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Ulrich Wasem

Forschungsanstalt WSL

Eidg. Forschungsanstalt WSL
Störungsökologie
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Artikel

Autor(en): Ulrich Wasem
Redaktion: WSL, Schweiz
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Verschiedene Pflanztechniken

Wer Bäume pflanzen möchte, kann dies auf verschiedene Arten tun. Dieser Beitrag stellt Lochpflanzung, Winkelpflanzung und das Rhodener Pflanzverfahren vor.

Lochpflanzung

Lochpflanzung
Abb. 1 - Pfahlwurzler wie diese Eiche benötigen Lochpflanzung.
Foto: Ulrich Wasem (WSL)

Diese Pflanztechnik eignet sich für Topfpflanzen, Nacktwurzel- und Kleinballen-Pflanzen. Die Grösse der Löcher sollte man an das Pflanzensortiment anpassen, damit das Wurzelwerk eine natürliche Lage im Pflanzloch findet. Geeignete Werkzeuge sind:

  • Wiedehopfhaue
  • Hohlspaten
  • Hohlbohrer
  • Handhaue

Die Verwendung von Pflanzlochbohrern ist im steilen Gebirgswald aufwändig und nur auf flachen, tiefgründigen Standorten effizient.

Winkelpflanzung (T-Pflanzung)

Die Winkelpflanzung ist auf Bäume mit einem kleinen, flachen Wurzelwerk (z.B. Sämlinge) beschränkt. Weil die Wiedehopfhaue nur gerade ca. 15 cm tief in den Boden eindringt, ist dieses System nur für kleine Pflanzensortimente geeignet. Die Wurzeln werden bei diesem Verfahren einseitig in den Boden gepflanzt, was oft zu Wurzeldeformationen führt. Bei grösseren Bäumen sollte man die Wurzeln kurz schneiden, damit das Wurzelwerk bei der Pflanzung nicht stark deformiert wird und die bekannten "Entenfüsse" entstehen.

     
Arbeitsgerät Pflanzen am Hang  
Abb. 2 - Winkelpflanzung ist nur für kleine Bäumchen (Sämlinge) geeignet Abb. 3 - Im Bergwald hängt die Pflanztechnik oft vom Gelände ab: Lochpflanzung mit Wiedehopfhaue.  
Fotos: Ulrich Wasem (WSL)  
     

Das Rhodener Pflanzverfahren (Hartmann-Haue)

Rhodener Pflanzhaue
Abb. 4 - Die Hartmann-Haue hat ein deutlich längeres Hauenblatt
als die Wiedehopfhaue. Foto: www.fluegel-gmbh.de

Das Verfahren ist in der Schweiz noch wenig verbreitet und erst wenige Forstleute beherrschen diese Pflanztechnik. Für in manueller Arbeit geübte Personen ist die Technik zwar rasch erlernbar, doch eine ausreichende Schulung ist notwendig.

Die Hartmann-Haue hat ein deutlich längeres Hauenblatt als die Wiedehopfhaue und ist damit für Herz- und Pfahlwurzler besser geeignet. Alle Baumarten lassen sich bis zu einer Wurzellänge von 25 cm ohne Abknicken pflanzen. Die Wurzeln müssen nicht mehr so stark beschnitten werden. Oft erübrigt sich sogar ein Wurzelschnitt. Durch Blatt- und Flanschwechsel lässt sich dieses Verfahren optimal auf Boden und Wurzeltyp angepassen. Das Rhodener Pflanzverfahren ist flexibel und variierbar, weshalb sich Pflanzversuche im Gebirgswald lohnen dürften.

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