Privatwald in Nord-Karelien und Baden-Württemberg

Das EU-Projekt RoK-FOR bietet vielfältige Möglichkeiten zum intereuropäischen forstlichen Austausch. Acht baden-württembergische Privatwaldexperten reisten für vier Tage nach Nord-Karelien, um sich mit finnischen Kollegen über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und Grundlagen für neue Netzwerke zu schaffen.

Privatwald in Baden-Württemberg

Acht Vertreter unterschiedlicher forstlicher Zusammenschlüsse aus Baden-Württemberg wurden im Vorfeld mit Hilfe eines Fragebogens um ihre Einschätzung der derzeitigen Situation in Baden-Württemberg und zu Erwartungen an den Austausch mit Finnland befragt. Die folgenden Informationen sind den Antworten der Befragten entnommen, bei 181 forstlichen Zusammenschlüssen in Baden-Württemberg kann dies jedoch nur einen eingeschränkten Einblick darstellen.

Die aktuelle Situation des Kleinprivatwaldes in Baden-Württemberg wird von den Befragten kritisch bewertet. Bedingt durch das laufende Kartellrechtsverfahren (ForstBW) werden einschneidende Änderungen erwartet. In diesem Zusammenhang wird insbesondere die Notwendigkeit der Verbesserung der aktuellen Vermarktungssituation aus dem Privatwald hervorgehoben.

Als guten Schritt in die richtige Richtung und als positives Steuerungsinstrument im Bereich Ressourcenbereitstellung wird die Holzmobilisierungsprämie bewertet. Diese trägt zu einem nicht unerheblichen Teil der Finanzierung forstlicher Zusammenschlüsse bei, hierdurch werden teilweise die Nachteile des Kleinprivatwaldes hinsichtlich Holzbereitstellung und -vermarktung gemindert. Durch die zu erwartenden weiteren Personaleinsparungen der Forstverwaltung, insbesondere im Bereich der Landkreise wird erwartet, dass sich die Situation im Kleinprivatwald aus Sicht der Zusammenschlüsse weiter verschärft.

Die bisherige Beratung und Betreuung durch die Unteren Forstbehörden wird von den Befragten durchweg als sehr positiv bewertet. Vor allem die hohe fachliche Kompetenz und die unparteiische Haltung gegenüber den Waldbesitzern werden dabei besonders hervorgehoben. Ein gutes Miteinander mit der Verwaltung wird von allen als notwendig angesehen: "Ohne Förster keine Holzbereitstellung – ohne FBG keine effektive Vermarktung aus dem Kleinprivatwald", so ein Teilnehmer. Schneller Informationsaustausch und gegenseitiges Vertrauen sind eine wichtige Arbeitsgrundlage. Die Bedeutung von Kooperationen wird herausgestellt und sollte auch andere Bereiche der Bewirtschaftung umfassen, so die einhellige Meinung der Befragten.

Als zentraler Punkt in der Holzmobilisierung wird herausgestellt, dass nicht allein der Holzpreis ausschlaggebend ist, sondern vielmehr die Information der Waldbesitzer über die Notwendigkeiten der Bewirtschaftung. Die Zielsetzungen der Waldbesitzer lassen sich nach Meinung der Befragten in zwei Gruppen einteilen: Wald als klassische Sparkasse (seltene Nutzung) oder laufende Rendite (häufige Nutzung). Die Zusammenschlüsse nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle, um die Waldbesitzer zur Holznutzung zu motivieren. Der örtliche Revierleiter als zentrale Kontaktperson spielt hier, wie bereits oben betont, eine besondere Rolle.

Zudem können Veranstaltungen der FBGs, beispielsweise zusammen mit Sägewerken und anderen holzverarbeitenden Unternehmen gute Möglichkeiten darstellen, eventuelle Hemmnisse gegenüber der Holzindustrie abzubauen und zur Holzernte zu motivieren. Flächenübergreifend werden in Baden-Württemberg derzeit nur wenige Ernteeinsätze gemeinsam organisiert, meist handelt es sich um Harvestereinsätze oder Selbstwerbevergaben. Als besondere Herausforderung wird die Planbarkeit der Vermarktungsmenge von den Akteuren herausgestellt, da für kleine Waldbesitzer keine Forsteinrichtungsdaten vorliegen und Möglichkeiten zur besitzübergreifenden Kooperation nicht zuletzt deshalb nur unzureichend nutzbar sind.

