EPS-Hinweis 2023 zum Download
23. Juni: Die Raupen haben sich verpuppt – Zeitpunkt für die mechanische Regulierung
25. Mai: 5. Larvenstadium erreicht – Gefahr für menschliche Gesundheit steigt
12. Mai: 4. Larvenstadium erreicht – präventive Regulierung nicht mehr effektiv
05. Mai: Die Raupen befinden sich im 3. Larvenstadium – eine präventive Regulierung ist noch möglich
25. April: Die Raupen befinden sich im 2. Larvenstadium
28. März: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind geschlüpft – der Eichenaustrieb hat begonnen
Infokasten Brennhaare
Ab dem 3. Larvenstadium bilden die EPS-Raupen Brennhaare (sog. Spiegelhaare, Gifthaare, Setae). Diese mikroskopisch feinen, innen hohlen Haare, bilden dichte Polster (Spiegel) auf dem Rücken der Hinterleibssegmente der Raupen. Bei Bewegung und Beunruhigung der Raupen öffnen sich die Spiegelfelder, wodurch sich die Brennhaare leicht lösen und mit der Luftströmung vor allem bei trockenwarmer Witterung verfrachtet werden können.
Bei Kontakt dringen die spitzen, mit Widerhaken versehenen Brennhaare, bevorzugt in dünne, feuchte Hautstellen ein. Die mechanische Verletzung der Haut sowie der Kontakt mit den in den Brennhaaren enthaltenen Proteinen (u. a. Thaumetopoein) und Chitin lösen Gesundheitsprobleme bei Menschen und Tieren aus. Diese können individuell unterschiedlich sein und reichen von lokalen Hautentzündungen bis zum anaphylaktischen Schock. In der Regel klingt der Juckreiz nach ca. 7 Tagen wieder ab. Ernste Beschwerden treten auf, wenn Schleimhäute betroffen sind (z. B. Augenentzündungen).
In den Gespinstnestern, in denen sich die Raupen aufhalten, häuten und verpuppen, sind stets große Mengen dieser Brennhaare vorhanden. Sie können noch Jahre nach ihrer Bildung, also auch bei längst verlassenen Nestern, Reizungen auslösen.
Ansprechpartner
In Bezug auf Fragen zum EPS im Wald in Baden-Württemberg stehen an der FVA folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
- Dominik Wonsack 0761-4018 219
- Shirin Masino 0761-4018 281
Website zur EPS-Entwicklung
Aktuelle Informationen zur EPS-Entwicklung, Gefährdungsabschätzung und Maßnahmenempfehlung bietet die neue Website "PHENTHAUproc" (derzeit Demoversion in laufender Überarbeitung).
Ansprechperson bzgl. PHENTHAUproc ist Paula Halbig, ereichbar per E-Mail: paula.halbig@boku.ac.at