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Doris Hölling

Forschungsanstalt WSL

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Artikel

Autor(en): Doris Hölling
Redaktion: WSL, Schweiz
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Der Asiatische Laubholzbockkäfer in Europa

2001 konnte dieser als besonders gefährlich eingestufte Quarantäneschädling erstmals in Europa im Freiland nachgewiesen werden. Seither werden immer wieder neue Befallsorte entdeckt.

ALB-Freilandbefall in Europa
Abb. 1 - Die Karte zeigt den derzeitig bekannten ALB-Freilandbefall in Europa: Rot sind diejenigen Befallsgebiete, die derzeit noch unter Monitoring stehen, grün diejenigen, die bereits erfolgreich getilgt worden sind.  Anklicken zum Vergrössern!
 
Verpackungsholz
Abb. 2 - Lattenkiste  – beladen mit Granitsteinen aus China.

Foto: Doris Hölling (WSL)

 
Bergahorn
Abb. 3 - Ahorn gehört neben Weiden, Birken und Rosskastanien zu den beliebtesten Wirtsbaumarten.

Foto: Doris Hölling (WSL)

Eingeschleppt wird diese invasive Käferart mit Verpackungsholz. Vorwiegend in Holzpaletten und Lattenkisten als Verpackung von chinesischem Granit. Seine Eier kann der Käfer nur in lebendem Holz ablegen, die Entwicklung dagegen kann er in Holzlatten abschliessen.

Ordnungsgemäss hitzebehandeltes Verpackungsholz würde eine Käferentwicklung während der Verschiffung oder im Zielland verhindern. Leider finden sich oft nur die entsprechenden Stempel auf der Importware – die Hitzebehandlung fehlt aber oder wurde nicht sorgfältig genug ausgeführt.

Der eingeschleppte Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) befällt verschiedene einheimische Laubholzarten – auch gesunde Bäume – und kann sie binnen weniger Jahre zum Absterben bringen.

Konsequente Bekämpfung ist angesagt

Der Laubholzbockkäfer ist meldepflichtig und muss konsequent bekämpft werden. Alle Daten in Europa werden der EPPO (European and Mediterranean Plant Protection Organization) gemeldet. Die EPPO ist die zentrale Anlaufstelle der europäischen Kooperation (50 Länder) im europäischen und mediterranen Pflanzenschutz – bestehend seit 1951.

Alle Angaben in diesem Artikel zu den Freilandbefällen basieren auf den EPPO-Meldungen.

Acht Freiland-Befallsherde in Europa konnten bisher getilgt werden. Alle anderen stehen weiterhin unter Monitoring.

Erst, wenn an einem Befallsort mindestens zwei Generationen hintereinander keine Tiere oder Symptome mehr festgestellt werden, gilt der Befall als getilgt. In Gebieten, wo die Entwicklungszeit aufgrund der Vegetationszeit verlängert ist oder bei verzettelten Entwicklungen kann die Frist auch drei befallsfreie Generationen betragen.

Das Monitoring erfolgt visuell durch speziell geschulte Baumkletterer und wird an einigen Befallsherden noch durch ausgebildete Spürhundeteams unterstützt. Wissenschaftler bestimmen die Käfer, Larven Puppen oder Eier ebenso wie die gefundenen Symptome. Manchmal wird zur eindeutigen Identifikation auch eine DNA-Analyse hinzugezogen.

Befallsherde in Europa

Österreich

Alle österreichischen Freilandbefälle stammen aus Oberösterreich:

Im Juli 2001 wurde der Asiatische Laubholzbockkäfer – erstmals in Europa – aus Braunau am Inn (nahe der deutschen Grenze) gemeldet. Seine Ausrottung dort dauerte 12 Jahre. Seit 2013 gilt der Befall als getilgt.

Leider wurde der Käfer im gleichen Jahr bei Baumpflegemassnahmen aus Gallspach, erneut gemeldet. Das Monitoring läuft dort noch.

