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Autor(en): Bernadette Sotier
Redaktion: BFW, Österreich
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Unbemannte Luftfahrzeuge - eine Möglichkeit zur Gewinnung von Fernerkundungsdaten

Unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen, UAV) werden verstärkt als kostengünstige und flexible Methode zur Gewinnung von Fernerkundungsdaten eingesetzt. Im Rahmen des INTERREG-Projektes NewFOR werden am BFW verschiedene UAV-Systeme aufgebaut und ihr Anwendungsspektrum speziell für den alpinen Raum getestet. Zunächst sollen damit Luftbilder aufgenommen werden, die zur Erstellung von Geländemodellen und Orthofotos verwendet werden.

Flugdrohne mit Kamera (Pfeil)
Abbildung 1: Das Segelflugmodell mit Elektroantrieb hat eine Spannweite von 2 m. Im vorderen Rumpfbereich (Pfeil) ist die Öffnung für die Kamera erkennbar.

Hauptziel des Projektes ist es, einerseits die Grenzen dieser Technik im alpinen Raum auszutesten (Reichweiten, Sichtbarkeit, Start- und Landemöglichkeiten, Höhe, Wetterbedingungen) und andererseits das für den jeweiligen Einsatzzweck beste Fluggerät zu definieren. Bisher ist ein elektrisch angetriebenes Segelflugmodell im Einsatz , das sowohl manuell von einem Piloten als auch mit Hilfe eines Autopiloten ferngesteuert werden kann (Abbildung 1). 

Dazu wurde es mit Sensoren ausgestattet, welche die Fluglage stabilisieren und die Navigation übernehmen. Im Flugmodell ist eine handelsübliche Systemkamera verbaut, die durch eine Öffnung im Rumpf nach unten fotografieren kann. Pro Sekunde werden zwei Aufnahmen gemacht, was für eine gute Überdeckung bei mittleren Fluggeschwindigkeiten von 20 m/s ausreichend ist.

Anwendungsbereich im forstlichen Umfeld ist vielfältig

  • Vegetationskartierung: Im Gegensatz zur klassischen Photogrammetrie kann mit UAV zu jeder Jahreszeit geflogen werden. Aufgrund der geringen Flughöhe kann auch eine Einzelbaum-Kartierung durchgeführt werden.
  • Detektion von Schäden / Schädlingsbefall: Käfernester oder andere Schadbilder, die besonders im steilen Bergwald vom Boden aus nur schwer zu erheben sind, können mit Hilfe von Befliegungen einfach geortet werden.
  • Schutzbauwerke: Vor allem in sehr steilen Wäldern finden sich häufig Schutzbauwerke, die im Rahmen der Gefahrenzonenplanung erfasst werden müssen. Befliegungen können Informationen zum Zustand der Bauwerke liefern.
  • Bewirtschaftung: Für schwer zugängliche Bereiche kann der Einsatz von UAV-Luftaufnahmen beitragen die Abschätzung von Bewirtschaftungsmaßnahmen zu verbessern.
  • Naturgefahren: UAV ermöglichen die Detektion, Erhebung und Analyse von Prozessen, die Auswirkungen auf den Siedlungsraum, Verkehrswege und Infrastruktur haben. Dazu gehört auch die Erfassung und Bewertung von Schäden, die durch Lawinen, Rutschungen, Murgänge, Hochwasser verursacht wurden.

Videofilm zur Flugdrohne

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