• Die Entnahme von Wasser aus Gewässern und das Wiedereinleiten sind nach § 2 (1) WHG erlaubnispflichtig.
  • Die Gestattung wird als zeitlich befristete, widerrufliche Erlaubnis erteilt und ist i.d.R. mit Auflagen verbunden. Im Antrag sind alle entscheidungserheblichen Tatsachen anzugeben (Lageplan, Holzmenge, Beregnungsfläche, Wassermenge, Wiedereinleitung und Auswirkungen auf Unterlieger).
  • Zuständig für die Erteilung der Erlaubnis sind die nach Landesrecht zuständigen Behörden. In Baden-Württemberg sind dies die unteren Wasserbehörden an den Landratsämtern und Stadtkreisen.
  • Nach § 17a ff WG Baden-Württemberg ist die Wasserentnahme gebührenpflichtig, Ausnahmen können jedoch erteilt werden (z.B. nach außergewöhnlichen Sturmereignissen).
  • Für Baden-Württemberg gilt: Gemäß der VwV "Nasskonservierung von Rundholz" dürfen Beregnungsplätze nicht eingerichtet werden:
  • in Wasserschutzgebietszonen I und II
  • in bestehenden oder geplanten Naturschutzgebieten
  • in besonders geschützten Biotopen nach §24a NatSchG
  • im unmittelbaren Zulaufbereich zu kleineren, eutrophierungsgefährdeten Gewässern.

Bei Beregnungsplätzen innerhalb oder im Einwirkungsbereich von FFH- und Vogel­schutzgebieten ist von der Naturschutzschutzbehörde in einer überschlägi­gen Betrachtung zu prüfen, ob von der Anlage erhebliche Beeinträchtigungen auf die nach dem Schutzzweck des Gebietes geschützten Lebensraumtypen und Ar­ten ausgehen können. Im Falle einer möglichen Beeinträchtigung ist eine Verträg­lichkeitsprüfung durchzuführen.

Rechtshinweise für Baden-Württemberg:
  • VwV "Nasskonservierung von Rundholz" GABl. vom 30.07.2003
  • WHG – Wasserhaushaltsgesetzt: Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts i.d.F. vom 19.08.2002 (BGBl. I S. 3245).
  • WG – Wassergesetz für Baden-Württemberg i.d.F. vom 01.01.1999, zuletzt geändert am 19.11.2002
  • VwV Natura 2000 GABl. 2001, S. 891
  • NatSchG – Naturschutzgesetz Baden-Württemberg i.d.F. vom 29. 03 1995, GBl. S. 385, zuletzt geändert am 19.11.2002, GBl. S. 424 –428.
 
relevante Paragraphen:
§ 2 WHGErlaubnis- und Bewilligungserfordernis
§ 6 WHGVersagung
§ 9a WHGZulassung vorzeitigen Beginns
§ 23 WHGErlaubnisfreier Allgemeingebrauch
§ 24 WHGErlaubnisfreier Eigentümer- und Anliegergebrauch
§ 17a ff WGEntgelt für Wasserentnahme
§ 26, 28 WGi.V.m. § 23 WHG Erlaubnisfreier Allgemeingebrauch
§ 27, 28 WGi.V.m. § 24 WHG Erlaubnisfreier Anliegergebrauch
§ 100 WGBeantragung von Genehmigungen
§ 108 (4) WGErlaubnis- und Bewilligungsverfahren
§ 1 (2) LBOAnwendungsbereich
Rechtshinweise für Rheinland-Pfalz:
  • WHG – Wasserhaushaltsgesetzt: Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts i.d.F. vom 19.08.2002 (BGBl. I S. 3245).
  • LWG – Landeswassergesetz – Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz, i.d.F. vom 14. 12 1990 (GVBl. 1991 S. 11; 1993 S. 394; 1995 S. 69, S. 407; 1999 S. 325/358, S. 407, 2000 S. 572; 2001 S. 29, S. 303; 05.08.2003 S. 155 03; 05.11.2003 S. 309 03a)
  • VwV Natura
  • Landespflegegesetz (LPflG) Rheinland-Pfalz, in der Fassung vom 5. Februar 1979, zuletzt geändert durch Gesetz vom 12.5.2004, GVBl. 2004, S. 275
 
relevante Paragraphen:
§ 2 WHGErlaubnis- und Bewilligungserfordernis
§ 6 WHGVersagung
§ 9a WHGZulassung vorzeitigen Beginns
§ 23 WHGErlaubnisfreier Allgemeingebrauch
§ 24 WHGErlaubnisfreier Eigentümer- und Anliegergebrauch
§ 25 ff LWGBenutzung der Gewässer
§ 36 ff LWGi.V.m. § 23 und 24 WHG Erlaubnisfreier Allgemein- und Anliegergebrauch gebrauch
§ 44 LWGWasserentnahme und Abwassereinleitung
§ 1 (2) LBOAnwendungsbereiche

Hinweis