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Artikel

Autor(en): Michael Mößnang
Redaktion: LWF, Deutschland
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Insektenvertilgung im Walde durch Haushühner

Damals, vor 100 Jahren

Hühner

In Kiefernbeständen in der näheren Umgebung von Gehöften und Förstereien wurden während einer Spannerkalamität deutlich geringere Fraßschäden festgestellt. Diese waren auf die reichliche Vertilgung von Spannerpuppen durch Haushühner zurückzuführen. Auch im darauffolgenden Jahr wurde eine nur sehr geringe Anzahl von Spannern in den Beständen beobachtet, in die die Hühner eingetrieben wurden.

Angeregt durch diese Mitteilungen ordnete die preußische Regierung einen eigenen Versuch an. Hierzu wurden 100 Hühner gekauft und in Ställen aus Kiefernstangen und Drahtgeflecht untergebracht. Pflege und Überwachung der Hühner versah ein halb invalider Holzarbeiter. Ein Verlegen der Eier kam fast nie vor. Die Menge und Beschaffenheit der Eier war trotz der minderen Qualität der Hühner recht befriedigend. Die Kosten betrugen insgesamt 1.438,34 Mk. Berechnungen ergaben, dass 500 Hühner täglich eine Fläche von einem Hektar bei mäßig starkem Belag von Puppen reinigen können, und pro Hektar ein Aufwand von 10 bis 16 Mk. erforderlich ist.

Die vorliegende Mitteilung verfolgt hauptsächlich den Zweck, zur Vornahme weiterer Versuche anzuregen. Für Erstlingsversuche scheint die Umgebung der Forsthäuser, welche mitten im Walde liegen, der von diversen Insekten wie z. B. Spinnern, Spannern, Eulen, Blattwespen, Rüsselkäfern befallen ist, besonders geeignet.

Mariabrunn, 1904

Literatur

Sedlaczek (1904): Centralblatt für das gesamte Forstwesen, April 1904, S. 151-154