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Artikel

Autor(en): Sandra Collin
Redaktion: FVA, Deutschland
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Wegweisende politische Prozesse: Das Übereinkommen von Paris

Auf der UN-Klimakonferenz am 12. Dezember 2015 wurde das so genannte "Übereinkommen von Paris" verabschiedet. Das Übereinkommen tritt die Nachfolge des Kyoto-Protokolls an. 195 Mitgliedsstaaten einigten sich in einem Vertragspapier auf das Ziel des weltweiten Klimaschutzes.

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Im April 2016 unterzeichneten 175 Staaten das Abkommen, darunter die Vereinigten Staaten, China und Deutschland. Es tritt in Kraft, wenn es 55 Staaten ratifiziert haben, die zudem mindestens 55 % der Emissionen verursachen. Einige Staaten, v.a. kleine Inselstaaten, haben die Ratifizierung schnell umgesetzt. Weitere wie die USA, China, EU und Kanada folgten. Seit Oktober 2016 ratifizierten 71 Staaten, die für rund 57 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Daher konnte das Abkommen am 4. November 2016, 30 Tage nach Überschreitung der beiden Schwellenwerte, in Kraft treten. Am 8. Mai 2017 waren es 145 Staaten, die insgesamt 82.95 % der globalen Emissionen entsprechen (Quelle). Wie der durch US-Präsident Trump im Juni 2017 angekündigte Rückzug vom Pariser Übereinkommen in der Praxis durchgeführt werden soll, wird derzeit im Weißen Haus ausgearbeitet (Quelle).

Andere Staaten wie China, USA und Frankreich kündigten sie noch für 2016 an. Damit könnte das Abkommen nicht erst 2020, wie ursprünglich geplant, sondern bereits deutlich früher in Kraft treten. Die Ziele des Übereinkommens sind in Artikel 2 "Verbesserung der Umsetzung" des UNFCCC wie folgt geregelt (Quelle):

  1. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur soll weltweit deutlich unter 2,0 °C gegenüber dem Vorindustriellen Zeitraum liegen. Wenn möglich sogar unter 1,5 °C. Die Auswirkungen und Risiken des Klimawandels sollen dadurch reduziert werden.
  2. Finanzströme die zu niedrigeren Treibhausgasen und einer klimaresistenten Entwicklung führen, werden gestärkt.
  3. Die Stärkung der Fähigkeit, sich durch eine Förderung der Klimaresistenz und geringeren Treibhausgasemissionen an die nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Dieses soll in einer Weise geschehen, die nicht die Nahrungsmittelproduktion bedroht.
Delegationsleiter der Klimakonferenz COP21, die für das Pariser Abkommen verantwortlich waren.
Abb. 1: Delegationsleiter der Klimakonferenz COP21, die für das Pariser Abkommen verantwortlich waren. (Quelle)

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