Suche

    
Suche nur in dieser Rubrik

Erweiterte Suche

Kontakt

Dr. Bertram Leder

Wald und Holz NRW
Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald
Schwerpunktaufgabe Waldbau und Forstvermehrungsgut

Obereimer 2a
D - 59821 Arnsberg

Tel: +49 02931 7866 421
Fax: +49 02931 7866 422

Logo DVFFA

Obmann der Sektion Waldbau

Sprecher der AG Gastbaumarten im DVFFA

Die waldwissen.net-App!

App Waldwissen

Waldwissen Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie vier, fünf Mal jährlich per E-Mail über spezielle Beiträge und Waldwissen-Aktivitäten. Ihre E-Mail-Adresse wird lediglich zum Zweck der Zustellung des Newsletters verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit aus dem Newsletter heraus abmelden oder Ihre Einwilligung per E-Mail an uns widerrufen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

Ihr E-Mail*

Artikel

Autor(en): Bertram Leder
Redaktion: WUH, Deutschland
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 79.6779.6779.6779.6779.67 (23)

Die AG Gastbaumarten im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten

Der Anbau nichtheimischer Baumarten ist nach wie vor umstritten. Die AG Gastbaumarten im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) versorgt Waldbesitzer und Fachleute mit waldbaulichen Informationen über die "Gastbaumarten".

Logo

Der gesteigerte Anbau von fremdländischen, nichtheimischen Baumarten - auch Gastbaumarten genannt - wird in jüngster Zeit heftig diskutiert. So wird die Invasivität eingeführter Baumarten unterschiedlich bewertet. Auch weiß man noch zu wenig über die Anpassungsfähigkeiten heimischer Baumarten an den voranschreitenden Klimawandel und das Vermögen fremdländischer Baumarten, mit einem veränderten Klima sowie einer Häufung von Extremereignissen zurechtzukommen.

Das häufig sehr gute Wuchspotenzial der Gastbaumarten sowie betriebliche Möglichkeiten der Diversifikation und Risikominimierung sind Argumente für den Anbau dieser Baumarten. Gegen ihren Anbau wird u.a. die mögliche Verdrängung heimischer Arten ins Feld geführt. Aus der Sicht des Naturschutzes muss die Einbringung von Gastbaumarten in heimische Wälder auch nach ökologischen Gesichtspunkten überprüft und beurteilt werden.

Die bisherigen Diskussionen konnten nicht abschließend klären, ob im Sinne einer Klimaanpassungsstrategie der Anbau geeigneter fremdländischer Baumarten, die den einheimischen überlegen sind, befürwortet oder abgelehnt werden soll. Hierzu müssen weitere Untersuchungen unter Einbeziehung bisheriger Anbauerfahrungen durchgeführt werden.

Seit 2006 erkundet die Arbeitsgemeinschaft Gastbaumarten in der Sektion Waldbau im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) Anbauten in Deutschland und Mitteleuropa. Die Waldbauexperten haben es sich zum Ziel erklärt, fundierte waldbauliche Informationen über Gastbaumarten bereitzustellen sowie Forschungsaktivitäten zu koordinieren, anzuregen und durchzuführen. Ihr Hauptaugenmerk liegt vorrangig auf dem Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis. Vorhandenes Wissen soll dabei aufbereitet und neues Wissen durch die Analyse vorhandener und alter Anbauten geschaffen werden. Zusätzlich dazu sollen die Leser angehalten werden, ihre praktischen Erfahrungen im Anbau von Gastbaumarten mit der Gemeinschaft zu teilen, um so die Vorteile, Nachteile und Risiken des Anbaus von Gastbaumarten aufzuzeigen.

Daneben hält die AG Gastbaumarten auch Datenbanken mit einschlägigen wissenschaftlichen Arbeiten u.a. Publikationen sowie mit Informationen zu bereits etablierten Anbauten von Gastbaumarten in einzelnen Bundesländern vor. Sie sollen für Wissenschaft und Praxis ein Initial neuester Forschung sein und zur Ableitung von Anbauerfahrungen dienen.

Im Waldwissen-Dossier Gebietsfremde Baumarten stellt die AG Gastbaumarten eine Reihe von Kurzportraits von Gastbaumarten vor. Ziel ist es, diese in Steckbriefform gehaltenen Beiträge periodisch nach den neuesten Erkenntnissen zu aktualisieren und zu vervollständigen.

     
Thuja plicata-Horst Abies grandis-Gruppe  
Abb. 2: Thuja plicata-Horst mit einwandernder Buchen-Naturverjüngung. Foto: B. Leder Abb. 3: Abies grandis-Gruppe in einem Buchen-Grundbestand. Foto: B. Leder  
     

Mehr von der AG Gastbaumarten

Kurzportrait Japanische Sicheltanne (Cryptomeria japonica) Kurzportrait Japanische Sicheltanne (Cryptomeria japonica)

Japans wichtigste Nadelbaumart ist in Mitteleuropa in der Regel nur als Ziergehölz in Garten- und Parkanlagen bekannt.

