Suche

    
Suche nur in dieser Rubrik

Erweiterte Suche

Kontakt

Beat Forster

Forschungsanstalt WSL

Eidg. Forschungsanstalt WSL
Waldschutz Schweiz
Zürcherstrasse 111
CH - 8903 Birmensdorf

Tel: +41 44 739 23 67
Fax: +41 44 739 22 15


Beat Wermelinger

Forschungsanstalt WSL

Eidg. Forschungsanstalt WSL
Waldentomologie
Zürcherstrasse 111
CH - 8903 Birmensdorf

Tel: +41 44 739 22 58
Fax: +41 44 739 22 15


Die waldwissen.net-App!

App Waldwissen

Waldwissen Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie vier, fünf Mal jährlich per E-Mail über spezielle Beiträge und Waldwissen-Aktivitäten. Ihre E-Mail-Adresse wird lediglich zum Zweck der Zustellung des Newsletters verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit aus dem Newsletter heraus abmelden oder Ihre Einwilligung per E-Mail an uns widerrufen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

Ihr E-Mail*

Artikel

Autor(en): Dagmar Nierhaus-Wunderwald
Redaktion: WSL, Schweiz
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 83.083.083.083.083.0 (41)

Der Grosse Lärchenborkenkäfer – Biologie, Überwachung und forstliche Massnahmen

Nach Trockenperioden kann der Grosse Lärchenborkenkäfer in Lärchenbeständen ebenso empfindliche Ausfälle verursachen wie der Buchdrucker bei der Fichte. Schäden treten vor allem dort auf, wo man die Lärche als Gastbaumart gepflanzt hat. Ein Merkblatt der Forschungsanstalt WSL fasst alle wichtigen Informationen zum Grossen Lärchenborkenkäfer zusammen.

Lärchenwald
Abb. 1 - Lärchenwald
Foto: Ulrich Wasem (WSL)
 
Butbild des Grossen Lärchenborkenkäfers
Abb. 2 - Brutbild des Grossen Lärchenborkenkäfers (Ips cembrae)
Foto: Waldschutz Schweiz (WSL)

Beschreibung und Lebensweise

Der Grosse Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae) wird auch Achtzähniger Lärchenborkenkäfer genannt. Er kommt in Höhen von 400m bis ca. 2000m vor. In der subalpinen Stufe ist der Käfer auch an Arve anzutreffen. In den dickborkigen Teilen des Stammes kommt er zusammen mit dem Lärchenbock (Tetropium gabrieli) vor. Der Lärchenborkenkäfer ist den nahe verwandten Buchdruckern nicht nur äusserlich sehr ähnlich; auch in seiner Lebensweise hebt er sich nicht stark von ihnen ab.Während der Entwicklung des Käfers lassen sich verschiedene Frasstypen unterscheiden:

  • Brutfrass
  • Regenerationsfrass des Altkäfers
  • Reifungsfrass (Ernährungsfrass) des Jungkäfers
  • Geschwisterbrutfrass (zweite Brut eines Weibchens)
  • Schlechtwetterfrass

Forstliche Bedeutung

Im Gegensatz zu den sehr ähnlichen Buchdrucker-Arten besiedelt der Lärchenborkenkäfer auch dünne Stämme. Nach Trockenjahren kann es zu flächenhaftem Absterben in jüngeren Lärchenbeständen (ab Stangenholz) kommen. Besonders ausserhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes der Lärche verursacht der Käfer grosse Schäden. In Hochlagen richtet Ips cembrae meist keine grossen Schäden an. Befällt der Grosse Lärchenborkenkäfer normalerweise geschwächte Bäume, so kann er bei Massenvermehrungen auch auf vitale Lärchen übergehen.

Befallsmerkmale

  • Braunes Bohrmehl, das bei der Anlage von Rammelkammer und Brutgängen entsteht. Bohrmehlauswurf ist nur von nächster Nähe aus erkennbar.
  • So genannter Rindenspiegel: von Spechten über dem Einbohrloch abgeschlagene Borkenschuppen, die als helle Flecken am Stamm bereits von weiter Entfernung sichtbar sind.
  • Starker Harzfluss sowie aufgeworfene Rinde an Ästen.
  • Durch Käferfrass verursachte Triebabbrüche am Boden oder vom Wind geknickte vergilbende Lärchentriebe.
  • Rote oder gelbbraune Verfärbung der Krone.

Gegenmassnahmen

  • Ist in der Gegend Befall festgestellt, so darf kein unentrindetes Lärchenholz (ab 5cm Dicke) im Wald liegen bleiben.
  • Kontrolle aller gefährdeten Bestände auf Stehendbefall.
  • Dickrindige befallene Stämme sofort abführen, Gipfelteile verbrennen.
  • Dünnrindige befallene Stämme entrinden.
  • Bei der Bekämpfung im Winter sollte die Rinde verbrannt werden.
  • Fangbäume aufstellen und die angelockten Käfer durch Entrinden vernichten.
 
Der Grosse Lärchenborkenkäfer im Vergleich mit den Buchdrucker-Arten
Abb. 3 - Zum Verwechseln ähnlich (von links): Grosser Buchdrucker,
Kleiner Buchdrucker und Grosser Lärchenborkenkäfer.
Foto: FBVA, Wien

 

Download

Bestellen

  • Sie können das gedruckte Merkblatt kostenlos bei der WSL bestellen.
  • WSL e-shop
    Zürcherstrasse 111
    CH-8903 Birmensdorf
    e-shop @ wsl.ch

Mehr im Web

Mehr auf waldwissen.net