisen regional weiterhin Schäden auf, die neben Dürre in vielen Fällen auf den Eichenprachtkäfer zurückgehen.
Die Wetterbedingungen waren 2025 in beiden Bundesländern insgesamt erneut zu warm, sonnenreich und über das gesamte Jahr betrachtet relativ niederschlagsarm [1, 2]. Besonders im Frühjahr und im August herrschten trockene Phasen vor.
Mit im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 überdurchschnittlichen Niederschlägen im Juli kam der Regen in der Vegetationsperiode genau zur richtigen Zeit. Durch die im Sommer verbesserte Wasserversorgung konnten die Abwehrkräfte der Bäume größtenteils aufrechterhalten werden. Der außergewöhnlich niederschlagsreiche September wirkte sich zusätzlich positiv auf ihren Gesundheitszustand aus. Dadurch setzte sich der bereits im Vorjahr begonnene Erholungstrend der Waldgesundheit fort.
Trotzdem sind in Rheinland-Pfalz den Meldungen der Forstämter zufolge die unmittelbar auftretenden Trockenschäden auf insgesamt rund 3.700 ha nochmals angestiegen (Vorjahr: 3.000 ha). Davon war vor allem die Kiefer im Oberrheintal auf rund 1.900 ha betroffen. Dieser Zustand steht weiterhin unter dem Einfluss der vorausgegangenen Dürrejahre.
In Rheinland-Pfalz erfolgte im öffentlichen Wald 2025 aufgrund abiotischer oder biotischer Schadursachen ein außerplanmäßiger Holzeinschlag von rund 0,38 Mio. Fm. Damit hat sich der Schadholzanfall im zweiten Jahr in Folge erheblich reduziert und erreicht nur noch etwa ein Drittel des Vorjahreswertes (Vorjahr: 0,99 Mio. Fm). Auf Insekten entfallen 70 % der verbuchten Schadholzmenge. Besonders betroffen ist die Fichte (92 %), gefolgt von der Eiche (7 %). Dieses Schadholz ist im Wesentlichen auf Befall durch Borkenkäfer beziehungsweise Eichenprachtkäfer zurückzuführen.
Insgesamt sind die 2025 in Rheinland-Pfalz gemeldeten Schadereignisse sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch des Flächenumfangs gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen (Tab. 1). Entgegen diesem allgemeinen Trend ist jedoch die von bestandesbedrohenden Vorfällen betroffene Fläche trotz sinkender Meldezahl angestiegen. Dies liegt vor allem an kritischeren Einschätzungen hinsichtlich Mistelbefall und Trockenheit.
Kernaussagen
- Die Waldgesundheit hat sich insgesamt erholt.
- Die Niederschläge im Juli kamen gerade zur richtigen Zeit.
- Der Borkenkäfer an Fichten bewegt sich auf ein Latenzniveau zu.
- Viele Eichen zeigen weiterhin Schäden durch den Eichenprachtkäfer.
- Die Kiefern im Rheintal befinden sich vielerorts weiterhin in schlechtem Zustand.
| Jahr | Insgesamt | Gesundheitsrisiko für Menschen | Wirtschaftlich fühlbar | Bestandesbedrohend | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| N | ha | N | ha | N | ha | N | ha | |
| 2019 | 9.754 | 34.331 | 172 | 668 | 5.416 | 17.331 | 4.166 | 16.332 |
| 2020 | 10.293 | 42.403 | 230 | 856 | 5.351 | 21.804 | 4.712 | 19.743 |
| 2021 | 6.914 | 17.549 | 180 | 818 | 4.120 | 9.489 | 2.614 | 7.242 |
| 2022 | 7.084 | 17.177 | 148 | 607 | 4.625 | 9.827 | 2.311 | 6.744 |
| 2023 | 7.716 | 19.566 | 82 | 704 | 5.307 | 11.873 | 2.327 | 6.989 |
| 2024 | 5.793 | 17.123 | 37 | 340 | 4.120 | 11.077 | 1.636 | 5.706 |
| 2025 | 4.467 | 16.046 | 27 | 16 | 3.291 | 8.819 | 1.149 | 7.211 |
N = Anzahl der Meldungen, ha = betroffene Fläche in Hektar [3]
Zur Tabelle: Die Angaben in Bezug auf ein Gesundheitsrisiko für Menschen beziehen sich ausschließlich auf den Eichenprozessionsspinner.
