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Autor(en): Redaktion waldwissen.net – LWF
Redaktion: LWF, Deutschland
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Japanische Birken im Anbauversuch

Maximowicz-Birke
Abb. 1: Die Blätter der Maximowicz-Birke ähneln denen der Linde (Foto: ASP).

Die Maximowicz-Birke (Betula maximowicziana) ist auf den japanischen Inseln Hokkaido und Hondo beheimatet. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wächst sie in Wäldern, die reich an Baum- und Straucharten sind. Als Pionierbaumart gedeiht sie auf zahlreichen Standorten. Allerdings bevorzugt sie mäßig frische bis frische Lehmböden der kollinen und submontanen Stufe. Die Maximowicz-Birke ist langlebiger als die europäischen Birken und erreicht Höhen von 30 Metern und Durchmesser von 60 Zentimetern. Gegen Sommertrockenheit und Schneedruck ist sie unempfindlicher als die heimischen Birken. Durch ihre großen, lindenähnlichen Blätter (Abb. 1) ist sie unverwechselbar. Ihr werden gute Schaftformen und ein rasches Jugendwachstum nachgesagt.

Anbauversuche mit der Japanerin

Diese Eigenschaften machen die japanische Birke auch für unsere Forstwirtschaft interessant. Daher wurden mit ihr seit Mitte des 20. Jahrhunderts Anbauversuche in Deutschland durchgeführt, die verschiedene Ergebnisse hervorbrachten (vgl. LWF Wissen 28). Im Frühjahr 2006 wurden vom Bayerischen Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP) bei Tännesberg (Oberpfalz) und Freilassing (Oberbayern) Versuchsflächen mit der japanischen Maximowicz-Birke und den heimischen Arten Sandbirke und Moorbirke angelegt.

Erste Ergebnisse aus dem neuen Versuch

Die ersten Aufnahmeergebnisse der beiden Flächen zeigen, dass die Ausfallquote der Japanbirke mit 25 Prozent etwa auf dem Niveau der heimischen Birken liegt. Allerdings leidet sie stärker unter der Konkurrenzvegetation (Brombeere) und benötigt daher mehr Pflege. Ihr mittlerer Brusthöhendurchmesser (BHD) liegt mit 2,9 Zentimetern etwas unterhalb dem der Sandbirke. Im Höhenwachstum ist die Japanbirke der Sand- und Moorbirke überlegen. Auf der Freilassinger Fläche überragt sie die benachbarten Sandbirken durchschnittlich um 24 Zentimeter.

Beste Qualität

Besonders fällt die überdurchschnittliche Schaftqualität der Japanbirke auf. Knapp drei Viertel (73 Prozent) zeigen geradschaftige Formen. Bei den europäsichen Birken kann nur ein gutes Drittel diese Qualität aufweisen. Dies bestätigt die Tatsache, die der Maximowicz-Birke nachgesagt wird: die gute Schaftform. Das ASP wird die Versuch in den nächsten Jahren fortsetzen und mit Recherchen zur Herkunftsfrage ergänzen.

Quellen:

  • Faust, K. (2011): Japanische Maximowicz-Birken im Anbauversuch. LWF aktuell 80, S. 28. (PDF, 193 KB)
  • Liesebach, M. (2000): Anbauversuche mit fremdländischen Birken. LWF Wissen 28, S. 71 – 81. (PDF, 134 KB)

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