Lebensraum

Brütet in Laub- und Mischwäldern, oft auch in Gewässernähe, weniger häufig in Nadelwäldern. Bevorzugt lichte und sonnige Wälder. Entscheidend ist das Angebot an Höhlen. Ursprünglich meist in lichten Altholzbeständen. Besiedelt infolge des Angebots an künstlichen Nistkästen auch Gärten, Parks, Obstgärten (namentlich im zentralen und östlichen Mittelland), Waldränder und Feldgehölze.

Anspruch an Fläche

Lokale Konzentrationen bis zu 6 Brutpaaren pro 10 ha möglich. Das Männchen verteidigt ein sehr kleines Revier, in der Regel nur die unmittelbare Umgebung der Bruthöhle.

Nahrung

Vor allem fliegende Insekten, daneben Heuschrecken, Käfer und deren Larven sowie Spinnen. Klammert sich gelegentlich wie Meisen an Baumstämmen fest und liest Insekten ab.

Förderung

  • Erhalten von Altholzbeständen und damit Vergrössern des Höhlenangebots.
  • Anbringen von Nistkästen.

Verbreitung in der Schweiz

Nur Alpennordseite. Die westliche Grenze der Hauptverbreitung liegt auf der Linie von Freiburg zum Jura. Lokal auch in einigen Tälern der Alpen und Voralpen sowie in der Westschweiz. Brütet meist unterhalb 800 m, gebietsweise aber auch bis 1200 m.

Wichtigste Merkmale: Männchen auf der Oberseite schwarz oder dunkelbraun. Stirn, Unterseite und Flügelbinde weiss. Weibchen heller, beide Geschlechter im Herbst olivbraun mit weissen Binden an den Flügeln und weissen Schwanzseiten.

Grösse und Gewicht: 13 cm, 9–15 g

Ähnliche Arten: Halsbandschnäpper: Brütet nur im Tessin und im Bergell. Männchen mit breitem weissem Nackenband.

Brutort: Baumhöhlen (auch Nistkästen)

Gelege: 1 Gelege à 5–8 Eier

Brutdauer: 13 Tage

Nestlingsdauer: 14–18 Tage

Zugverhalten: Langstreckenzieher; Nachtzieher

Bestand in der Schweiz: 10'000–20'000 Brutpaare

Trend: Im Vergleich zu den 70er Jahren etwa gleich gebliebenes Verbreitungsgebiet. Bestände schwankend.

Rote Liste Schweiz: Nicht gefährdet

(TR)