Und 2012 kam eine Meldung aus dem Innkreis aus St. Georgen/Geinberg hinzu. Hier fand man ein Ausflugloch und drei Bäume mit lebenden Larven. Seit Ende 2016 gilt dieser Befall als getilgt.

Frankreich
Auswurf von Spänen am Stammfuss
Abb. 4 - Zahlreiche Auswurfspäne am Fusse eines befallenen Baumes. Die Menge sowie die unterschiedlich alten Ausfluglöcher deuten auf einen älteren Befall hin.

Foto: Beat Forster (WSL)

 
gelagerte Paletten
Abb. 5 - Mit Holzverpackungen gelangen die Quarantäneschädlinge nach Europa. Teilweise schlüpfen die Käfer bereits auf der Überfahrt im Container. Aber auch im gelagerten Abfallholz können sie sich noch zu Ende entwickeln und ausfliegen.

Foto: Doris Hölling (WSL)

In Frankreich trat diese invasive Käferart erstmals 2003 auf. Mittlerweile ist sie aus fünf Regionen bekannt. Ein Befall gilt als getilgt.

Region Centre-Val de Loire:
Im Mai 2003 wurden in der Industriezone von Gien zahlreiche Käfer, Puppen und Larven sichergestellt werden. Es handelte sich um einen relativ alten Befall. Auch in den Jahren 2004 bis 2008 entdeckte man dort nochmals Käfer und befallene Bäume. Und im Jahr 2016 wurden erneut Symptome gefunden.

Region Pays de la Loire:
2004 trat der Käfer auch in Saint Anne sur Brivet auf. Hier wurden bis 2005 zahlreiche Larven, Käfer und Eier sowie mehr als 77 befallene Bäume gefunden. 2006 fand man lediglich einen Käfer. Heute gilt dieser Befall als getilgt.

Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine:
2008 wurden in Strasbourg am Hafen ein Käfer sowie zwei befallene Pappeln entdeckt. Im Zuge des Monitorings kamen neben toten Käfern und Puppen mehrere Hundert Larven  und Eier zum Vorschein. 2010 wurden auf drei Ahornbäumen Ausfluglöcher entdeckt. Im Stamminneren wurden noch Larven unterschiedlichen Alters sowie schlupfbereite Käfer angetroffen. Man geht hier davon aus, dass der Befall aus dem Jahr 2003 stammt und zwei Generationen  lang unentdeckt geblieben ist. Als Einschleppungsweg wird hier Verpackungsmaterial von chinesischen Granitlieferungen angenommen.

Region Korsika:
Im Juli  2013 meldeten in Furiani zwei Hausbesitzer zahlreiche Käfer und Symptome des ALB. Von Pflanzenschutz-Inspektoren wurden am gleichen Tag weitere  befallene Bäume mit Eiablagen sowie 60 Käfer gefunden. In der Nähe der Fundorte sind zahlreiche Firmen ansässig, bei denen Verpackungsholz anfällt. 

Region Auvergne-Rhône-Alpes:
Im Spätsommer 2016 meldete ein Bewohner aus Divonne-Les-Bains einen weiteren ALB-Befall. Zahlreiche Ahorne waren befallen. Auch lebende Käfer und zahlreiche Larven sowie Eiablagen und unterschiedlich alte Ausfluglöcher wurden im Stadtgebiet angetroffen.

Deutschland
Schönebach
Abb. 6 - Befallene Bäume an der Strasse bei Schönebach (Bayern); oben rechts das Ausflugloch eines Käfers in einem der Strassenbäume.

Foto: Doris Hölling (WSL)

 
ALB mit weisser Fleckung
Abb. 7 - Die Asiatischen Laubholzbockkäfer in Europa weisen eine weisse Fleckung auf.

Foto: Doris Hölling (WSL)

 
Bayerischer ALB mit anderer Farbverteilung
Abb. 8 - In Bayern fiel ein ALB auf mit einer etwas anderen Zeichnung. Einzelne Flecken wie bei den übrigen Käferfunden waren hier nicht mehr zu unterscheiden.

