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Artikel

Autor(en): Redaktion waldwissen.net - WSL
Redaktion: WSL, Schweiz
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Faktenblatt: Auen und Waldbewirtschaftung

Auenlandschaft im Maggiatal
Abb. 1 - Natürliche Auenlandschaften sind in tiefen Lagen der Schweiz sehr selten geworden.
Foto: Thomas Reich (WSL)
 
Auenwald im Maggiatal
Abb. 2- Auenwald im Maggiatal.
Foto: Thomas Reich (WSL)
 

Zwei Drittel der Schweizer Auengebiete sind mit Wald bedeckt. Die Waldbewirtschaftung spielt deshalb eine bedeutende Rolle, wenn es darum geht, Auen zu revitalisieren oder das vielfältige Lebensraummosaik zu erhalten.

Der Mensch hat vor allem in den letzten zwei Jahrhunderten stark in die natürliche Dynamik von Fliessgewässern eingegriffen. Dies hatte bedeutende Auswirkungen auf die Vegetation. Indem der Mensch die Gewässer in enge Korsette zwängte, förderte er die Entstehung stabilerer und trockenerer Gemeinschaften, die für Auengebiete weniger typisch sind. In korrigierten Systemen herrschen Hartholzauen oder in Klimaxwäldern vorkommende Arten vor.

Oberstes Ziel des Auenschutzes ist die Erhaltung oder Wiederherstellung der Fliessgewässerdynamik. Waldbauliche Massnahmen können Teil einer Revitalisierung sein, insbesondere, wenn eine Wiederherstellung der Dynamik nicht möglich ist. Sie können zur Erhaltung des Lebensraummosaiks beitragen und dafür sorgen, dass eine dem natürlichen Auensystem ähnliche Vegetation entsteht.

Um die Anwendung von Waldbewirtschaftungsmethoden zu unterstützen, die mit der Auenverordnung vereinbar sind, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Jahr 1999 ein entsprechendes Konzept veröffentlicht (Roulier et al. 1999). Das Konzept legt die Grundsätze, Ziele und Bewirtschaftungsmethoden für Auengebiete von nationaler Bedeutung fest.

Das Faktenblatt "Auen und Waldbewirtschaftung" ergänzt das Bewirtschaftungskonzept und stellt die Massnahmen vor, die in verschiedenen Objekten des Inventars mit unterschiedlichem Kontext und in verschiedenen Regionen des Landes zur Anwendung kamen. Die Beispiele im Faktenblatt beziehen sich sowohl auf verwaltungstechnische (Betriebspläne, Abgeltungen für Besitzer) als auch auf technische Aspekte. Neben Interventionen im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der Auendynamik (Erosion des Waldes durch das Fliessgewässer, spontane Entwicklung eines Silberweiden-Auenwaldes) werden auch Massnahmen zum Ersatz der Gewässerdynamik (Mittelwald, Umwandlung von Pappel- und Fichtenpflanzungen, Interventionen zu biologischen Zwecken) präsentiert.

Das Faktenblatt "Auen und Waldbewirtschaftung" ist Teil
einer ganzen Reihe von Faktenblättern zum Thema Auen.

Literatur
  • Roulier C., Teuscher F. und Weber B., 1999: Bewirtschaftungskonzept für Auenwälder. Vollzug Umwelt. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), Bern.

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Kontakt

  • Stephan Lussi
    Koordination Auenschutz
    Abteilung Artenmanagement (AMA)
    Bundesamt für Umelt (BAFU)
    CH-3003 Bern
    stephan.lussi @ bafu.admin.ch
    Tel. +41 31 324 49 94

  • Béatrice Werffeli
    Koordination Auenschutz
    Abteilung Artenmanagement (AMA)
    Bundesamt für Umelt (BAFU)
    CH-3003 Bern
    beatrice.werffeli @ bafu.admin.ch
    Tel +41 31 322 93 67

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