Als Herausforderungen werden zudem folgende aktuelle Punkte genannt:

  • Entwicklung eigenständiger und kartellrechtskonformer Vermarktung
  • Urbanisierung der Waldbesitzer
  • Zeitnahe und kontinuierliche Bereitstellung der kundenspezifischen Mengen- und Sortimentsangebote
  • Flurbereinigung im Bereich der ehemaligen Realteilungsgebiete
  • Nachlassendes Interesse der jungen Generation an der Bewirtschaftung des Waldes
  • Kommissarische Übernahme der Waldbewirtschaftungen in Betrieben, bei denen der Waldbesitzer nicht mehr vor Ort ist, fachlich nicht dazu in der Lage ist oder kein Interesse an der Bewirtschaftung hat

Privatwald in Finnland

Im Rahmen von Vorträgen und Exkursionen wurde in Joensuu (Finnland) sowohl über aktuelle Entwicklungen, als auch über die generelle Situation des Privatwaldes aus Sicht deutscher und finnischer Akteure intensiv diskutiert. Neben dem fachlichen Austausch stand das Initiieren neuer Netzwerke sowohl zwischen, als auch innerhalb der Regionen im Fokus.

INFOKASTEN Nord-Karelien

Bereits die regionalen Strukturdaten weisen auf die Bedeutung der Forstwirtschaft in Finnland hin, 1.447.000 ha Wald, eine Besiedlungsdichte von 7,7 Einwohnern pro Quadratkilometer und ein Anteil der Waldbesitzer an der Gesamtbevölkerung von 14 %! Zudem ermöglicht eine starke und gesellschaftlich anerkannte Forstindustrie eine gute Lobby für forstwirtschaftliche Themen.

Die Baumartenzusammensetzung:64 % Kiefer, 23 % Fichte, 10 % Birke. Die Bestände werden in vergleichsweise kurzen Umtriebszeiten bewirtschaftet, die vorwiegend Industrieholzsortimente liefern. Der überwiegende Anteil des Waldes ist mit 52 % und einer durchschnittlichen Größe von 32,3 ha (ab 2 ha) in privatem Besitz, 56 % dieser Flächen sind zwischen 1 und 19 ha groß. 44 % der Waldbesitzer sind Rentner, 30 % Angestellte, 14 % Landwirte und 6 % sind selbstständige Unternehmer.

Wie auch hierzulande haben die Waldbesitzer unterschiedliche Zielvorstellungen. Der überwiegende Anteil ist jedoch an einem regelmäßigen Einkommen aus dem Wald interessiert. Der Forstsektor ist traditionell konservativ geprägt und hat eine große Bedeutung für die Region. Die Relevanz des Sektors in Finnland steigt nach Meinung der finnischen Experten derzeit weiter an. Dies liegt unter anderem an der starken Rolle von Forschung und Ausbildung. Diese Rolle ist in Nord-Karelien besonders ausgeprägt.

Die Stadt Joensuu bezeichnet sich selbst als "European Forestry Capital", denn viele große forstlich relevante Einrichtungen wie die forstliche Fakultät der University of Eastern Finland, das Betriebsforschungsinstitut der finnischen Forstbehörde METLA (entspricht den deutschen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalten) und der Joensuu Science Park als Zusammenschluss weiterer Forschungseinrichtungen im Forst- und Holzsektor sowie Hersteller von Forstmaschinen z. B. John Deere und Betriebe der Holzindustrie wie UPM und Stora Enso haben hier ihren Sitz. Innovationen aus der Forschung haben einen kurzen Weg in die Praxis.

