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Dirk Schmechel

LWF

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft

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Artikel

Autor(en): Cornelius Bugl, Alexander Riedelbauch
Redaktion: LWF, Deutschland
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Waldjugendspiele

Pfundsägen
Abb. 1: Beim Pfundsägen ist gutes Schätzvermögen gefragt. Und Spaß macht es auch (Foto: Bayerische Forstverwaltung).

Im Mai 1970 setzte der damalige Forstamtsleiter in Allersberg, Dr. Hans-Heinrich Vangerow seine lange gehegte Idee erstmals in die Tat um: Im Rahmen der Veranstaltungen zum Tag des Baumes boten Forstamt und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für die örtlichen Schulen einen interessanten und lehrreichen Vormittag im Wald an. Ein "Forstpate" führte die Schulklassen mit Hilfe von verschiedenen Stationen spielerisch an die Themen Wald und Forstwirtschaft heran. Die punktbesten Klassen wurden dann in Anerkennung ihrer gezeigten Leistungen mit Urkunden und Preisen geehrt. Mittlerweile nehmen jährlich weit mehr als 10.000 Schüler aus über 500 Schulklassen an den Waldjugendspielen teil.

Mit dem Wechsel von Dr. Vangerow an die damalige Oberforstdirektion Regensburg im Jahr 1973 erfuhren die Waldjugendspiele eine regionale Ausbreitung. In Passau, Regensburg und im Nationalpark Bayerischer Wald fanden 1974 die ersten Spiele in Ostbayern statt. Schon 1984 wurden auf Grund der riesigen Nachfrage die Waldjugendspiele auf alle ostbayerischen Landkreise ausgedehnt. Inzwischen nehmen auch regelmäßig Schulen aus Oberösterreich teil. In Passau und Regensburg werden darüber hinaus sogenannte integrative Waldjugendspiele für behinderte und nichtbehinderte Kinder angeboten.

Zentrale Organisation – dezentrale Durchführung

Über diese langen Jahre hat sich die zentrale Organisation der Spiele in Regensburg angesiedelt – erst an der Oberforstdirektion, dann an der Forstdirektion Niederbayern-Oberpfalz. Seit 2006 leitet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg Vorbereitung und Durchführung. Vorarbeiten wie die Entwicklung von Spielideen, die Ausschreibung der Veranstaltung, Einkauf von Preisen und Material sind Aufgaben des kleinen, dort angesiedelten Organisations-Teams. Für die örtliche Durchführung ist das jeweilige AELF zuständig. 2006 fanden die Spiele insgesamt in 12 Landkreisen statt.

Kooperation ist alles

Sie war am Anfang dabei – sie ist es noch immer: die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Seit den ersten Schritten ist die SDW gemeinsam mit der Forstverwaltung Träger der Waldjugendspiele. Diese Kooperation hat sich bestens bewährt. Wichtiger Partner 2006 war – und hoffentlich auch in den nächsten Jahren – das Unternehmen Bayerische Staatsforsten (BaySF). Mit zahlreichen Helfern – Waldarbeitern und Revierleitern – hat die BaySF die Durchführung der Spiele im Jahr eins nach der Forstreform maßgeblich unterstützt.

Der Ablauf

Bei den Waldjugendspielen begeben sich die Kinder einer Schulklasse gemeinsam mit "ihrem Förster" oder "ihrer Försterin", dem Forstpaten auf den gut präparierten Rundparcours. Neben den steten Informationen durch den Paten zu Wald und Forstwirtschaft warten zahlreiche Spiel- und Quizstationen auf die Kinder. Hier gilt es, möglichst viele Punkte zu sammeln. Beliebte Spiele sind das Sterschlichten, der Turmbau, der Zapfen-Zielwurf oder die Ratestaffel. Mit strahlenden Augen, aber auch müde nach der langen Wanderung, erreichen die Kinder nach 3 bis 4 Stunden das Ziel. Im Laufe des Monats Juli werden die Klassen dann zu Siegerehrungen und Preisverleihungen geladen. Auch hier ist die Freude riesengroß.

Cornelius Bugl ist Abteilungsleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg und regionaler Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik in Niederbayern und der Oberpfalz.

Alexander Riedelbauch war Mitarbeiter im Referat Forschung, Innovation, Waldpädagogik am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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