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Artikel

Autor(en): Anna Preul
Redaktion: SBS, Deutschland
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Unser Bienenwald Sachsens in Liebstadt

In Liebstadt wurde im Frühjahr 2019 Sachsens erster Bienenwald gepflanzt. 13 verschiedene Baum- und Straucharten sind künftig die Nahrungsgrundlage für die vielzähligen Wildbienenarten sowie weitere Insekten. Inzwischen ist „Unser Bienenwald Sachsens“ offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt und liefert EINE Antwort auf das Waldsterben 2.0.

Welttag der Umwelt
Abb.1 - Ein Statement für über 550 Wildbienenarten in Deutschland - die Pflanzaktion zum Welttag der Umwelt am 5. Juni 2019. Foto: M. Kühn
erste Bienen auf Salweiden
Abb.2 - Mit der ersten Blüte kommen die ersten Bienen. Foto: A.-K. Kemper
Eröffnung des Bienewaldes
Abb.3 - Der Landtagspräsident eröffnet den Bienenwald. Würdigung des Engagements für die biologische Vielfalt. Foto: P. Nitzsche
Wanderaustellung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
 Abb.4 - Präsentation des Bienenwaldes zur Landesausstellung "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2019/2020

Das Landgut Kemper & Schlomski ist seit 15 Jahren erfolgreich im Naturschutz und der Jugendumweltbildung aktiv. Dem zukunftsweisenden Modellvorhaben Bienenwald kommt gerade vor dem Hintergrund der aktuell akuten Waldschadenssituation eine besonders große Bedeutung zu.

Hitze, Dürre, Sturm und Borkenkäfer trafen auch die Wälder in Liebstadt und Umgebung und hinterließen große Lücken in den einst geschlossenen Beständen. Anstatt die Fläche wie üblich mit Wirtschaftsbaumarten zu bepflanzen, entschieden sich Bärbel Kemper und ihr Team für besonders blühfreudige, nektar- und pollenreiche  Baum- und Straucharten wie Salweide, Winterlinde, Berg- und Feldahorn, Vogelkirsche, Waldhasel, Schlehdorn, Eberesche, Wildapfel- und Wildbirne.

Sie wurden unter Mithilfe kleiner und großer freiwilliger Helfer nach einem Schema angepflanzt, bei dem unter anderem die Konkurrenzverhältnisse zwischen den einzelnen Baum- und Straucharten berücksichtigt werden. Die Schaffung von Lebensraum und Nahrung für Insekten fördert wiederum verschiedene insektenfressende Tierarten wie Vögel, Fledermäuse, Reptilien und Amphibien. Die gepflanzten Wildobstarten liefern mit ihren Früchten und Nüssen zudem auch Nahrung für größere Tierarten.

Der Bienenwald ist ein weiterer Baustein im weitläufigen Biotopverbund des Landgutes Kemper & Schlomski. Beispielsweise wurden bereits 2 ha Streuobstwiese verjüngt und Naturschutzteiche im Wald angelegt. Die weitläufigen, artenreichen Bergwiesen werden zudem extensiv bewirtschaftet. Die Vernetzung dieser Biotope sieht das Landgut als Grundstein für Arterhalt und Biodiversität an. Gemeinsam mit Kindertagesstätten, Grundschulen, Jugendfeuerwehren und weiteren interessierten Gruppen werden die Vorhaben in gemeinsamen Arbeitseinsätzen realisiert. Der Bienenwald wird für die vielzähligen Umweltbildungsveranstaltungen in den Fokus gestellt. So erfahren die Besucher Spannendes rund ums Thema Wildbiene.

Das Engagement für den Wald und die Insekten blieb nicht lange unentdeckt. So überreichte der sächsische Landtagspräsident höchstpersönlich die Auszeichnung zum Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Besonders hervorgehoben wurde die Strahlkraft des Modellvorhabens: das Konzept der insektenfreundlichen Aufforstung nach sächsischem Vorbild wurde bereits auf Standorten außerhalb von Sachsen adaptiert. Allen Interessierten stehen Bärbel Kemper und Ihr Team mit dem Netzwerk BienenwaldSchwärmer zur Seite. 

Auszeichnung des Projektes anlässlich der UN Dekade zur Biologischen Vielfalt
Abb.5 - Der Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler übergibt die Auszeichnung als Projekt der "UN-Dekade Biologische Vielfalt"Foto: M. Kühn

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