Foto: Doris Hölling (WSL)

Der erste Freilandbefall in Deutschland wurde 2004 gemeldet. Inzwischen ist der Quarantäneschädling aus vier Bundesländern bekannt. Ein Befallsherd konnte inzwischen getilgt werden.

Bayern:
Im Jahr 2004 trat der ALB erstmals in Deutschland im Freiland auf. In Neukirchen am Inn konnten sämtliche Entwicklungsstadien und Symptome festgestellt werden. Die Bekämpfung und das intensive Monitoring führten dazu, dass der Befall seit Ende 2015 als getilgt gilt.
Mittlerweile ist die Käferart aus dem Grossraum München ebenfalls aus dem Freiland gemeldet worden: 2012 Feldkirchen und 2014/2015 Neubiberg.
Auch in der Nähe von Augsburg in Ziemetshausen, Ortsteil Schönebach wurde die invasive Käferart 2014 festgestellt. Einige Bäume wiesen einen starken Befall auf.
Im April 2016 wurde von einem Pflanzeninspektor ein ALB-Befall im Hafengebiet Kelheim gemeldet. Es handelt sich um einen stärkeren Freilandbefall an 18 Ahornbäumen, deren Äste zum Teil bereits tot waren. Vermutlich sind die Käfer mit Verpackungsholz eingeschleppt worden.
Im Oktober 2016 wurde ein weiterer Freilandbefall aus Murnau gemeldet. Die Pflanzenschutzinspektoren stellten Befallssymptome an 19 Bäumen (Ahorn und Rosskastanie) in öffentlichem und privatem Grün sowie entlang einer Bahnlinie fest. Es handelte sich dabei um frische und alte Ausbohrlöcher und Eiablagen sowie brüchige Äste und Kronenbereiche. Beim Monitoring ab 2017 kommen neben visueller Inspektion auch Pheromonfallen, Fangbäume und Spürhunde zum Einsatz.

Nordrhein-Westfalen:
2005 wurde ein weiterer Freilandbefall in Bornheim, in unmittelbarer Nähe eines Granitsteinimporteurs, entdeckt, 2009 noch ein weiterer in Alfter mit drei stark befallenen Ahornen.

Baden-Württemberg:
Seit 2012 wird der Quarantäneschädling auch von Weil am Rhein aus dem Hafengebiet gemeldet.
Im Frühsommer 2015 gelang es Spürhunden in Grenzach-Wyhlen bei routinemässigen Überwachungen durch das Landratsamt zwei leere Eihüllen sowie eine Larve im Frühstadium aufzuspüren.
Da die Überwachungsbereiche beider Befallsorte zum Teil auf Schweizer Gebiet ragen, werden sie auch dort überwacht.
Anfang August 2016 fand ein Hauseigentümer in der Gemeinde Hildrizhausen (Kreis Böblingen) einen Käfer in seinem Garten. Bei der sofort eingeleiteten Suche, auch mit Spürhunden, wurden weitere 14 Käfer und acht befallene Bäume entdeckt.
Kurz darauf wurde auch aus der Gemeinde Altdorf, ebenfalls Kreis Böblingen, ein Käfer gemeldet. Allerdings blieb hier die Suche nach Ausfluglöchern, anderen Befallssymptomen oder weiteren Käfern ergebnislos. Möglicherweise wurde dieses Tier mit einem Fahrzeug oder Brennholz verschleppt.

Sachsen-Anhalt:
2014 deckte man einen grösseren ALB-Befall in Magdeburg auf. 2015 wurden dort Spürhunde eingesetzt. 2016 kamen auch 50 Fangbäume sowie 200 Pheromonfallen zum Einsatz. Diese brachten acht weitere Käferfunde zu Tage.

Italien

In Italien trat der Asiatische Laubholzbockkäfer erstmals 2007 in der Lombardei auf. Später wurde er noch aus drei weiteren Regionen gemeldet.

