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Artikel

Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Auf die Plätze – fertig – Moos

"Wettrennen" der Moospolster
Abb. 1: In den Northwest Territories von Kanada laufen die Moose um die Wette (Foto: W. Bleeker, Natural Resources Canada).

Was ist denn hier los? Grimmia ovalis und Niphotrichum ericoides, zwei in Nordamerika vorkommende Moose, laufen in den Northwest Territories von Kanada um die Wette – so könnte man meinen. Tatsächlich bewegen sich die Moose nach unten und hinterlassen eine deutliche Spur auf dem Fels. Allerdings benötigen die Pflanzen für diese Strecke mehrere Jahre.

Wissenschaftler vermuten, dass im Frühjahr und Herbst, wenn sich regelmäßig Bodenfröste einstellen, unter den Moospolstern Wasser gefriert und wieder auftaut. Zwischen dem Gefrieren und dem Auftauen bildet sich eine Gleitschicht und die Pflanzen wandern dann – der Schwerkraft folgend – immer eine kurze Strecke den Fels hinab. Soweit die Erklärung der galoppierenden Moose.

Was können die Moose noch?

Grimmia ovalis und Niphotrichum ericoides gehören zur Ordnung der Laubmoose (Grimmiales). Es handelt sich um lichtliebende Moose, die Gesteine und Felsen bevorzugt besiedeln und ausgesprochen resistent gegen Austrocknung sind. Häufig besitzen sie sogenannte Glashaare. Dabei handelt es sich um chlorophylllose, dünn auslaufende Blattpitzen (Glasspitzen). Mit diesen "Glashaaren" zerstreuen die Pflanzen das Licht und schützen sich so vor einer zu intensiven Einstrahlung. Das Ovale Kissenmoos (Grimmia ovalis) hat eine weltweite Verbreitung und kommt auch in unseren Breiten häufig vor.

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