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Artikel

Autor(en): Koni Häne (externer Autor)
Redaktion: WSL, Schweiz
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Bärlauch – im Frühling unüberriechbar

Bärlauch liegt im Trend. Seit einigen Jahren steht das nach Knoblauch riechende Kraut auf der Karte jedes Restaurants, das von März bis Juni mit der Zeit gehen möchte.

Bärlauch (Allium ursinum)
Abb. 1 - Bärlauch (Allium ursinum)
Foto: Urs-Beat Brändli (WSL)

Der Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu den Lauchkräutern, einer Untergruppe der weitverzweigten Familie der Liliengewächse. Er ist an seinem Knoblauch- resp. Zwiebelgeruch zu erkennen. Charakteristisch sind seine beiden elliptisch- lanzettförmigen Blätter sowie sein schneeweisser Blütestand mit den sechszipfligen Blütensternen.

Der auf feuchten, humusreichen Laub- und Auenwaldböden in grossen Kolonien wachsende Bärlauch ist im Volksmund als "Wald-" oder "Wildknoblauch" bekannt. Bereits die alten Römer machten sich diese Waldpflanze zu Nutze. Daran erinnert unter anderem auch der noch heute im St. Galler Oberland gebräuchliche Mundartname "Rämschelen" (römischer Salat).

Die ersten Blätter erscheinen je nach Wetterlage und Standort zwischen Ende Februar und Anfang März. Dank ihrem starken Koblauchgeruch sind sie einerseits leicht zu finden, anderseits besteht eine nicht zu unterschätzdende Verwechslungsgefahr mit den ähnlich aussehenden, geruchlosen aber sehr giftigen Blättern des Maiglöckchens (Convallaria majalis) oder der Herbstzeitlose (Colchicum autumnale).

Heilwirkung

Die Heilwirkung des Bärlauches ist ähnlich derjenigen des Knoblauches. So regen beispielsweise Bärlauchzwiebeln die Durchblutung an. Zudem sind gewaschene Bärlauchzwiebeln, hälftig längs geschnitten und in Cognac eingelegt, nicht nur für den Magen und die Verdauung wohltuend, sondern lösen nach erfolgtem Einreiben der Gelenke Verspannungen und Krämpfe.

Verwendung

Der knoblauchähnliche und würzige Geschmack rührt vom schwefelhaltigen, ätherischen Bärlauchöl, welches vor allem die Drüsen des Magen-Darm-Traktes sowie die Galle günstig beeinflusst. Die Einnahme von Bärlauchblättern (auf welche Art auch immer) bewirkt eine Entgiftung des gesamten Körpers und reinigt nebst dem Blut auch die Luftwege. Zudem hat er cholsterinspiegelsenkende Wirkung. Selten lässt sich eine Heilpflanze so vielseitig auch in der Küche verwenden wie der Bärlauch. So ist er als Gewürzpflanze beliebt, sei dies in der Suppe, im Salat oder als aromatische Zugabe, in dem verschiedene Fleisch- oder Fischgerichte mit Bärlauchblättern umwickeltet werden.

     
Bärlauch-Teppich Bärlauch-Blüte  
Abb. 2 - Wo der Bärlauch ideale Wachstumsbedingungen vorfindet, vermag er im Mai andere Pflanzen ganz zu verdrängen.
Foto: Thomas Reich (WSL)
Abb. 3 - Die filigranen Blüten des Bärlauchs
Foto: Thomas Reich (WSL)
 
     

Tipp
Während der "Bärlauchsaison" (Anfangs März bis Mitte Mai) täglich ein Schüsselchen mit aus jungen Blättern und Oliven- oder Walnussöl zubereitetem Salat essen. Dies ist eine wirksame und günstige Entschlackungskur.

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