Wirtschaftlich fühlbar: Die Waldbesitzenden sind zum Abweichen vom geplanten Vorgehen gezwungen oder besondere Maßnahmen sind erforderlich, beispielsweise das Nachbessern oder Auspflanzen von Bestandeslücken, der vorzeitige Einschlag nicht hiebsreifer Bäume oder das Umsortieren von Holz.
Bestandesbedrohend: Das Betriebsziel der betroffenen Waldbestände kann nicht mehr erreicht werden, eine Auflösung des Waldes ist erfolgt oder zu befürchten.
Nadelbäume
Fichte und Tanne
Der Buchdrucker an Fichte wurde 2025 nur noch auf rund 1.250 ha gemeldet (Vorjahr: 2.400 ha). Besonders die bestandesbedrohenden Schäden haben auf etwa ein Drittel des Vorjahreswertes erheblich abgenommen. Die Schwerpunkte liegen weiterhin im westlichen Hunsrück und in der Eifel. Dies stimmt mit der Entwicklung des angefallenen Borkenkäferholzes überein, das auf rund 0,24 Mio. Fm zurückgegangen ist (Vorjahr: 0,74 Mio. Fm) (Abb. 1).
Damit hat sich die Situation bei der in Zentraleuropa bedeutendsten Borkenkäferart deutlich entspannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass einerseits die Käferentwicklung entgegen erster Befürchtungen nicht außergewöhnlich früh startete und andererseits im Hochsommer ergiebige Regenfälle zur richtigen Zeit erfolgten. Dadurch wurde das Wasserangebot für die Bäume verbessert, ihre Abwehrkräfte gestärkt und zugleich der Käferflug gebremst. Einen wichtigen Beitrag leistete zudem das Borkenkäfermanagement einschließlich Monitoring [4, 5]. Beides ist in der Praxis zunehmend Teil der betrieblichen Routine geworden und wird offensichtlich überwiegend fachgerecht umgesetzt.
Damit bewegt sich die Entwicklung – sofern Sturm- und Schneeschäden weiterhin ausbleiben und während der Vegetationszeit ausreichend Wasser zur Verfügung steht – auf ein Latenzniveau zu. Dennoch liegen die Käferholzmengen noch immer etwa beim Fünffachen des Durchschnittswertes der letzten Latenzjahre von 2012 bis 2016 mit Werten unter 0,05 Mio. Fm.
Angesichts der Erfahrungen aus dem letzten sprunghaften Anstieg der Schadhölzer in den Jahren 2018 bis 2020 ist besonders bei einzel- oder nesterweise anfallendem Sturmholz weiterhin größte Vorsicht geboten. Dürre- und Wärmephasen während der Vegetationszeit können nicht ausgeschlossen werden. Dieses Holz muss dringend aufgearbeitet und noch vor dem Ausflug der ersten Käfergeneration aus gefährdeten Waldbereichen entfernt oder anderweitig unschädlich gemacht werden. Die an die Gefährdungssituation angepasste Kontrolle der Bestände auf Stehendbefall bleibt im Borkenkäfermanagement eine ganzjährige Daueraufgabe [4, 5].
Im Saarland ist der Käferholzanfall lediglich um etwa ein Drittel auf rund 0,12 Mio. Fm gesunken (Vorjahr: 0,18 Mio. Fm) (Abb. 2). Da viele der dort vorhandenen Fichtenwälder im westlichen Hunsrück liegen, wo auch im benachbarten Rheinland-Pfalz noch Schwerpunkte der Borkenkäferschäden auftreten, ist diese Entwicklung nachvollziehbar. Im Saarland wurde der Kupferstecher 2025 wieder deutlich häufiger beobachtet, während die Meldungen zum Buchdrucker auch dort zurückgingen.
In Bezug auf die Tanne hat sich die Lage bei rindenbrütenden Borkenkäfern [6] in Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Es wurden weiterhin rund 195 ha Befall gemeldet (Vorjahr: 205 ha), vor allem mit bestandesbedrohendem Charakter. Zudem trat vermehrt Rüsselkäferbefall auf. Neben der Weißtanne sind insbesondere auch Küstentannen betroffen (Abb. 3).
Douglasie
Die Meldungen zur Nadelschütte sind 2025 auf rund 350 ha zurückgegangen (Vorjahr: 460 ha). Dies hängt mit vielerorts ungünstigeren Infektionsbedingungen in den Vorjahren zusammen. Die Askosporen benötigen in der Phase von Ende Mai bis Anfang Juli eine feuchte Witterung, um junge Nadeln infizieren zu können.
