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Dr. Alwin Janßen

ASP

Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht
Forstamtsplatz 1
83317 Teisendorf

Telefon: +49 (8666) / 9883-13
Telefax: +49 (8666) / 9883-30

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Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Die Walliser Trockentanne in Bayern

Tannenzweig
Abb. 1: Bei den zu erwartenten Klimaszenarien werden andere Tannenherkünfte interessant (Foto: mondstein, pixelio).

Die Walliser Trockentanne ist eine trockenresistente und wärmeliebende Tannenherkunft. Das macht sie für die zu erwartenden Klimaszenarien interessant. Das Amt für Saat und Pflanzenzucht (ASP) brachte die Herkunft Ochsenboden aus der Region Wallis auf drei Versuchsflächen (Tab. 1) aus und verglich ihre Wuchsleistung mit lokalen Herkünften.

Fichtelgebirge

Die Fläche wurde 1984 mit 2+2 Pflanzen angelegt. Von der Walliser Herkunft Ochsenboden wurden jeweils 100 wurzelnackte und 100 Kleinballenpflanzen ausgebracht, von der lokalen Herkunft (827 07 Bayerischer und Oberpfälzer Wald) nur 100 wurzelnackte Pflanzen.

Nach 20 Jahren war die Walliser Herkunft in der Wüchsigkeit der lokalen Herkunft deutlich überlegen. Zudem war letztere fast doppelt so oft ausgefallen wie die Walliser Herkunft und weist deutlich mehr und stärkere Schälschäden auf. Die Kleinballenpflanzen waren in der Wüchsigkeit etwas besser als die wurzelnackten Pflanzen.

Nordhalben und Bad Reichenhall

Auf diesen Flächen wurden 26 Herkünfte aus Deutschland und dem europäischen Ausland miteinander verglichen, unter anderem die Walliser Trockentanne. Diese hat sich auf beiden Flächen gut behauptet.

Bad Reichenhall: die Wuchsleistung erreichte mittleres Niveau, die Ausfälle lagen bei neun Prozent

Nordhalben: in der Wuchsleistung erreicht sie nur Rang 21 (die einheimischen Herkunft 827 07 Zwiesel belegte Rang 26), die Ausfälle lagen mit 53 Prozent über dem Mittel der Fläche (41 Prozent)

Insgesamt befindet sich die Fläche Nordhalben auf einem sehr ungünstigen Standort. Alle Herkünfte litten unter Spätfrost.

Fazit

Die Anbauversuche zeigen, dass die Walliser Trockentanne unter den derzeit bei uns herrschenden Standorts- und Klimabedingungen zufriedenstellend wächst. Zwar gibt es Herkünfte, die ihrem Wuchs überlegen sind, aber bei der zu erwartenden Klimaerwärmung kann sich das schnell ändern.

Ab 2009 sind in Unterfranken neue Anbauversuche geplant. Sollte sich die Walliser Trockentanne dort auch so gut bewähren, könnte eine gezielte Einbringung dieser Herkünfte in trockeneren Regionen Bayerns empfohlen werden.

Tab. 1: Lage- und Klimadaten
Fläche / Standort
Breiten- / Längengrad
Höhe ü. NN [m]
Expositon Mittl. Jahrestemp. [C°]
Jahresniederschlag [mm]
Walliser Trockentanne Ochsenboden; CH
46° 17´
7° 34´
1.000 - 1.500
NW
8,5
572
Anbauversuch WTa Fichtelberg
49° 57´
11° 51´
700
SW
5,0
1.000 - 1.200
WTa-Provinienzversuch Nordhalben
50° 23´
11° 28´
620
S
7,4
700
WTa-Provinienzversuch Bad Reichenhall
47° 47´
12° 50´
850
N
6,3
1.840

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