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Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Der Zitronenfalter und sein Frostschutzmittel

Schon früh im Jahr sieht man sie flattern: Zitronenfalter. Sie überwintern als Falter und verwenden dazu ein Frostschutzmittel.

Zitronenfalter im Winter
Abb. 1: Zitronenfalter in Winterstarre (Foto: E. Pfeuffer)

Die meisten Schmetterlinge überwintern als Raupe oder Puppe. Nur ganz wenige Arten überwintern als Falter. Zu den kälteresistentesten gehört der Zitronenfalter. Er ist besonders widerstandsfähig und überlebt harte Winter praktisch ungeschützt. Wie das geht? Die Natur hat ihn mit einem speziellen Frostschutzmittel ausgerüstet.

Stocksteif – wie gefroren – frei an Ästen, Stauden oder an Baumritzen hängend, trotzt der zarte Falter dem Winter. Dank des eingelagerten Glyzerins gefriert die Körperflüssigkeit des Zitronenfalters nicht. Außerdem scheidet er zu Beginn der Winterzeit einen Teil seiner Körperflüssigkeit aus und lässt praktisch alles Wasser ab, das er nicht braucht. So kann der Zitronenfalter Temperaturen bis deutlich unter minus 10 °C überstehen.

Zitronenfalter werden schon von wenigen wärmenden Sonnenstrahlen zu neuem Leben erweckt und an warmen Wintertagen kurzzeitig aktiv. Bereits im Februar/März erwacht der Zitronenfalter dann definitiv aus seiner Winterstarre. Nach der Paarung und der Eiablage im April schließt sich dann sein Lebenszyklus. Nur wenige der überwinterten Falter erleben das Schlüpfen der nächsten Generation und sterben kurz darauf.

Quelle:

Jaun, A.; Joss, S.: Auf der Wiese. Natur erleben – beobachten – verstehen, Haupt Verlag 2011

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