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Artikel

Autor(en): Redaktion waldwissen.net - WSL
Redaktion: WSL, Schweiz
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Das Schweizer Aueninventar

Als Quellgebiet grosser europäischer Flüsse wie Rhone, Rhein, Inn und Ticino hat die Schweiz eine zentrale Rolle im Auenschutz. Grundlage dafür ist das seit 1992 bestehende Aueninventar, das knapp 300 Auenobjekte von nationaler Bedeutung enthält.

Flussaue
Abb. 1 - Knapp zwei Drittel der inventarisierten Auenobjekte sind Flussauen.
Foto: Auenberatungsstelle

Auen sind jene Bereiche von Bächen, Flüssen, Strömen und teils auch Seen, die mit jeweils unterschiedlicher Dauer periodisch oder episodisch von Wasser überflutet werden und in denen das Grundwasser stark schwankt und zeitweise die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Neben diesen klassischen Auenstandorten umfasst das Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung auch die wertvollsten Gletschervorfelder.

Die Schweiz ist Quellgebiet grosser europäischer Flüsse wie Rhone, Rhein, Inn und Ticino. In den Schweizer Alpen liegen zudem einige der wichtigsten Gletschergebiete Europas. Damit kommt der Schweiz eine zentrale Rolle im Auenschutz zu. Um eine Grundlage für den Auenschutz zu schaffen, führte der Bund eine Erhebung der Auen durch.

Dank dem Vorliegen der nötigen gesetzlichen Grundlagen konnte der Bundesrat am 28. Oktober 1992 die Auenverordnung mit 169 Auengebieten nationaler Bedeutung in Kraft setzen. Nach zwei Ergänzungen (2001, 2003) umfasst das Inventar 283 Auenobjekte von nationaler Bedeutung und nähert sich damit dem Ziel, dass die wertvollsten Auengebiete der Schweiz unter nationalem Schutz stehen. Eine Reihe von rund 40 Objekten vor allem in den Kantonen Graubünden und Wallis stehen derzeit noch in der Phase der Bereinigung.

Die Vielfalt der Gebiete ist charakteristisch für die Schweiz. Die Auenobjekte kommen vom Tiefland bis in die Alpen vor, haben eine Fläche von 2.1 ha bis 439.5 ha und erscheinen als Flussauen, Seeauen, Deltas, Gletschervorfelder oder alpine Schwemmebenen. Aufgrund der verschiedenen Ausprägungen des Wasserhaushalts, ihrer Natürlichkeit, Dynamik, Vegetation, Höhenlage und Region werden die Objekte einem bestimmten Auentyp zugeordnet.

Reuss-Delta im Urnerland
Abb. 2 - Siebzehn Auenobjekte gehören zum Typ "Delta".
Foto: Ottomar Lang
Tab. 1 - Beschreibung der Auentypen (Stand: Herbst 2006)
Gletschervorfelder 52 Objekte 8’919 Hektaren
Alpine Schwemmebenen 15 Objekte 468 Hektaren
Flussauen
180 Objekte 9’731 Hektaren
Deltas
17 Objekte 1’037 Hektaren
Seeauen
18 Objekte 2’462 Hektaren
 Total 282 Objekte
22'617 Hektaren


Das Faktenblatt "Das Aueninventar" des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) geht im Detail auf diese Typologie und die verschiedenen Formationen in den Auen ein, welche wichtige Grundlagen für die Erfolgskontrolle sind. Statistische Darstellungen des Inventars zu verschiedenen Themen runden die Informationen ab. Das Faktenblatt ist Teil einer ganzen Reihe von Faktenblättern zum Thema Auen.

   
Prozentuale Verteilung der Formationen zur Gesamtfläche des Aueninventars  
Abb. 3 - Anteile der verschiedenen Formationen an der Gesamtfläche der Auenobjekte. Alpine Auen sind gesamthaft dargestellt.  
   

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Kontakt

  • Stephan Lussi
    Koordination Auenschutz
    Abteilung Artenmanagement (AMA)
    Bundesamt für Umelt (BAFU)
    CH-3003 Bern
    stephan.lussi @ bafu.admin.ch
    Tel. +41 31 324 49 94

  • Béatrice Werffeli
    Koordination Auenschutz
    Abteilung Artenmanagement (AMA)
    Bundesamt für Umelt (BAFU)
    CH-3003 Bern
    beatrice.werffeli @ bafu.admin.ch
    Tel +41 31 322 93 67

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