Innovation und Fortschritt

Die finnische Forstwirtschaft ist hochtechnisiert, der Einsatz neuster Informationstechnologien im Wald ist Standard. Dies wurde in Joensuu nicht nur am Beispiel des Waldbaudienstleisters TORNATOR (Stora Enso) deutlich. Jeder Angestellte verfügt über ein Smartphone mit mobilem GIS. Hier werden Arbeitsaufträge abgelegt und bearbeitet, sowie arbeitspraktische Funktionen wie beispielsweise Zeitmanagement und Navigation auf der Fläche verwaltet. Bei großen Pflanzungen ist es zudem ein Hilfsmittel zum Ablegen und Auffinden der Pflanzcontainer. Ist die jeweilige Arbeit erledigt, kann dies in der Karte markiert werden und wird an den Betrieb übermittelt.

Da in Finnland vorrangig Kahlschlag praktiziert wird und Naturverjüngung auf Grund schlechterer Wuchsleistung wenig verbreitet ist, werden die Böden nach Räumung der Flächen partiell bearbeitet und manuell oder maschinell bepflanzt (Abb. 1 und 2). Laut Aussage des Referenten des Unternehmens ist es zunehmend schwierig, geeignetes Personal für die körperlich anstrengende händische Pflanzung zu finden. Daher werden verschiedene Möglichkeiten der Mechanisierung weiterentwickelt.

Derzeit werden in einer Pilotstudie die im Gelände erhobenen Daten der Nationalen Forstinventur auf der gesamten Fläche in Nord-Karelien durch flugzeugbasierte Laserscanningdaten ergänzt. Diese Daten stehen sowohl der Forstverwaltung, als auch privaten Waldbesitzern zur Verfügung. Das gesamte Waldgebiet Nord-Kareliens soll bis 2018 abgedeckt werden. In Kooperation mit der Forstverwaltung können Privatwaldbesitzer mit Hilfe dieser Daten einen detaillierten Managementplan für ihr Waldgebiet erstellen. Ähnliche Dienste bieten auch Unternehmen der Forstindustrie an, unter anderem die Firma UPM, die über eigene Laserscanningdaten und die zusätzliche Erhebung von Informationen im Gelände verfügen. Viele Waldbesitzer nutzen diese Angebote. Daher existieren für den finnischen Privatwald unabhängig von der Besitzgröße gute Unterlagen, mit deren Hilfe sich beispielsweise vermarktbare Mengen und anfallende Sortimente gut planen lassen.

Industrie

Die Finnen haben ein großes Vertrauen in die Forst- und Holzindustrie und stehen ihr positiv gegenüber. Dies liegt nach Aussage der Experten daran, dass viele große Unternehmen wie UPM oder TORNATOR (Stora Enso) selbst viel Wald besitzen und durch dessen lange erfolgreiche Bewirtschaftung als forstwirtschaftlich kompetent gelten. Darüber hinaus bieten die Unternehmen neben Bewirtschaftungsverträgen, die den Kauf auf dem Stock, die komplette Ernte und die Nachbearbeitung sowie Neubegründung der Flächen umfassen, auch umfängliche Beratung sowie Erstellung von Managementplänen und anderen forstlichen Dienstleistungen an. Die Managementpläne werden am Beispiel von UPM in einem Onlineplanungstool hinterlegt und sind dort für die Waldbesitzer von überall abrufbar. GIS-Karten mit genauen Informationen zu Fläche und Vorrat werden durch aktuelle flugzeugbasierte Laserdaten ergänzt. Bei diesem Planungstool besteht eine enge Kooperation mit dem Forschungsinstitut METLA. Das Angebot der Managementplanung bindet den Waldbesitzer allerdings nicht daran, sein Holz z. B. an UPM zu verkaufen. Ein weiteres Beispiel für das gegenseitige Vertrauen ist das standardisierte Abrechnen der Holzmengen nach Werksvermessung.