Ein Gallmückenbefall wurde im Gegensatz zu den Vorjahren kaum mehr gemeldet. Auf Grundlage von Befunden aus Untersuchungsflächen der FVA ist jedoch weiterhin von einem spürbaren Vorkommen auszugehen. Die Meldungen beziehen sich erfahrungsgemäß häufig auf frisch angelegte Kulturen und decken nicht das gesamte Altersspektrum ab, wodurch Unschärfen entstehen können.
Auf vergleichsweise niedrigem Niveau ist mit rund 40 ha ein deutlicher Anstieg der Meldungen von Borkenkäferbefall zu verzeichnen. Schwerpunkte kritischer Vitalitätszustände liegen bei der Douglasie weiterhin in der Eifel, im Pfälzerwald und im Rheintal. Dabei scheint in diesem komplexen Schadgeschehen auch die Herkunft der Bestände eine wesentliche Rolle zu spielen.
Kiefer
In Rheinland-Pfalz ist der Zustand der Kiefern insbesondere im Oberrheintal weiterhin besorgniserregend. Landesweit wurden auf rund 5.600 ha Schadereignisse gemeldet. Die Mistel kommt auf rund 3.400 ha vor und hat sich wie befürchtet vom Rheintal in den Pfälzerwald ausgebreitet. Dieser Halbparasit schwächt die Bäume durch seinen hohen Wasserverbrauch so stark, dass sie für Folgeschädlinge oder ein unmittelbares Absterben infolge von Wassermangel prädisponiert sind.
Trotz der günstigeren Wetterbedingungen im Sommer 2025 wurden auf rund 1.900 ha weiterhin Trockenschäden gemeldet, die im Wesentlichen auf die vorausgegangenen Dürrejahre zurückgehen dürften. Bei Betrachtung der Schadholzmengen zeigt sich jedoch auch bei der Kiefer eine Erholungstendenz. Im öffentlichen Wald gingen sie deutlich auf rund 21.000 Fm zurück (Vorjahr: 38.000 Fm).
Trotzdem ist die Vitalität der Kiefernwälder vielerorts weiterhin stark eingeschränkt. Dort werden die in den letzten Jahren veränderten klimatischen Bedingungen anhand der lichter werdenden Bestände besonders deutlich sichtbar.
Von den eingeschränkten Abwehrkräften profitieren häufig rindenbrütende Käfer wie der Blaue Kiefernprachtkäfer oder der Zwölfzähnige Kiefernborkenkäfer. Einmal befallene Kiefern erholen sich nicht mehr. Deshalb lohnt es sich auch bei der Kiefer aus waldhygienischen Gründen, Hölzer mit akutem Befall rechtzeitig vor den Ausflugszeiten der Käfer abzufahren (Blauer Kiefernprachtkäfer: ab Mai; Zwölfzähniger Kiefernborkenkäfer: ab April; beide schwärmen bis in den August).
Bis in die 1980er-Jahre traten in Rheinland-Pfalz noch Massenvermehrungen von Kiefern-Großschädlingen wie Kiefernspinner, Forleule, Kiefernspanner, Kiefernschwärmer oder Kiefern-Blattwespen auf [3]. Dass diese Schadorganismen seither kaum mehr in Erscheinung treten, wird unter anderem auf die Verbesserung des Kleinklimas durch die aktive Einbringung von Laubholz – insbesondere Buche – unter die hauptständigen Kiefern zurückgeführt. Es besteht jedoch die Befürchtung, dass sich dieser Prozess infolge des fortschreitenden Ausfalls schattenspendender Laubhölzer durch Dürre oder Wurzelfraß des Maikäfers wieder umkehren könnte.
Laubbäume
Buche
Angesichts der günstigeren Wasserversorgung während der Vegetationszeiten der letzten beiden Jahre ist bei der Buche ein deutlicher Rückgang der gemeldeten Schadereignisse zu verzeichnen. Dennoch sind weiterhin zahlreiche Zeugen der außergewöhnlichen Trockenheit der Vorjahre vorhanden – entweder als Dürrständer oder als weiterhin geschwächte Bäume.
In Rheinland-Pfalz wurden weiterhin auf rund 1.100 ha Trockenschäden (Vorjahr: 2.000 ha) und auf rund 800 ha Komplexkrankheiten beziehungsweise Vitalitätsschwächen gemeldet (Vorjahr: 1.100 ha).
