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LWF

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft

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Artikel

Autor(en): Alexander Riedelbauch
Redaktion: LWF, Deutschland
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Walderlebniszentren in Bayern

Lernen durch Erleben
In Walderlebniszentren lernen Kinder durch Erleben (Foto: D. Kriebel).

Vom Waldmuseum zum Erfolgsmodell

1976 wurde am Erlanger Stadtrand das Waldmuseum Tennenlohe eröffnet. Eine Ausstellung forstlicher Maschinen zeigte damals der städtischen Bevölkerung, wie beschwerlich und gefährlich Waldarbeit ist. Heute hat das Walderlebniszentrum Tennenlohe eine ganz andere Ausprägung: erlebnis- und zielgruppenorientierte Waldpädagogik im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Neben mehreren Walderlebniszentren (WEZ) gibt es auch ein Jugendwaldheim und sonstige waldpädagogische Einrichtungen. Jede hat ihren eigenen Charakter und jede besitzt ihre besondere Geschichte.

Seit 1998 ist Waldpädagogik gesetzlicher Bildungsauftrag der Forstbehörden in Bayern. Doch Waldpädagogik und wald­pädagogische Einrichtungen gab es bereits weit früher. Schon immer wollten Lehrer ihren Schülern "Unterricht am Objekt" ermöglichen – natürlich und authentisch. Erster Ansprechpart­ner für die "Kunden" waldpädagogischer Angebote, i.d.R. Schulklassen, die das Thema Wald im Unterricht behandeln, ist der Förster vor Ort. Denn der Förster ist der authentische und umfassend informierte Ansprechpartner in Sachen Wald. Doch in den Ballungsräumen sind Förster, verglichen mit der Zahl der Schulklassen, rar. Um die Nachfrage nach wald­pädagogischen Angeboten zu kanalisieren und die großstadt­nahen Revierleiter für ihre anderen Aufgaben zu entlasten, wurden dort die ersten Walderlebniszentren eingerichtet. Die Ursprünge der waldpädagogischen Einrichtungen sind teils sehr unterschiedlich.

Die pädagogische Ausrichtung orientiert sich an den Zielen der forstlichen Bildungsarbeit in der Bayerischen Forstverwal­tung und den lokalen Gegebenheiten und Voraussetzungen.

Waldpädagogik am Stadtrand

Die ersten Walderlebniszentren sind ballungsraumnah ent­standen. Ziel war zu Beginn, der städtisch geprägten Bevölke­rung Wald und Natur wieder näher zu bringen. Dazu kam, dass die Förster an stadtnahen Forstämtern die Nachfrage von Schulen und Schulklassen nicht ausreichend bedienen konn­ten. Das ist klar, wenn man die Dichte der Schulen, etwa im Großraum München, und das vorhandene Forstpersonal ver­gleicht. Also waren Spezialisten gefragt, die trotz allem den forstlichen Boden nicht verlieren und aus dem Leben gegrif­fen Wald und Forstwirtschaft vermitteln.

Das Netz verdichten

Das Bayerische Kabinett hat die erfolgreiche Arbeit der WEZ etc. anerkannt und im Sommer 2003 beschlossen, drei weitere Walderlebniszentren an den Standorten Regensburg, Würzburg und Ruhpolding aufzubauen. Die Planungen sind vorangeschritten, die Finanzierung ist gesichert. Die Einrich­tungen haben ihren Betrieb zum Teil schon aufgenommen.

Ausblick

Für alle waldpädagogischen Einrichtungen der Bayerischen Forstverwaltung wird das pädagogische Konzept im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung überarbei­tet. Neben den bestehenden Programmen werden die Wald­erlebniszentren und das Jugendwaldheim künftig verstärkt in der Multiplikatorenfortbildung - also in der Arbeit mit Lehre­rinnen und Lehrern sowie mit Erzieherinnen und Erziehern tätig sein.

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