Im Generhaltungsprogramm des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), Wien, finden sich über ganz Österreich verteilt Eibenbestände. Diese Eibenwälder bilden derzeit einen Schwerpunkt für Erhaltungsmaßnahmen. Es soll ein repräsentatives Netz aufgebaut werden, das in Größe, Anzahl, Verteilung und Beschaffenheit modernen Anforderungen für die Generhaltung vor Ort (in situ) entspricht.

Generhaltungswälder sollen die natürliche Weitergabe wertvoller genetischer Eigenschaften der Bäume ermöglichen. Der Besitzer verpflichtet sich zu waldbaulichen Maßnahmen in diesem Sinne (z.B. Naturverjüngung, Mischungsregulation,...). Solche Maßnahmen können finanziell gefördert werden. Naturwaldreservate sind vertraglich auf mindestens 20 Jahre gesichert; in ihnen unterbleibt jedweder forstliche Eingriff. Für den entgangenen Gewinn wird der Besitzer von der Republik Österreich entschädigt.

Generhaltungswälder mit Eibe im Überblick
BundeslandForstortBezirksforstinspektionGröße (ha)Seehöhe (m)Exposition
KärntenBad VellachVölkermarkt2,0900 - 950SO - S
KärntenEisenkappelVölkermarkt3,0760 - 820SW
KärntenGotschuchen-SchlossbergKlagenfurt5,9900 - 980NW
KärntenLaunsdorfSt. Veit/Glan1,0620 - 660SO - O
KärntenLeininger RieseVillach25,0900 - 1300N
NiederösterreichRastkreuzNeunkirchen9,8800 - 950S - SW
OberösterreichAlmtalKirchdorf/Krems3,2460 - 490W - NW
OberösterreichLosensteinSteyr39,6540 - 680N - SO
OberösterreichPichlwaldVöcklabruck2,6480 - 530W- SW
SteiermarkStilwollgrabenGraz-Umgebung17,0580 - 700SW - W
TirolHintersteinKufstein28,4900 - 1050alle Richtungen
TirolSchanzer WandKufstein46,9480 - 720NW
VorarlbergRohrachBregenz48,0480 - 720N - NNW und NNO

Wie in allen Eibenbeständen liegt das Hauptproblem im Weiterkommen der Verjüngung. Durch langfristige Beobachtung sollen verschiedene waldbauliche Eingriffe (bzw. die Auswirkungen unterlassener Eingriffe) getestet und aus den Erfahrungen Management-Empfehlungen abgeleitet werden (Baumportrait der Eibe).

Das BFW bemüht sich im Rahmen der Programme "Generhaltungswälder" und "Naturwaldreservate" um die Erhaltung von Eibenbeständen. Dabei wird versucht, eine Art "natürliches Netz" von Kleinpopulationen zu etablieren (Vorkommen der Eibe in der Schweiz).