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Artikel

Autor(en): Mirko Prüfer (SBS)
Redaktion: SBS, Deutschland
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Wartung und Pflege der Motorkettensäge

Ergänzend zum richtigen Arbeitsverfahren kommt gut gewartetem Werkzeug eine große Bedeutung zu. Dies beinhaltet auch einen guten allgemeinen Pflegezustand, um keine Kraft zu verschenken, keine zusätzlichen Gefahrenquellen für Unfälle zu schaffen sowie die Werkzeuge zu schonen. Denn eine gut gepflegte Säge belastet den Sägenführer weniger, geht seltener kaputt, braucht weniger Treib- / Schmierstoffe und spart dadurch letztlich bares Geld.

Je nach Einsatzhäufigkeit samt dem jeweiligen Sägentyp und -modell variieren die notwendigen Wartungsarbeiten. Der Hersteller hat daher meist der Wartung und Pflege der Säge einen ausführlichen Teil in der mitgelieferten Bedienungsanleitung gewidmet. Hier werden kurz die wichtigsten, bei den meisten Sägen gleichen Arbeiten aufgelistet.

Als Hilfsmittel für die Arbeiten reichen meist ein Sägenschlüssel, ein Nutreiniger (ein ausreichend dicker Draht erfüllt diesen Zweck auch), Zange und Schraubendreher sowie unter Umständen eine Schublehre. Zum Reinigen genügt ein Pinsel / Bürste.


Bei den Wartungs- und Pflegearbeiten an der Säge unterscheidet man in täglich, wöchentlich und langfristig durchzuführende Arbeiten.

Motorsäge Details Motorsäge

Abb. 1 -

1 hinterer Handgriff mit Gashebel- sperre; 2 manuelle Kettenbremse; 3 Ansaugöffnungen für Kühlluft und ggf. Vergaser; 4 Luftfilterdeckel; 5 Start-Stopp-Schalter; 6 Betriebsstofftanks (Öl und Benzin- gemisch); 7 Schneidsystem (Kette, Schwert); 8 Anwerfvorrichtung

Abb. 2 -

1 intakter Kettenfang(bolzen); 2 beschädigter Kettenfangbolzen; 3 Katalysator-Kühlrippen

Tägliche Arbeiten nach Gebrauch

  • Säge äußerlich reinigen
  • alle Bauteile auf festen Sitz, Risse und andere Beschädigungen prüfen

  • Gashebel und Gashebelsperre auf Funktion prüfen (Abb. 1–1)

  • Kettenbremse reinigen und testen (Abb.1–2, Abb. 3–2, Abb. 3–4)
  • Kettenfangbolzen prüfen 
(Abb. 2–1 und Abb. 2–2)

  • freien Zugang der Lufteinlässe für Kühlung und Luftfilter prüfen (Abb. 1–3)

  • bei Sägen mit Katalysator: Kühlrippen (Abb. 2–3) vor allem am Anschluss des Auspuffs prüfen und ggf. reinigen

  • Luftfilter auf Verunreinigung prüfen (je nach Modell von mehrmals täglich bis ein mal wöchentlich) (Abb. 1–4, Abb. 6-3)
  • 
Funktion des Start-Stopp-Schalters prüfen (Abb. 1–5)
  • 
Dichtheit der Betriebsstofftanks prüfen (Abb. 1–6)
Kontrolle Schneideinrichtung
  • Ölbohrung im Schwert kontrollieren (Verstopfung), Ölfluss und ausreichende Ölung der Kette und des Schwertes prüfen 
(Abb. 5-3, Abb. 5–4)
  • Nut des Schwertes reinigen (Abb. 5-3), ggf. Umlenkstern des Schwertes schmieren
  • Kette auf Beschädigungen (Risse, Verformungen, ungleichmäßige Abnutzung) prüfen
  • Kette schärfen und Kettenspannung korrekt einstellen (Abb. 5–1)

Hinweis:

1. Eine stumpfe Kette zieht sich nicht selbst ins Holz stattdessen muss man stark drücken oder hebeln. Oft verzieht sich die Kette im Schnitt und es werden nur noch kurze Späne oder Sägemehl ausgeworfen.