Durch früh einsetzende und wiederholte waldbauliche Maßnahmen zur Ausbildung vitaler Kronen und Wurzelsysteme werden Voraussetzungen geschaffen, damit Buchen künftige Dürrestressphasen auf vielen Standorten besser überstehen können [7].
In betroffenen Buchenbeständen bestehen aufgrund der durch Pilzbefall voranschreitenden Zersetzungsprozesse im Holz weiterhin große Risiken für die Arbeits- und Verkehrssicherheit. Instabile Kronenteile und abbrechende Stämme stellen nach wie vor erhebliche Gefahren dar.
Eiche
Der Kronenzustand der Eichen hat sich den Ergebnissen der Waldzustandserhebung zufolge in Rheinland-Pfalz nach zwei Jahren ohne ausgeprägten Trockenstress insgesamt wieder deutlich verbessert [8]. Im Saarland blieb das Schadniveau dagegen hoch [9].
Dennoch zeigen sich in beiden Bundesländern vielerorts weiterhin stark geschädigte und abgestorbene Eichen. Dies steht häufig im Zusammenhang mit einem Befall durch den Zweipunktigen Eichenprachtkäfer (Abb. 4).
In Rheinland-Pfalz haben die entsprechenden Meldungen entgegen dem allgemeinen Trend 2025 nochmals auf rund 2.000 ha zugenommen (Vorjahr: 1.700 ha). Besonders betroffen sind über die letzten Jahre betrachtet die Regionen Mittelrhein, Soonwald, Saar-Nahe-Berg- und Hügelland, Donnersberg sowie Mittelmosel (Abb. 5). Durch fachgerecht durchgeführte Sanierungshiebe kann das Schadausmaß gemindert werden [10].
In Rheinland-Pfalz haben die Meldungen von unmittelbaren Trockenschäden oder der Eichen-Komplexkrankheit auf insgesamt 320 ha deutlich abgenommen (Vorjahr: 430 ha). Dagegen ist der außerplanmäßige Holzeinschlag aufgrund von Insekten oder Trockenheit nur leicht gesunken (Abb. 6). Dies zeigt deutlich, dass trotz der allgemeinen Verbesserung des Gesundheitszustandes vieler Eichen weiterhin bedeutende Vitalitätsverluste auftreten.
Im öffentlichen Wald ist die Eiche anhand der absoluten Schadholzzahlen derzeit die zweitstärkste von Insekten und Trockenheit betroffene Baumart in Rheinland-Pfalz (Fichte rund 270.000 Fm, Eiche 24.000 Fm).
Zum Auftreten blattfressender Schmetterlingsraupen wie Frostspanner, Eichenwickler oder Schwammspinner gab es 2025 kaum Meldungen. Der Eichenprozessionsspinner trat nur noch auf rund 17 ha auffällig in Erscheinung (Vorjahr: 370 ha). Dementsprechend wurde auch Mehltau auf Eichenblättern landesweit seltener gemeldet.
Für den Eichenprozessionsspinner liefert das Frühwarnsystem „PHENTHAUproc“ tagesaktuell modellierte Daten zur potenziellen phänologischen Entwicklung sowie zum Austrieb der Wirtsbaumart Stieleiche [11]. Darauf basierend werden raumbezogen auf einer Auflösung von einem Quadratkilometer Einschätzungen zu Gefahren für Mensch und Wald sowie Handlungsempfehlungen bereitgestellt.
Besonders aus dem Oberrheintal, aber auch aus dem Pfälzerwald und der Moselregion werden auf rund 220 ha Schäden infolge von Stehendbefall durch die Gruppe der „Kernholzkäfer“ im weiteren Sinne gemeldet (Vorjahr: 290 ha). Im Forstamt Bienwald wird dies vor allem auf den Heldbock zurückgeführt.
Der Eichenkernkäfer im engeren Sinne (Platypus cylindrus) kann durch seine tief ins Holz reichenden Gänge zu erheblichen Wertverlusten führen (Abb. 7).
Edellaubbäume
Das Fortschreiten des Eschentriebsterbens ist insbesondere in feuchteren Jahren mit hoher Sporenlast und guten Infektionsbedingungen weiterhin ungebrochen. 2025 waren rund 1.400 ha betroffen (Vorjahr: 1.500 ha).
Die mit Trockenstress in Zusammenhang stehende Ahorn-Rußrindenkrankheit hat den Meldungen zufolge auf rund 490 ha etwas abgenommen (Vorjahr: 540 ha).
