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Dr. Ralf Petercord

LWF

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft

Abt. Waldschutz
Hans-Carl-von-Carlowitz-Pl. 1
D-85354 Freising

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Artikel

Autor(en): Thomas Immler
Redaktion: LWF, Deutschland
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Borkenkäfer-Lagebericht aus dem Internet

Käfer und Puppen des Buchdruckers
Abb. 1: Fertig entwickelter Buchdrucker, daneben noch verpuppte Stadien (Foto: G. Lobinger).

Im Jahr 2004 wurde von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) während der Massenvermehrung von Buchdrucker und Kupferstecher ein Borkenkäfermonitoring eingerichtet. Aus dem bisherigen "Borkenkäfermonitoring an Brennpunkten" wird ab heuer ein flächendeckendes, dreistufiges Netz von Monitoringstandorten mit Schlitzfallen. Die aktuellsten Lageeinschätzungen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) sowie zeitnahe Informationen zum Brutgeschehen der Käfer durch Bruthölzer ergänzen die Fallenergebnisse. Die Waldbesitzer haben die Möglichkeit, sich über das Internet über die örtliche Gefahrensituation rasch und umfassend zu informieren.

Aktuelle Borkenkäfersituation im Internet

Das Borkenkäfermonitoring in Bayern erfolgt seit mehreren Jahren in 60 Revieren mit rund 300 Fallen. Die Rückmeldungen der Waldbesitzer sind positiv, das Medienecho hoch. Der besondere Wert des Systems liegt in der Sensibilisierung der Waldeigentümer. Dadurch konnte auch der Käferholzanfall in weiten Bereichen Bayerns in Grenzen gehalten werden. Wegen dieses erfolgreichen Aufbaus eines landesweiten Monitoringsystems für Borkenkäfer wurde dem Waldschutzteam der LWF, Frau Dr. Lobinger, Herr Dobler und Frau Reichert der Hanskarl-Goettling-Preis 2004 zuerkannt.

Karte Borkenkäfermonitoring
Abb. 2: Gefährdungspotenzial durch Buchdrucker in Bayern am 7.7.2006. Per Mausklick lassen sich für jede Region weitergehende Informationen abfragen, in diesem Fall neben den Daten der Falle z.B. ein Link auf ein Bild (vgl. Abb. 4) mit dem zeitlichen Verlauf der Schwärmkurve der vergangenen Tage (Quelle: www.borkenkaefer.org). 

Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf die Grafik klicken.

Aussagekräftig – aktuell – öffentlich

Es ist für die Aussagekraft des Monitorings erforderlich, die Verteilung der Fallen so anzupassen, dass die regionalen Unterschiede in der Käfergefährdung besser erkannt werden können. Die Information zum Schwärmverlauf an einem Fallenstandort wird mit einer aktuellen und örtlichen Lageeinschätzung durch die ÄELF verknüpft, um für einen Bereich die passenden Handlungsempfehlungen geben zu können. Klima, Boden und Wetterdaten aus den Waldklimastationen sowie regionale Besonderheiten fließen mit ein. Die Informationen stehen rasch und effizient für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.

Karte Borkenkäfermonitoring Detail
Abb. 3: Die Karten lassen sich vergrößern und es können bei Bedarf weitere geografische Elemente hinzugeschaltet werden (Quelle: www.borkenkaefer.org).

Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf die Grafik klicken.

Dichtes und flexibles Beobachtungsnetz

Zeitlicher Verlauf Borkenkäferaktivität an Falle Abensberg
Abb. 4: Grafik über den zeitlichen Verlauf der Borkenkäferaktivität an einer Falle in Abensberg (Quelle: www.borkenkaefer.org).

Das Monitoring bietet ab 2006 ein dreistufiges Netz von Monitoringstandorten mit den üblichen Borkenkäferschlitzfallen. Basis ist ein dauerhaftes Grundraster von 32 x 32 km. In Bereichen erhöhter Befallsdisposition wie z.B. in warm-trockenen Gebieten verdichten wir die Fallenstandorte dauerhaft. Die dritte Stufe ist eine zeitlich begrenzte Verdichtung an Brennpunkten, um für diese Gefährdungsgebiete gezielt Informationen zum Befallsgeschehen bieten zu können.

Aktuelle Lageeinschätzung durch die ÄELF

Die ÄELF stellen ihre gutachtliche Lageeinschätzung über das Internet in eine interaktive Bayernkarte auf den webGIS-Server der LWF. Dort werden die Fangergebnisse und die örtliche Einschätzung nach den Ampelfarben Rot – Gelb – Grün auf der Karte eingegeben. Die Karte wird ständig aktuell gehalten.

Aktueller Brutverlauf

Die regelmäßige Untersuchung ausgelegter Bruthölzer informiert über das Brutgeschehen auf ausgewählten Monitoringstandorten. Hierdurch erhält man Informationen zur Entwicklung der Käferbrut und damit den Beginn voraussichtlicher Schwärmphasen und der Generationenfolgen. Auch die Vitalität der Borkenkäferpopulation und auftretende Mortalitätsfaktoren können auf diese Weise erhoben werden.

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