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Artikel

Autor(en): Redaktion waldwissen.net - BFW
Redaktion: BFW, Österreich
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Die Schwarzföhre in Österreich

Blütenknospen einer Schwarzföhre
Alles Wissenswerte zur Schwarzkiefer in einem Buch

Üblicherweise ist über die Schwarzföhre (Schwarzkiefer) nicht viel bekannt, außer, dass sie sehr schwer und sehr harzreich ist. Dabei wird sie auch als "berühmteste Baumart Österreichs" bezeichnet und das aus zwei Gründen: Sie wurde in Österreich erstmals botanisch richtig beschrieben und Samen aus Österreich wurden in die ganze Welt zur Aufforstung von Karst- und Dünenflächen verwendet, sodass sie international auch als "austrian pine" - österreichische Föhre - bezeichnet wird.

Pecherei war für viele Wirtschaftsgrundlage

Die Hauptbedeutung hat sie ihrem Harzreichtum zu verdanken. Die Pecherei war im südlichen Niederösterreich der Broterwerb für Generationen von Pechern, Waldbesitzern und Menschen, die diese Produkte zu Rohstoffen für die Papier-, Lack- und chemische Industrie weiter verarbeiteten. Die Schwarzföhren wurden dazu angeharzt, das heißt die Borke bis auf das Holz entfernt und so der Harzfluss angeregt. Das ausfließende Pech wurde zuerst in Eintiefungen am Fuße des Baumes, später in eigenen Häferln aufgefangen. Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts kam aufgrund von billigen Importen und der synthetischen Erzeugung von Konkurrenzprodukten das Aus für diesen Wirtschaftszweig.

Lediglich die Eigenschaft, dass sich durch den hohen Harzgehalt Löcher im Holz, die zum Beispiel auf Bühnen durch das häufige Montieren und Entfernen der Kulissen entstehen, rasch wieder schließen, sicherte der Schwarzföhre die Verwendung als Bühnenboden. Das war natürlich für eine geregelte Holzverwendung zu wenig.

Umfassendes Werk

Ein Autorenteam aus 17 Personen, darunter Richard Büchsenmeister und Georg Frank (beide BFW Wien), hat nun alles Wissenswerte über die Schwarzföhre in einem Buch zusammengetragen. Neben wissenschaftlich fundierten Beiträgen zur Baumart und ihren Eigenschaften, ihrem Vorkommen und den Holzeigenschaften und eine umfangreiche Darstellung der Pecherei und der Harzverwertung, runden Beiträge zu Schwarzföhren in Wappen, Lied, Gedicht, Sagen und Märchen das Bild ab.

Bestellung

Herbert Kohlross (2006): Die Schwarzföhre in Österreich, Eigenverlag, ISBN-10: 3-200-00720-6

Das Buch ist um € 35,-- direkt oder per Post zuzüglich Versand bei der Bezirksbauernkammer Wr. Neustadt, Fr. Martina Dopler (Tel.Nr.: 02622/22147-14) bzw. bei Forstsekretär Dipl.-Ing. Herbert Kohlross (Tel.: 0664/6025 924 310) oder per E-Mail an: buchbestellung@schwarzfoehre.at erhältlich.