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Autor(en): Redaktion waldwissen.net - WSL
Redaktion: WSL, Schweiz
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Die Eidgenössische Jagdstatistik

Es ist Aufgabe des Bundes, eine eidgenössische Jagdstatistik zu erstellen, um die Entwicklung der Wildtierbestände zu überwachen. Herausgeberin der Jagdstatistik ist das Bundesamt für Umwelt BAFU.

Steinbock
Abb. 1 - Seitdem die Bestände gross genug sind, kann der Steinbock wieder bejagt werden.
Foto: Ulrich Wasem (WSL)

Die Datenbank enthält Informationen zur Entwicklung der Tierbestände, zum Abschuss und zum Fallwild. Die Zahlen werden jährlich durch eine Umfrage bei den Kantonen erhoben. Die Bestandeszahlen beruhen zum Teil auf groben Schätzungen. Gemäss BAFU erfolgt die Jagd im Sinne einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressource Wild. Würden Wildtierpopulationen durch die Bejagung gefährdet, so würde das BAFU die Schutzbestimmungen (Schonzeiten, Jagdverbot) verschärfen.

Die Jagdstatistik enthält Daten zu 22 Säugetier- und zirka 40 Vogelarten. Darunter befinden sich auch Arten, die heute nicht mehr gejagt werden dürfen, beispielsweise Auerhahn oder Steinadler.

Lange Datenreihen und vielfältige Auswahlkriterien

Die Daten der Eidgenössischen Jagdstatistik reichen je nach Tierart bis ins Jahr 1933 zurück. Dies ergibt für Reh, Hirsch oder Gämse umfangreiche Zeitreihen von mehr als 70 Jahren. Anhand eines Auswahlmenüs können Interessierte die gewünschten Informationen abrufen. Je nach Tierart gibt es Kennzahlen zu Abschuss, Bestand, Fallwild, Fang oder Aussetzungen. Zusätzlich lässt sich der Zeitraum der gewünschten Daten einschränken, oder eine Funktion erlaubt es, nach bestimmten Kantonen zu filtern. Dies fördert einige interessante Ergebnisse zu Tage. Zum Beispiel:

erlegte Gämse
Abb. 2 - Beim Ausweiden einer Gämse.
Foto: Oswald Odermatt (WSL)
  • In der Schweiz leben etwa 138000 Rehe, 33'000 Hirsche und 91'000 Gämsen (Stand 2013).
  • 2004 haben die Jäger mehr als 600 Birkhähne erlegt, die meisten in den Kantonen Tessin, Graubünden und Wallis.
  • Jedes Jahr fallen über 7000 Füchse dem Verkehr zum Opfer.
  • In den Sechzigerjahren erlegten Schweizer Jäger jährlich zwischen 2000 und 3500 Rebhühner. Seit 1988 ist die heute vom Aussterben bedrohte Art landesweit durch ein Jagdmoratorium geschützt.
  • In den letzten Jahren wurden jährlich zirka 200 Fasane ausgesetzt.
  • Im kleinen Kanton Basel-Stadt lebten 2004 ungefähr 60 Rehe. Jäger erlegten 25 davon, und sieben starben den Strassentod.

Kontakt

  • Bundesamt für Umwelt (BAFU)
    Abteilung Arten, Ökosysteme, Landschaften
    Papiermühlestrasse 172
    3003 Bern
  • Tel.: +41 31 322 93 89
    E-Mail: info @ bafu.admin.ch

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