Maikäfer
Im Herbst und Winter 2025/26 fanden im südpfälzischen Bienwald die turnusmäßigen Probegrabungen zur Ermittlung der Populationsdichte des Waldmaikäfers statt. Der Fokus lag dabei beim sogenannten Südstamm auf dem dritten Larven- beziehungsweise Engerlingsstadium. Diese Population wird sich nach der Verpuppung im Frühjahr 2027 wieder zum Reifungsfraß und zur Reproduktion ausschwärmen.
Die Dichten sind gegenüber der letzten Aufnahme mancherorts gestiegen oder verharren verbreitet auf hohem Niveau. Es wurden Durchschnittswerte zwischen 8 und 13 sowie Spitzenwerte von bis zu 60 Engerlingen im dritten Larvenstadium pro Quadratmeter festgestellt (kritische Dichte: 2 L3/qm).
Die während des letzten Schwärmfluges 2023 beobachtete Ausweitung nach Westen auf ehemals etwas frischere Standorte hat sich anhand der Befunde im Boden bestätigt. In diesem neu beprobten Gebiet lagen 40 % der ermittelten Werte über der kritischen Dichte; der Durchschnitt betrug 4,7 L3/qm. Damit wird dort bereits etwa die Hälfte der Dichten erreicht, die in langjährig etablierten Befallsflächen gemessen werden.
Durch die beträchtliche Maikäferpopulation ist die Verjüngung der vielerorts bereits lückigen Waldbestände infolge des Wurzelfraßes der im Boden lebenden Engerlinge weiterhin erheblich eingeschränkt. Dies stellt die Verantwortlichen vor große Herausforderungen.
Literatur
- [1] DWD 2026a: Deutschlandwetter im Jahr 2025: Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit, Pressemitteilung: 2025: Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit (abgerufen am 24.02.2026)
- [2] DWD 2026b: Deutscher Klimaatlas: Wetter und Klima – Deutscher Wetterdienst – Deutscher Klimaatlas: Deutscher Klimaatlas (abgerufen am 24.02.2026)
- [3] Delb, H. 2013: Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald in Rheinland-Pfalz. Teilbericht Waldschutz und Klimawandel. Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen [Hrsg.]: Schlussberichte des Landesprojekts Klima- und Landschaftswandel in Rheinland-Pfalz (KlimLandRP), Teil 4, Modul Wald: 59 S.
- [4] FVA 2024: Borkenkäfermanagement an Fichte. Vorbeugen. Erkennen. Eindämmen. Flyer: 2024_Borkenkaeferflyer.pdf (abgerufen am 25.02.2026)
- [5] Kautz, M.; Delb, H.; Hielscher, K.; Hurling, R.; Lobinger, G.; Niesar, M.; Otto, L.-F.; Thiel, J. 2023: Borkenkäfer an Nadelbäumen – erkennen, vorbeugen, bekämpfen. FNR, Gülzow-Prüzen, 54 S. (abgerufen am 25.02.2026)
- [6] Kautz, M.; Sander, F.; Delb, H. 2023: Borkenkäfer und Rüssler profitieren von Trockenstress an Weißtannen. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, Waldschutz-Info 1/2023, 8 S. (abgerufen am 25.02.2026)
- [7] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (Hrsg.) 2022: Waldzustandsbericht 2022 Rheinland-Pfalz, Anhaltende Schadphänomene bei der Buche? Ergebnisse der Buchenaustriebsinventur 2021, S. 53–56 (abgerufen am 26.02.2026)
- [8] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (Hrsg.) 2025: Waldzustandsbericht Rheinland-Pfalz 2025, 75 S. (abgerufen am 03.03.2026)
- [9] Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz Saarland (Hrsg.) 2025: Waldzustandsbericht Saarland 2025, 75 S. (abgerufen am 03.03.2026)
- [10] Seemann, D.; Delb, H.; Schröck, H. W. 2001: Empfehlungen zur Behandlung von durch den Zweipunkt-Eichenprachtkäfer (Agrilus biguttatus F.) geschädigten Eichenbeständen. FVA Baden-Württemberg, 4 S. (abgerufen am 03.03.2026)
- [11] Halbig, P.; Bachfischer, L.; Leppelt, T.; Posada, R.; Baier, P.; Delb, H.; Schopf, A. 2025: Eichenprozessionsspinner-Frühwarnsystem ist online. AFZ/Der Wald 80 (12), 44–47 ─ Eichenprozessionsspinner Frühwarnsystem „PHENTHAUproc“ (abgerufen am 03.03.2016)

















