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Oliver Thees

Forschungsanstalt WSL

Eidg. Forschungsanstalt WSL
Forstliche Produktionssysteme
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Autor(en): Redaktion waldwissen.net - WSL
Redaktion: WSL, Schweiz
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Potenziale für die Produktion von Synthetischem Gas aus Holz

Holz rückt als Rohstoff für Treibstoffe immer mehr in den Vordergrund. Doch in welchen Regionen lässt sich kostengünstig aus Holz Treibstoff herstellen und zum Verbraucher transportieren? Dieser Frage gingen Wissenschafter der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL nach. In der Schweiz, das ist bekannt, liesse sich mehr Energieholz nutzen als bisher. Eine Studie zeigt, dass auch in einigen osteuropäischen Staaten ein Potenzial für die Produktion von synthetischem Gas besteht.

Erzeugung von Waldhackschnitzeln in einem Laubwald
Abb. 1 - Erzeugung von Waldhackschnitzeln in einem Laubwald. In der Schweiz wie in vielen osteuropäischen Ländern liesse sich mehr Holz zur Energie- und Treibstoffherstellung gewinnen.
Foto: Fritz Frutig (WSL)

Aus Holz lässt sich Methangas und somit ein hochwertiger regenerativer Energieträger herstellen. Das synthetische Gas entspricht in seiner Energieleistung und Qualität dem Erdgas. Für eine rentable Produktion dieses Biogases sind grosse und preisgünstige Holzmengen nötig. Als Rohstoffe kommen daher preisgünstiges Waldholz minderer Qualität und Reststoffe, die in der Holzindustrie anfallen, in Frage.

Die Wissenschafter vermuteten auch in Osteuropa grosse Energieholzreserven. Und sie wussten, dass dank des vorhandenen Gasleitungsnetzes von dort aus bereits gute Transportmöglichkeiten zu westeuropäischen Nachfragern bestehen. Ihre Analysen zeigen, dass die Länder Tschechien, Lettland, Slowenien und Estland aufgrund der verfügbaren Rohstoffe sowie der branchenspezifischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein besonders grosses Potenzial zur Erzeugung von synthetischem Gas zu haben. Für konkrete Umsetzungspläne von interessierten Investoren sind aber regionale Standortanalysen vor Ort unabdingbar.

Die Grundlagen zur industriellen Methanherstellung aus Holz wurden vom Paul Scherrer Institut (PSI) erarbeitet. Im österreichischen Güssing testet ein schweizerisch-österreichisches Konsortium eine Pilot- und Demonstrationsanlage für die Produktion von synthetischem Gas. Diese wird die Technologiebasis für die Errichtung einer ersten industriellen Anlage von 10-20 Megawatt (thermisch) in der Schweiz liefern.

Die Studie wurde im Rahmen des Novatlantis-Projekts ECOGAS vor dem Hintergrund des weltweit zunehmenden Energiebedarfs erarbeitet. Neben der WSL und dem PSI waren das Institut für Energetik und Umwelt GmbH (Bereich Bioenergiesysteme) in Leipzig sowie die Technische Universität Dresden (Professur für Forst- und Holzwirtschaft Osteuropas) beteiligt. Mitfinanziert wurde die Studie von der Velux Stiftung.

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