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Originalartikel: Blaschke, M. (2004): Gefahr erkannt, Gefahr (fast) gebannt – der Waldbrandindex M–68. LWF aktuell 43, Seite 16.
Autor(en): Markus Blaschke
Online-Version: Stand: 17.09.2012
Redaktion: LWF, D

Gefahr erkannt, Gefahr (fast) gebannt

Waldbrände in Bayern seit 1975
Abb. 1:  Waldbrände in Bayern seit 1975, ohne Bundeswald (Grafik: M. Wallrapp).

Die Gefährdungslage für das Auftreten von Waldbränden wird in Deutschland nach dem Waldbrandindex "M-68" ermittelt. Dieser Index ist in fünf verschiedene Gefahrenstufen gegliedert, wobei Stufe 1 eine sehr geringe, Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr signalisiert.

Das M-68 Modell ist mit seiner Methode der Gefahrenanalyse eine Mischung aus Baumgartner-Index und dem ehemaligen Ostdeutschen Waldbrandindex.

Neben meteorologischen Parametern wie Luftfeuchte, Lufttemperatur, Niederschlagssumme der letzten 24 Stunden und Windgeschwindigkeit spielt auch der Zustand der Bodenvegetation bei den Berechnungen eine entscheidende Rolle. Sie dient hierbei als Zeiger der Bodenfeuchte.

Im Hitzejahr 2003 galt über mehrere Wochen hinweg die Waldbrandstufe 4 für weite Gebiete Bayerns. Der intensiven Überwachung der Wälder durch das Personal vor Ort haben wir es zu verdanken, dass es nicht zu einer größeren Katastrophe gekommen ist.

Nur wenn die aktuelle Gefährdungslage allen Beteiligten und Verantwortlichen vor Ort bekannt ist, können auch wirksame präventive Maßnahmen getroffen werden, um so größere Waldbrände zu verhindern Der deutsche Wetterdienst (DWD) führt deshalb in den Monaten März bis Oktober täglich Messungen zur Errechnung der aktuellen Stufe der Waldbrandgefährdung durch.

Die täglich aktualisierte Gefahrenlage für Ihre Region kann unter der Internet-Adresse des Deutschen Wetterdienstes kostenlos abgerufen werden (s.u.).

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