14.03.2018
90.3390.3390.3390.3390.33 (14)
Kurzportrait Roteiche (Quercus rubra L.) Kurzportrait Roteiche (Quercus rubra L.)

Die aus Nordamerika bei uns eingeführte Roteiche zeichnet sich durch ihre Massen- und Wertleistung, ihre Klimaanpassung und nicht zuletzt ihre Ästhetik aus. Der widerstandsfähige und sturmfeste Baum wird in Deutschland als nicht invasiv eingestuft.

17.01.2018
94.3394.3394.3394.3394.33 (18)
Kurzportrait Libanonzeder (Cedrus libani) Kurzportrait Libanonzeder (Cedrus libani)

Die in Mitteleuropa bislang nur wenig angebaute Libanonzeder zeichnet sich u.a. durch ihr leicht zu bearbeitendes und wetterbeständiges Holz aus. Der anspruchslose Baum besitzt vermutlich kein invasives Potenzial und bietet sich als Alternative für Fichtenstandorte an.

06.01.2018
84.084.084.084.084.0 (23)
Kurzportrait Pazifische Edeltanne (Abies procera Rehd.) Kurzportrait Pazifische Edeltanne (Abies procera Rehd.)

Die Pazifische Edeltanne ist eine leistungsfähige und waldbaulich interessante Baumart zur Begründung auf Freiflächen und unter lichtem Schirm. Auch ihre Nebennutzungserträge sehr hoch. Bislang gibt es keine Anzeichen einer invasiven Ausbreitung des Baumes.

02.03.2017
85.085.085.085.085.0 (29)
Kurzportrait Baumhasel (Corylus colurna L.) Kurzportrait Baumhasel (Corylus colurna L.)

Die Baumhasel zeichnet sich durch ihre Mischungsfähigkeit und ein geringes Invasionspotenzial aus. In Zeiten des Klimawandels gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Sie weist viele Eigenschaften auf, die zur Stabilisierung von Waldbeständen beitragen können.

01.02.2017
81.3381.3381.3381.3381.33 (64)
Kurzportrait Silberlinde (Tilia tomentosa) Kurzportrait Silberlinde (Tilia tomentosa)

Die Silberlinde ist eine südosteuropäische Lindenart mit beachtlicher Wuchsleistung. Waldbaulich lehnt sie sich an bekannte Pflegekonzepte an. Ihr Holz wird vielfältig genutzt. Der Baum ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.

19.04.2016
70.070.070.070.070.0 (30)
Kurzportrait Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) Kurzportrait Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Der Tulpenbaum zeichnet sich durch hohe Wuchsleistungen und eine außergewöhnliche Geradschäftigkeit aus. Die in Nordamerika wirtschaftlich sehr bedeutende Laubholzart lässt sich gut in die natürlichen heimischen Waldgesellschaften integrieren.

13.04.2016
75.075.075.075.075.0 (53)
Kurzportrait Riesenlebensbaum (Thuja plicata) Kurzportrait Riesenlebensbaum (Thuja plicata)

Der Riesenlebensbaum zeichnet sich durch ein sehr gutes Höhenwachstum und einen lang anhaltenden Volumenzuwachs aus. Den seit geraumer Zeit in Mitteleuropa eingeführten Nadelbaum trifft man im Wald noch recht selten an.

11.12.2015
64.064.064.064.064.0 (51)
Kurzportrait Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) Kurzportrait Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina)

Die in Nordamerika beheimatete Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) ist aufgrund ihres hohen Reproduktions- und Ausbreitungspotenzials sehr invasiv. Allerdings besitzt der Baum Boden verbessernde Eigenschaften und eine hohe Anpassung an den Klimawandel.

26.05.2015
64.3364.3364.3364.3364.33 (27)
Kurzportrait Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) Kurzportrait Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)

Der in China beheimatete Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) ist eine sehr schnell wachsende Baumart, die hervorragendes Nutz- und Wertholz wie auch Energieholz liefert. Der Blauglockenbaum bevorzugt wärmere Regionen, wodurch eine Förderung durch den Klimawandel wahrscheinlich ist.

10.04.2015
71.071.071.071.071.0 (182)
Kurzportrait Lindenblättrige Birke (Betula maximowicziana) Kurzportrait Lindenblättrige Birke (Betula maximowicziana)

Die Lindenblättrige Birke (Betula maximowicziana) kann Kahl- und Brandflächen rasch besiedeln. Sie weist gute bis sehr gute Wuchsleistungen und Schaftformen auf und erreicht ein deutlich höheres Alter als heimische Birkenarten.

03.03.2015
83.3383.3383.3383.3383.33 (38)

Mehr auf waldwissen.net