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Autor(en): Falk Germann, Thomas Brezina
Redaktion: SBS, Deutschland
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Schutzausrüstung für Privatwaldbesitzer beim Umgang mit der Motorsäge

Immer mehr Waldbesitzer schlagen ihr Holz im eigenen Wald selbst. Diese kostengünstige Variante macht auch in einem gewissen Rahmen Spaß da man selber Hand anlegt. Die Motorkettensäge ist dabei meist das Werkzeug der Wahl. Doch es gilt zu beachten, dass die Waldarbeit eine gefährliche Arbeit ist. Es gehen nicht nur viele Gefahren von fallenden Bäumen und Ästen aus, auch die Motorsäge selbst ist ein gefährliches Werkzeug.

Als Mitglied der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ist der Waldbesitzer zur Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung verpflichtet - ansonsten verliert er seinen gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. Selbstverständlich sollte dies auch außerhalb des eigenen Waldes im Privatbereich beachtet werden. Eine Schutzausrüstung für Motorsägenführer erfüllt die Anforderungen.

Motorsägenschutzausrüstung

Arbeitsschutzkleidung
Abb. 1 - Schutzausrüstung für Motorsägenführer aus Schnittschutzhose, Schutzjacke, -helmkombination, -schuhwerk und Handschuhen erfüllt alle Sicherheitsanforderungen.

Foto: SBS

Eine Schutzhelmkombination schützt nicht nur gegen herabfallende Äste und Holzteile, sie vermeidet auch Gehörschäden. Durch angebrachte Gehörschutzkapseln mit dem entsprechenden Dämmwert wird der Lärm der Säge vermindert. Das ebenfalls am Helm befestigte Visier verhindert Verletzungen der Augen und des Gesichtes durch Späne und Splitter. Ätzmetallvisiere haben sich in der forstlichen Praxis bewährt. Die Helmschale altert durch UV-Strahlung und muss nach maximal 5 Jahren Tragedauer ersetzt werden. Die Kosten einer solchen Helmkombination belaufen sich auf ungefähr 45 EUR.

Im dichten Unterholz erkennt man mithelfende Person oder sie den Motorsägenführer oftmals nur schlecht. Dadurch kommt es immer wieder zu schweren Unfällen im Gefahrenbereich fallender Bäume. Abhilfe schafft eine Schutzjacke. Durch die optische Wirkung der Jacke, zusätzlich zum Helm, ist ein Drittel des Körpers in Signalfarben (Orange, Rot oder Neon-Gelb) eingekleidet. Außerdem werden kleinere Verletzungen und Ungeziefer, wie zum Beispiel Borreliose übertragende Zecken, wirksam vom eigenen Körper abgehalten. Einen Schnittschutz muss diese ca. 50 EUR teure Jacke nicht aufweisen; im Gegensatz zum Bein- und Fußschutz.

Die meisten Schnittverletzungen mit der Motorsäge passieren in diesen Körperbereichen. Mit einer Schnittschutzhose lassen sich solche schwerwiegenden Verletzungen wirksam vermeiden. Im Fachhandel werden Bund- und Latzhosen angeboten. Der Oberstoff kann aus einem preiswerten Baumwollmischgewebe, aus leichter Mikrofaser oder professionellem Stretchgewebe bestehen. Cordura-Besätze sind gegen Abrieb im Kniebereich vorteilhaft. Sinnvoll sind aufgenähte Seitentaschen, um ein Verbandspäckchen unterzubringen, ebenso wie eine Zollstock- und Kombischlüsseltasche. Der Schnittschutz muss mindestens mit der Schnittschutzklasse 1 in der Form A geprüft sein. Es ist kein Rundumschnittschutz in der Waldarbeit gefordert. Eine Schnittschutzhose bekommt man ab 70 EUR.

Komplett ist der Schnittschutz mit dem Schutzschuhwerk. Ein Schutzschuh soll nicht nur Schnittverletzungen abwehren, er sorgt im unwegsamen Gelände mit seiner groben Profilsohle und einem hohen Schaft auch für sicheren Stand. Lederschuhe haben sich in der Praxis bestens bewährt. Aber auch Schnittschutzgummistiefel erfüllen die benötigten Normative. Ein Stiefelpaar ist mit ca. 60 EUR sogar die preisgünstigere Variante. Bei Schuhen muss man Kosten ab 100 EUR für ein Einsteigermodell kalkulieren.

Zum Schutz vor Verletzungen der Hände gegen Kälte und Schmutz sowie zur Erhöhung der Griffsicherheit fehlen noch Handschuhe. Möglich ist die Verwendung eines Nylonstrickhandschuhes mit Wabengitter oder Noppen oder eines Vollrindleder-Handschuhes. Je nach Ausführung kostet das Paar zwischen 2 und 8 EUR.

Die Kosten für eine Motorsägenschutzausrüstung für den "Hausgebrauch“ liegen somit bei ca. 250 Euro.

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