Der Sektor nachwachsende Rohstoffe zur Energieerzeugung boomt derzeit europaweit, so auch in Finnland. Viele kleine Unternehmen bieten in diesem Bereich Produkte und Dienstleistungen an. Aber auch die großen finnischen Unternehmen wie Beispielsweise UPM sind hier ebenfalls aktiv. Aktuell werden beispielsweise intensive Versuche und Weiterentwicklungen zur Wurzelstocknutzung und zur Bioenergieerzeugung in Kooperation mit dem Forschungsinstitut METLA durchgeführt. Die entstehende Asche wird mittels Helikopter in die Wälder rückgeführt.

Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in Finnland

In Finnland werden Waldbesitzer in 103 Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen mit 300 –Geschäftsstellen in allen forstlichen Fragen beraten und betreut. In Nord-Karelien gibt es nach mehreren Fusionen nur noch eine Forstbetriebsgemeinschaft. Die Aufgaben und Rahmenbedingungen der Zusammenschlüsse sind wie in Baden-Württemberg im Waldgesetz geregelt. Derzeit gibt es in Finnland rahmenpolitische Änderungen die auch den Privatwald und die Betriebsgemeinschaften betreffen. Das Waldgesetz wird liberalisiert, es werden weniger Vorgaben für die Bewirtschaftung gemacht, das bisher kaum praktizierte Dauerwaldprinzip wird durch neue Regelungen gefördert. Die bisher verpflichtende Managementabgabe von 3 €/ha und damit verbundene Mitgliedschaft in einem forstlichen Zusammenschluss wird abgeschafft. Dies soll den Wettbewerb in der Holzvermarktung und im Bereich anderer forstlicher Dienstleistungen fördern. Dadurch fallen jedoch ca. 20 % der Finanzierung der Zusammenschlüsse weg. Die finnischen Zusammenschlüsse sehen darin aber auch eine neue Chancen, bisher konnten diese nicht als vollwertige Holzhändler am Markt auftreten, das wird durch diese Änderungen neu geregelt.

Die Beratung und Betreuung im Privatwald wird hauptsächlich von forstlichen Zusammenschlüssen, aber auch von der Industrie und der finnischen Forstverwaltung übernommen. Beim Holzverkauf, sowie bei der Vermarktung von Rohstoffen aus dem Privatwald ist die Forstverwaltung nicht beteiligt. Die Industrie kauft Holz über eigene, regionale Holzeinkäufer direkt beim Waldbesitzer. Forstliche Zusammenschlüsse können Holz nach Anweisung durch die Besitzer ebenfalls verkaufen und vermarkten; diese Möglichkeit wird jedoch regional unterschiedlich, generell derzeit aber noch selten genutzt. Die jeweils verkauften Mengen variieren je nach Region. In Südfinnland gibt es Forstbetriebsgemeinschaften, die annähernd 70 % des verkaufsfähigen Holzvolumens vermarkten. In anderen Regionen wird dagegen kaum Holz aus dem Privatwald über Zusammenschlüsse vermarktet.

Gemeinschaftlicher Waldbesitz

Bei METLA werden derzeit alte und neue Ideen aufgegriffen, um dem wachsenden Bedarf an Holz gerecht zu werden. Kleinere Besitzflächen sollen durch genossenschaftlich organisierte Waldzusammenschlüsse wirtschaftlich lukrativer werden. Durch größere Besitzflächen kann die Holzernte, Bewirtschaftung und konstante Bereitstellung von Holz ökonomisch effizienter umgesetzt werden. Dem auf Grund von Urbanisierung erwarteten Mangel an Fachwissen der zukünftigen Waldbesitzer wird zusätzlich durch neue Regelungen im Erbsteuerrecht, beispielsweise durch vorzeitiges Vererben, begegnet. Die frühzeitige Bindung der Nachfolger an Themen der Waldbewirtschaftung soll diese drohenden Lücken im Fachwissen der nächsten Generation schließen.

Dass Themen des Naturschutzes in Managementplänen von Privatwaldbesitzern eine immer größere Rolle spielen und dadurch auch kleine Einzelbiotope geschützt werden, liegt nach Meinung der finnischen Experten an der adäquaten Ersatzvergütung für den dadurch entstehenden Einkommensausfall.

