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Kompetenz-Netzwerk Klimawandel, Krisenmanagement und Transformation in Waldökosystemen (KoNeKKTiW)

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Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
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Artikel

Autor(en): J. Odenthal-Kahabka
Redaktion: FVA, Deutschland
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
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Holzkonservierung - Lagerung in Rinde

Handbuch Sturm
Ratgeber "Forstliches Krisenmanagement"

Die kurz- bis mittelfristige Lagerung in Rinde am Waldweg, ist – wie sie zu "Normalzeiten" zwischen Aufarbeitung und Abfuhr zum Kunden (in Deutschland noch) üblich ist – im Prinzip kein Konservierungsverfahren, sondern entsteht zwangsläufig bei Anwendung der dem Einschlag nachgeordneten Verkaufsverfahren. Das Holz liegt zur Präsentation nach Baumarten und Sorten getrennt zur Abfuhr bereit.

Prinzipiell wäre an solch einem Lagerungsverfahren auch nach Kalamitäten nichts einzuwenden, allerdings besteht nach Kalamitätsfällen ein höheres Risiko der Entwertung durch Insektenschäden. Außerdem kann in solchen Fällen nicht davon ausgegangen werden, dass das Holz schnell einen Käufer findet. Mit längerer Lagerdauer schreitet jedoch die qualitative Entwertung fort. Deshalb ist es wichtig, das Holz so zu lagern, dass eine Entwertung des Holzes möglichst nicht oder nur mit Verzögerung stattfindet.

Voraussetzungen

  • frisches gesundes Holz, nach Baumart und Sorten, Länge und Stärke sortiert.
  • Lagerung in Rinde. Die Rinde darf keine Beschädigungen aufweisen.
  • Möglichst große, kompakte Polter in schattiger Lage bei hoher Luftfeuchte und Windruhe.
  • Das Verfahren eignet sich für Fichte, Tanne und Kiefer (Douglasie).
Nadelholzpolter
Abb. 1: Holzpolter an der Waldstraße.

Vorteile

  • Einfache und kostengünstige Technik.
  • Keine Investitionen nötig.
  • Lagerplätze im Wald vorhanden.

Nachteile

  • Erfolg der Lagerung abhängig von der Witterung.
  • Entwicklung der Holzfeuchte in den Stämmen kann nicht beeinflusst werden.
  • Nicht geeignet für eine längerfristige Lagerung (> 1 Vegetationsperiode).
  • Waldschutzsituation muss genau beobachtet werden.
  • Je nach Waldschutzsituation ist eine Behandlung mit Insektiziden nötig.

Beurteilung und Empfehlung

Die Lagerung von Sturmholz in Rinde am Waldweg ist nur dann zu empfehlen, wenn frisches, gesundes Holz mit unbeschädigter Rinde im Winter aufgearbeitet wird. Zudem sollte der Verkauf innerhalb von 6 - 12 Monaten zumindest zu erwarten sein.

Je nach Waldschutzsituation ist möglicherweise ein Behandlung mit Insektenschutzmittel nötig.

Kosten

Das Verfahren ist mit keinen weiteren Kosten verbunden.

Lagerdauer

Eine Lagerdauer zwischen 6 und 12 Monaten ist anzustreben.

Hinweis