Region Lombardei:
Im Juni 2007 wurde die invasive Käferart in Corbetta in einem privaten Garten entdeckt. Ein Ahorn und drei Birken wiesen dort Befallssymptome auf.
Im März 2010 entdeckte man zwei befallene Ahornbäume in Vittuone. 2011 und 2012 wurden dort keine Befallssymptome mehr registriert.
2013 fand man zwei befallene Ahornbäumen in Sedriano. Es wird vermutet, dass der Befall im Zusammenhang mit einer ehemals dort ansässigen Firma steht, die mit Verpackungsmaterial gearbeitet hatte.

Region Venetien:
2009 wurde in einem Garten in Cornuda ein befallener Ahorn gefunden.
2010 entdeckte man eine befallene Baumgruppe in Maser.

Region Marche:
Im August 2013 wurden in einem privaten Garten in Grottazzolina Ausfluglöcher und Eiablagen an einem Ahorn festgestellt.

Region Piemont:
2018 wurden im Piemont zwei neue Freilandbefallsherde entdeckt:
Im Juli in Vaie (Provinz Turin). Es waren zwei Ahornbäume in einem städtischen Park betroffen, 23 Ahorne entlang einer Strasse und eine Weide. Auf den beiden 12 m hohen Parkbäumen fand man Käfer, Larven, Eier und Ausfluglöcher, auf den anderen, kleineren Bäumen v. a. Eiablagen. Phytosanitäre Massnahmen wurden sofort eingeleitet. Zudem kamen auch Insektizide zum Einsatz.
Im September 2018 entdeckte man ausserdem vier befallene Ahornbäume in Cuneo (Provinz Cuneo). Auch hier wurden unverzüglich phytosanitäre Massnahmen eingeleitet. Bei beiden Freilandbefällen ist der Einschleppungsweg bislang unbekannt.

Niederlande

In den Niederlanden wurde der Asiatische Laubholzbockkäfer aus zwei Provinzen gemeldet. Beide Vorkommen sind inzwischen getilgt.

Provinz Flevoland:
2010 wurde der Schädling erstmals in den Niederlanden in Almere entdeckt. Auffällig war hier, dass zwar lebende und tote Käfer sowie Larven im Industriegebiet gefunden wurden, aber keine Eier. Einige Ausfluglöcher waren vermutlich bereits drei Jahre alt. Der Befall gilt mittlerweile als getilgt.

Provinz Gelderland:
2012 kam noch ein Befallsherd in Winterswijk dazu. Auch hier waren die Ausfluglöcher zum Teil bereits drei Jahre alt. Vier Jahre später – 2016 – wurde dieser Befall als getilgt gemeldet.

Schweiz
Asiatischer Laubholzbockkäfer mit gelblicher Zeichnung
Abb. 9 - Lediglich in Marly (Schweiz) – als einzigem Standort in ganz Europa – wurden neben weiss gefleckten Käfern zahlreiche Tiere mit gelblicher Zeichnung gefunden. Informationen zum ALB finden Sie im Merkblatt der WSL.

Foto: Doris Hölling (WSL)

 
Käfer mit nur spärlicher weisser Fleckung
Abb. 10 - Einige der Käfer aus Berikon (Schweiz) zeigen eine etwas spärlichere Fleckung, sodass die Tiere auf den ersten Blick fast schwarz wirken.


Foto: Doris Hölling (WSL)

In der Schweiz ist der ALB aus drei Kantonen gemeldet worden. Zwei Befälle konnten inzwischen getilgt werden.

Kanton Freiburg:
Der erste Befall wurde 2011 in Brünisried registriert. Auffällig war, dass trotz intensiver Suche keine Ausfluglöcher zu finden waren. Wie sich 2014 herausstellte, beruht dieser Freilandbefall auf einer Verbringung von befallenem Brennholz aus Marly, einem Befallsherd, der erst 2014 entdeckt wurde.
Dies macht deutlich, dass nicht nur möglicherweise befallene Bäume kontrolliert werden, sondern auch Brennholzstapel beim Monitoring berücksichtigt werden müssen.
In Brünisried zeigte sich aufgrund der Höhenlage und der damit verbundenen kürzeren Vegetationszeit, dass eine ALB-Entwicklung unter derartigen Bedingungen auch zweieinhalb Jahre betragen kann, was zu einer verzettelten Entwicklung an diesem Standort führte.