2. Sind bei der Arbeit mit der betriebswarmen Säge Abgase deutlich zu sehen, der Luftfilter aber sauber, sollte die Einstellung des Vergasers durch einen Fachmann geprüft werden.

Details Motorsäge Details Motorsäge
Abb. 3 -

1 außen liegende Kupplung mit Kupplungsglocke; 2 innen liegende Kupplung (nur Glocke sichtbar) mit Kupplungsbremsband; 3 zerbrochene Kupplung (Pfeil); 4 völlig verschlissenes Kupplungsbremsband (Pfeil)

Abb. 4 -

1 Kettenritzel "Sternritzel“ mit leichten Einlaufspuren; 2 Mitnehmer an der Kupplungsglocke für Ringritzel mit verschlissenem Mitnehmer; 3 völlig verschlissenes Kettenritzel (Kette hat sich durch den Stern geschliffen); 4 Ringritzel mit Ein- laufspuren; 5 neues Ringritzel

Wöchentliche Arbeiten nach Gebrauch

(zusätzlich zu täglichen Wartungsarbeiten)

  • Starterseil/Rückholfeder auf Funktion und Schäden prüfen (Abb. 1–8)
  • Dämpfungssysteme auf Schäden prüfen
  • gegebenenfalls Lager der Kupplungstrommel schmieren
  • Schiene auf Gratbildung und ausreichende Nuttiefe sowie gleichmäßige -breite prüfen, Kette reinigen (Abb. 1–7, Abb. 5-5, Abb. 5-6)
  • Antriebsritzel auf Einlaufspuren prüfen
  • Luftfilter und Vergaser (äußerlich) reinigen (Abb. 1–4)
  • Zündkerze auf Verunreinigung prüfen (ist die Kerze nicht rehbraun, Treibstoffgemisch oder Vergasereinstellung prüfen lassen, Abb. 6-4)
  • Kühlrippen reinigen 
Details Motorsäge Details Motorsäge
Abb. 5 -

1 Schwert mit Kette bei der Prüfung der korrekten Kettenspannung; 2 Ölzuführung an der Säge; 3 verstopfte Ölbohrung am Schwert gereinigte Ölbohrung; 4 Reinigen der Schwertnut; 5 Messung der Nut auf ausreichende Tiefe (Kettentreibglieder dürfen nicht bis zum Grund der Nut reichen)

Abb. 6 -

1 Anwerfvorrichtung; 2 Zylinder mit Zündkerze und Zündkerzenstecker; 3 gereinigter Luftfilter; 4 saubere Zündkerze mit Leere zur Abstandskontrolle der Elektrode; 5 Anwerfseil (neu) meist geht dieses direkt unter dem Griff kaputt; 6 undichte Treibstoffzuleitung (Falschluft kann zum "Überdrehen“ der Säge führen)

Langfristigere Arbeiten

(monatlich/halbjährlich, zusätzlich zu den täglichen Wartungsarbeiten)

  • Kraftstoff und Öltank leeren und innen reinigen

  • Kraftstofffilter und -leitung prüfen; ggf. austauschen (Abb. 6-6)
  • Zündkerze reinigen, Elektrodenabstand prüfen (i.d.R. 0,4 - 0,5 mm, Abb. 6-4)

  • alle Kabel und Anschlüsse auf Sitz und Isolierung prüfen
  • Vergaser äußerlich reinigen

  • Kupplung auf Beschädigung (Abb. 3–1 bis Abb. 3-4), übermäßigen Verschleiß und ermüdete Federn prüfen (beim Schmieren des Kupplungstrommellagers)

  • Bremsband der Kettenbremse auf Verschleiß prüfen (die am meisten abgenutzte Stelle darf nicht dünner als 0,6 mm sein, Abb. 3-2, Abb. 3-4)

Sollten für die eigene Säge davon abweichende Wartungsintervalle und Arbeiten notwendig sein, so sind diese in der jeweiligen Bedienungsanleitung beschrieben. Bei Verlust bekommt man diese meist problemlos über seinen Motorsägehändler.

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