Suche

    
Suche nur in dieser Rubrik

Erweiterte Suche

Kontakt

Andreas Zingg

Forschungsanstalt WSL

Eidg. Forschungsanstalt WSL
Bestandesdynamik und Waldbau
Zürcherstrasse 111
CH - 8903 Birmensdorf

Tel: +41 44 739 23 35
Fax: +41 44 739 22 15

Die waldwissen.net-App!

App Waldwissen

Waldwissen Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie vier, fünf Mal jährlich per E-Mail über spezielle Beiträge und Waldwissen-Aktivitäten. Ihre E-Mail-Adresse wird lediglich zum Zweck der Zustellung des Newsletters verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit aus dem Newsletter heraus abmelden oder Ihre Einwilligung per E-Mail an uns widerrufen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

Ihr E-Mail*

Artikel

Autor(en): Andreas Zingg
Redaktion: WSL, Schweiz
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 81.081.081.081.081.0 (47)

Dauerwald – ein neues altes Thema der Waldwachstumsforschung

Seit 100 Jahren untersuchen Schweizer Waldforscher auf verschiedenen Versuchsflächen die so genannten Plenterwälder. Wie unterscheiden sich diese Wälder von den übrigen Formen des Dauerwaldes? Was sind die Ursprünge des Plenterwaldes?

Plenterwald
Plenterwald
Abb. 1 - Klassischer Plenterwald mit Tanne, Fichte und Buche sowie einzelstammweiser Nutzung
Fotos: Ulrich Wasem (WSL)

Die Begriffe Dauerwald oder Plenterwald charakterisieren Waldbestände, in denen "geplentert" wird. Dieses naturnahe Waldpflege- und Waldnutzungskonzept hat mehrschichtige, mehr oder weniger ungleichaltrige Bestände zum Ziel. Der Wald soll dauernd bestockt sein (keine Kahlflächen) und dauernd einzelstammweise oder in Gruppen natürlich verjüngt werden. Bei dieser Nutzungsform kann sich kein gleichaltriger Wald entwickeln, sondern es entstehen strukturreiche Bestände. Dauer- und Plenterwälder zeichnen sich durch eine charakteristische, klar definierte Durchmesserverteilung aus.

Schweizer Waldforscher betreiben seit 1905 Versuchsflächen in "klassischen Plenterwäldern" (zusammengesetzt aus Fichte, Tanne und Buche), aber auch in Beständen mit anderen Baumarten. Diese Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass auch mit anderen Baumartenkombinationen als Tanne-Fichte-Buche geplentert werden kann. In Fichten-Lärchen-Arven-Beständen oder in Fichten-Reinbeständen der höheren Lagen unterscheiden sich allerdings die Strukturen und Gleichgewichtszustände vom klassischen Plneterwald. Ähnliche Erfahrungen macht man in Deutschland mit Buchen-Plenterwäldern oder in den südlichen USA mit Föhren- und Eichenplenterwäldern.

Um mehr über die Möglichkeiten der Dauerwaldbewirtschaftung zu erfahren, hat die Forschungsanstalt WSL in den letzten Jahren neue Dauerwald-Versuchsflächen angelegt. Die Fragen lauten:

  • Wie lassen sich Plenterbestände schaffen?
  • Wie können sie langfristig erhalten werden?
  • Welche wirtschaftlichen Ergebnisse sind zu erwarten?
 
Waldmodell
Abb. 2- Plenterwald mit Tannen und Fichten (oben) und laubholzreicher Dauerwald (unten). Die Durchmesserverteilung unterscheidet sich kaum, wohl aber die Höhenverteilung.

Download

Mehr im Web

Mehr auf waldwissen.net