2012 wurden in Brünisried weder Käfer oder Symptome gefunden. 2013 fand man dagegen erneut Käfer, ausserdem auch Larven und Ausfluglöcher. Ab diesem Zeitpunkt wurden hier vergleichbare Bekämpfungsmassnahmen wie im Befallsgebiet in Winterthur durchgeführt. Nach vier befallsfreien Jahren gilt Brünisried, der erste Freilandbefall der Schweiz, seit Ende 2017 als getilgt.

Kanton Zürich:
2012 wurde ein Käferfreilandbefall im Stadtgebiet von Winterthur entdeckt. Eine Ahornallee war betroffen sowie zahlreiche Bäume aus der benachbarten Industriezone und dem Wohngebiet. An die 140 ausfliegende Käfer konnten ebenso sichergestellt werden wie zahlreiche Larven und Puppen sowie Eiablagen und Ausfluglöcher oder Spuren von Reifungsfrass.
Seit Winter 2016 gilt dieser Befall nach vier befallsfreien Jahren als getilgt. Dies zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, auch einen grösseren Freilandbefall innerhalb von vier Jahren zu tilgen!

Sowohl in Marly als auch in Winterthur konnte bei der Entdeckung des Befalls jeweils der Grossteil der ausfliegenden Käfer abgefangen werden.
Auffällig in Marly war, dass der Grossteil der Käfer eine gelbliche Fleckung hatte, was sonst bisher aus Europa noch nicht gemeldet worden ist.

Kanton Aargau:
Im September 2015 wurde ein weiterer Freilandbefall aus Berikon gemeldet. Auch hier konnte der Grossteil der ausfliegenden Käfer aus einem Ahorn sichergestellt werden. Einige der Käfer zeigten eine etwas spärlichere Fleckung, sodass die Tiere auf den ersten Blick fast schwarz wirken.

Grossbritannien

Erstmals wurde 2012 der Quarantäneschädling auch aus Grossbritannien aus der Grafschaft Kent nahe Paddock Wood gemeldet. Hier entdeckte man mehr als 200 lebende Larven.

Finnland

Im Oktober 2015 wurde der erste ALB-Freilandfund aus Finnland gemeldet. Es handelte sich um zwei Käfer, die auf einem Gehweg von einem Mitarbeiter einer Steinimportfirma in der Gemeinde Vantaa, (nahe Helsinki) gefunden wurden. Weitere Untersuchungen im Umkreis ergaben verdächtige Symptome wie Eiablagen an Birken und Weiden. Nach der Fällung dieser Bäume kamen Larven und ein schlupfbereiter Käfer zum Vorschein. Es wird vermutet, dass der Quarantäneschädling mit Holzverpackungsmaterial auf das Gelände der Steinimportgesellschaft gelangt ist. Man arbeitet dort neben visueller Inspektion auch mit Spürhunden und Pheromonfallen.

Montenegro

Seit Oktober 2015 gibt es auch eine ALB-Freilandmeldung aus Budva. Befallen war eine Weide. Der Ausgangspunkt dieses Befalls ist unbekannt. Die sofort eingeleiteten Kontrollmassnahmen waren bisher negativ.

Merkblatt: Invasive Laubholz-Bockkäfer aus Asien

Ein Merkblatt der Forschungsanstalt WSL dokumentiert Lebensweise und Bedeutung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) und des Chinesischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora chinensis). Es fasst die Verwechslungsmöglichkeiten mit einheimischen Arten zusammen und zeigt mögliche Bekämpfungsmassnahmen auf.

Download Merkblatt (PDF)

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