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Ulrich Wasem

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Störungsökologie
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Autor(en): Ulrich Wasem
Redaktion: WSL, Schweiz
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Aufforsten mit Hartwandcontainerpflanzen

Weltweit werden immer mehr Ballenpflanzen in Hartwandcontainern nachgezogen. Die Bäumchen eignen sich hervorragend auf Standorten mit geringer Vegetationskonkurenz.

Schema Hartwandcontainer
 
Windgeschütztes Beet
Fotos: Ulrich Wasem (WSL)
 
 

Hartwandcontainer sind mehrmals verwendbare Nachzuchtplatten aus Kunststoff. Bei diesem Pflanzennachzucht-System produziert man oberirdisch einwandfreie Pflanzen. Das Problem liegt aber in der Entwicklung der eingeengten Wurzeln. Deutlich sichtbare Deformationen des Wurzelwerks verschiedener Baumarten waren der Grund, warum man dieses Nachzuchtsystem genauer untersucht hat: Ein Pflanzschock konnte nicht beobachtet werden. Alle Testaufforstungen registrierten ein gutes Höhenwachstum. Die Bäume entwuchsen der Krautschicht schnell.

Die Container-Nachzuchtplatten werden laufend verbessert. Häufig verwendete Systeme sind z.B. Quickpot, Sterncontainer, Hikkocontainer, Lieco. Die neuere Container-Generation hat Wurzelführungsrippen, welche die Wurzeln am Rand nach unten gegen einen offenen Topfboden kanalisieren. Die Anzuchtplatten werden etwa 20 cm über dem Boden in einem Containerquartier aufgestellt. Durch das Hochstellen der Platten und die offenen Topfböden erreichen die Wurzelspitzen bald den Luftraum und können nicht mehr weiterwachsen. Das wirkt sich wie ein Wurzelschnitt aus (air pruning).

Auf dem Markt sind verschiedene Containergrössen erhältlich. Schnellwüchsige Baumarten sät man direkt ein. Sie bleiben nur eine halbe bis eine ganze Vegetationsperiode in den Hartwand-Containern. In verschiedenen Testpflanzungen haben sich schnell wachsende Baumarten wie Bergföhre, Lärche, Bergahorn, Birke und Vogelbeere gut bewährt. Kleine Bäume aus Container-Nachzucht eignen sich hervorragend auf Standorten mit geringer Vegetationskonkurenz.

Vor- und Nachteile

Rationelle Nachzuchtsysteme mit Kleincontainern sind zwar praktisch in der Handhabung und garantieren einen guten Anwuchserfolg. Zu kleine Container, die nicht auf die Bedürfnisse der Pflanzen ausgerichtet sind, lösen aber Wurzeldeformationen aus. Die Standfestigkeit der künftigen Bestände ist dann bereits bei deren Begründung in Frage gestellt.

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