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Dr. Rudi Suchant

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Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
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Artikel

Autor(en): R. Suchant, K. Opeker, W. Nain
Redaktion: FVA, Deutschland
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Der Kirschen-Mittelwald

Baum des Jahres 2010: Die Vogelkirsche
Foto: FVA

Ökonomische und ökologische Alternative für den Niederwald

Projektgebiet Mittlerer Schwarzwald
Abb. 1: Blühende Kirschbäume auf der Mittelwald-Versuchsfläche.

Nur noch auf 0,4 % der Waldfläche Baden-Württembergs stocken Niederwälder. Diese Seltenheit und eine häufig reichhaltige Strukturierung mit einer besonderen Pflanzen- und Tierartengemeinschaft machen den Niederwald zu einem aus Naturschutzsicht wertvollen Landschaftselement.

Eine Charakterart für den bewirtschafteten Niederwald ist das Haselhuhn. Seine Lebensraumansprüche werden in der hier vorgestellten Arbeit als Indikator für die ökologische Wertigkeit von verschiedenen Alternativen der Niederwaldbewirtschaftung angesehen.

Alternativen zum Stockausschlagbetrieb sind dringend notwendig, da kein Privatwaldbesitzer es sich leisten kann einen hohen Aufwand ohne Ertrag auf Dauer zu erbringen. Der beschriebene Kirschen-Mittelwald ist eine ökologische Alternative, weil er einen ähnlichen oder sogar noch vielfältigeren Struktur- und Artenreichtum wie der Niederwald aufweist. Als ökonomische Alternative ist der Kirschenanbau deshalb so attraktiv, weil er bei einem gegenüber der Fichte um 39 % geringeren Aufwand einen nur geringfügig geringeren Reinertrag erbringt und beim Roheinkommen mit der Fichte sogar gleichzieht.

Bei einem Anbauversuch "Kirschen-Mittelwald" konnte für die Anfangsphase des Behandlungsmodells gezeigt werden, dass die Höhenentwicklung in den ersten Jahren sehr rasch verläuft. Einen Einfluss auf den Höhenzuwachs hat der Standort und die Konkurrenz der Stockausschläge. Auf frischem Standort und ohne direkte Bedränger wachsen die Kirschen deutlich besser.

Die bisherigen Erfahrungen auf den Versuchsflächen bestätigen andere Feststellungen und Untersuchungen, nach denen die Kirsche sich sehr gut für den Mittelwaldbetrieb und damit als Alternative zum Niederwald eignet. Eine weitere Bestätigung in ökologischer Hinsicht ist die Tatsache, dass auf einer der beiden Flächen bereits 3 Jahre nach Versuchsbeginn ein Haselhuhn beobachtet wurde.

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