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Originalartikel: Cech, T. L. (1994): Nadelkrankheiten und Kronenzustand der Fichte (Picea abies). Forstschutz Merblatt Nr. 10, Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien, 10 Seiten
Autor(en): Thomas L. Cech
Online-Version: Stand: 07.02.2011
Redaktion: BFW, A

Fichtennadelröte - Tiarosporella parca

Fichtennadelröte
Typisches Erscheinungsbild von Tiarosporella parca

Tiarosporella parca kann ebenso wie Lophodermium piceae endophytisch in Fichtennadeln vorkommen. Der Verbreitungsschwerpunkt dieser Pilzart liegt in montanen Wäldern der Alpen, wo sie vorwiegend in Nadeln von Altfichten als Endophyt nachgewiesen werden konnte. Ähnlich wie Lophodermium piceae bleibt Tiarosporella längerfristig symptomlos.

Im Allgemeinen entstehen ihre Fruchtkörper an den im Herbst abgestoßenen ältesten Nadeln, wenn diese bereits tot sind. Aber auch beim plötzlichen Schütten mehrerer Jahrgänge unter Rotfärbung der Nadeln sind Fruchtkörper von Tiarosporella eine häufige Begleiterscheinung. Es wird angenommen, dass ähnliche Stressfaktoren wie bei Lophodermium piceae die Vermehrung des Mycels in der Nadel auslösen. Es könnte daher eine gewisse Konkurrenz zwischen den beiden Pilzarten bestehen.

Die Fruchtkörper von Tiarosporella entwickeln sich hauptsächlich während der Wintermonate. Während der übrigen Jahreszeiten können sie nur in geringen Zahlen nachgewiesen werden.

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Bestimmungsschlüssel für Nadelkrankheiten an Fichte