Neben gesetzlichen Vorgaben und der Beratung von Industrie, Forstbetriebsgemeinschaft sowie Forstverwaltung hat im finnischen Privatwald vor allem ein Handbuch zur Waldbehandlung großen Einfluss auf die Bewirtschaftung im Privatwald und wird bei allen Fragen zu Rate gezogen.

Was können wir voneinander lernen

Die strukturellen Voraussetzungen beider Länder sind zwar unterschiedlich. Dennoch gibt es ähnliche Herausforderungen: Rahmenpolitische Änderungen, Urbanisierung der Waldbesitzer, mangelndes Interesse der folgenden Generation an der Waldbewirtschaftung, kein einheitlicher Softwarestandard innerhalb der Forst-Holzkette, etc. Diese Themen haben sowohl in Finnland als auch in Deutschland große Bedeutung. Beide Länder haben eine lange forstliche Tradition, die Bewirtschaftung unterscheidet sich jedoch fundamental.

Durch die weite Verbreitung guter Forsteinrichtungsdaten, auch im kleineren Privatwald, lassen sich viele Einsätze in Finnland deutlich einfacher koordinieren. Sowohl eine flächenübergreifende Nutzung, als auch die Planbarkeit der anfallenden Menge werden dadurch erleichtert. Der Einsatz neuster Informationstechnologien im Wald macht die Bewirtschaftung in vielen Fällen deutlich effizienter. Auch das schnelle Übertragen von Innovationen aus der Forschung in die Praxis kann zur Optimierung von Arbeitsabläufen beitragen.

Die Beseitigung des drohenden Mangels an Fachwissen zukünftiger Waldbesitzergenerationen durch frühzeitige Vererbung kann ein wirksames Instrument sein, um Wissen und Motivation zur Waldbewirtschaftung weiterzugeben und neue Ideen in die Praxis einzubringen. Darüber hinaus können solche Maßnahmen trotz fortschreitender Waldferne der künftigen Privatwaldbesitzer zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung im Kleinprivatwald beitragen.

Das finnische Vertrauen in die Holzindustrie fehlt zwar bei uns, aber ein gewisser Abbau von Vorurteilen kann hier weiter helfen. Auch deutsche forstliche Zusammenschlüsse berichten, dass Exkursionen zu Sägewerken und anderen Betrieben durchaus die Holzmobilisierung bei ihren Mitgliedern fördert. Die Trennung von Beratung und Betreuung sowie Umsetzung der politischen Vorgaben im Privatwald durch die Forstverwaltung und die Holzvermarktung, Bewirtschaftung und praktische Betreuung der Waldbesitzer durch die Industrie und durch forstliche Zusammenschlüsse, scheint ein durchaus zielführender Ansatz zu sein. In Baden-Württemberg wird die Beratung und Betreuung der Waldbesitzer durch die Forstverwaltung als positiv eingeschätzt. Diesen Kooperationen wird eine große Bedeutung zugeschrieben.

Durch die geplante künftige Förderung des Dauerwaldgedankens in finnischen Wäldern wäre ein weiterer Austausch durchaus auch für die Finnen von großem Mehrwert, da in Finnland bisher wenig Praxiserfahrung in diesem Bereich vorliegt. Generell hat sich gezeigt, dass der Blick über den forstlichen Tellerrand sich lohnt und einen positiven Einfluss auf den persönlichen Arbeitsalltag hat.

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der genossenschaftliche Zusammenschluss mit ideellen Besitzgrößen für den Kleinstprivatwald in beiden Ländern interessante Optionen bietet. Die finnischen, wie auch die deutschen Experten waren sich darin einig, dass dadurch Maßnahmen ökonomischer gestaltet werden können. Allerdings müssen die Waldbesitzer mit der Abgabe der Bewirtschaftung an die jeweilige Genossenschaft auf ihr individuelles Bewirtschaftungsrecht verzichten.

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