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Simon Birrer

Schweizerische Vogelwarte Sempach

Schweizerische Vogelwarte
Leiter der Abteilung "Förderung
der Vogelwelt"
CH - 6204 Sempach

Tel. +41 462 97 38 (Mo, Mi-Fr)

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Artikel

Autor(en): Schweizerische Vogelwarte
Redaktion: WSL, Schweiz
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Einheimische Waldvögel: Der Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Mehr als unsere anderen Rabenvögel hält sich der Eichelhäher im Wald auf. Zur Brutzeit bevorzugt er aufgelockerte Wälder mit dichtem Unterwuchs. Im Herbst sammelt der Allesfresser vor allem Eicheln und vergräbt diese im Boden. Wenn dann im Winter das Futter knapp wird, stillt er seinen Hunger mit Nahrung aus solchen Vorratskammern. Vergessene Eicheln beginnen später zu keimen.

Der Eichelhäher (Garrulus glandarius)
Foto: Philippe Emery

Lebensraum
Zur Brutzeit im Wald. Vorliebe für Laub- und Mischwälder mit Dickungen und abwechslungsreicher Struktur, bevorzugt Eichen- und Eichen-Hagebuchenbestände. Auch in reinen Nadelwäldern, bei dichten Baumbeständen, allerdings nur im Bereich von Lichtungen, Schneisen und an Waldrändern. Brütet ebenfalls in halboffenen Landschaften. Ausserhalb der Brutzeit häufiger in offenem Gelände zu beobachten, entfernt sich aber nie weit von guter Deckung. Auch in Parks und Gärten im Siedlungsbereich anzutreffen.

Anspruch an Fläche
Selten mehr als 2 Brutpaare/10 ha.

Nahrung
Allesfresser, vorwiegend aber pflanzliche Nahrung. Samen und Früchte, vor allem Eicheln (Name!), Haselnüsse und Bucheckern. Daneben Getreide (Mais), Beeren, Waldfrüchte, Obst und Kirschen. Auch Insekten und andere Wirbellose, Eier und Jungvögel. Versteckt Nahrungsvorräte zwischen Wurzeln, im Laub oder vergräbt sie im Boden. Findet den grössten Teil der vergrabenen Nahrung im Winter und im Frühling auch unter einer Schneedecke.

Verbreitung in der Schweiz
Brütet nahezu in allen Waldgebieten bis etwa 1400 m, lokal auch höher. Mit zunehmender Höhe nimmt die Siedlungsdichte ab.

Verbreitung des Eichelhähers

Wichtigste Merkmale: Zart weinrötliches bis beiges Gefieder mit blau-schwarz gebänderten Flügeldecken und schwarz-weiss gestreiften Scheitelfedern. Weisser Bürzel, der im Flug aufleuchtet. Schwarzer Schwanz. Beide Geschlechter gleich. Laute, rätschende Rufe.

Grösse und Gewicht: 34 cm, 140–190 g

Ähnliche Arten: Keine

Brutort: Bäume

Gelege: 1 Gelege à 3–6 Eier

Brutdauer: 16 Tage

Nestlingsdauer: 20 Tage

Zugverhalten: Teilzieher

Bestand in der Schweiz: 50'000–70'000 Brutpaare

Trend: Bestände stabil bis leicht zunehmend

Rote Liste Schweiz: Nicht gefährdet

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