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Artikel

Autor(en): Anna-Maria Walli
Redaktion: BFW, Österreich
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Holzfreundlichste Gemeinde Österreichs gesucht

Das Bundesforschungszentrum für Wald sucht im Zuge der Kampagne Wald im Klimawandel in einem bundesweiten Wettbewerb nach der holzfreundlichsten Gemeinde Österreichs. 2.100 Gemeinden sind bis Mitte August 2017 dazu eingeladen, ihre Projekte und Ideen zum Thema Wald und Holz vor den Vorhang zu holen.

Unter allen 2.100 österreichischen Kommunen werden im Sommer 2017 Städte und Gemeinden gesucht, die die bewusste Entscheidung getroffen haben, durch den vermehrten Einsatz der nachwachsenden Ressource Holz und durch eine angepasste, klimafitte Waldbewirtschaftung einen Beitrag zum Klimaschutz in ihrer Region zu leisten.

Holzfreundlichste Gemeinde
Gesucht sind Gemeinden, die sich für Wald, Klima, Energie und regionale Wertschöpfung engagieren.

"Die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels ist mir ein besonderes Anliegen. Dem nachhaltigen Bau-, Werk- und Energiestoff Holz kommt dabei eine wesentliche Schlüsselrolle zu", betont Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich des Startes des Wettbewerbs Holzfreundlichste Gemeinde Österreichs. Der Wettbewerb ist Teil einer Initiative des Bundesministeriums für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW), die den Wald fit für den Klimawandel machen will.

Wälder sind vom Klimawandel stark betroffen, sind aber auch gleichzeitig Teil der Lösung, indem sie der Atmosphäre während ihres Wachstums Kohlendioxid entnehmen. Die Wälder müssen entsprechend bewirtschaftet werden, damit sie auch in Zeiten des Klimawandels wesentliche Leistungen für die Gesellschaft erbringen können.
Dazu zählen Trinkwasser filtern, Luft reinhalten, ein sicherer Ort für eine artenreiche Fauna und Flora sein, uns vor Naturkatastrophen schützen und Holz bereitstellen. Die erneuerbare Ressource Holz kann einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, in dem es fossile Energieträger aber auch energieintensive Werk- und Baustoffe ersetzt.

Holzfreundliche Waldarbeiter
Den Gemeindewäldern wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. (Bild: BFW)

Insgesamt gibt es in Österreich ca. 145.000 Waldbesitzer, davon sind mehr als die Hälfte Kleinwaldbesitzer. "Wir wollen insbesondere die kleineren Waldbesitzer dabei unterstützen, ihre Wälder klimafit zu machen", fasst Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, das Engagement der Landwirtschaftskammer zusammen.

Neun Bundesländer, sechs Kategorien

Bis 13. August 2017 können die Gemeinden ihre Ideen und Projekte in sechs Kategorien einreichen.

  1. Bauen, Sanieren, Wohnen, Beschaffen
  2. Holz als erneuerbarer Energieträger
  3. Unser Gemeindewald
  4. Kommunikation, Information und Bildung
  5. Freizeit, Tourismus und Kultur
  6. Offene Kategorie

Pro Bundesland gewinnt eine Gemeinde zusätzlich einen Tag im Wald mit einem Wildnispädagogen oder einer Wildnispädagogin für eine Schulklasse aus der Gemeinde. Aus den neun Bundeslandgewinnern werden drei bundesweite Hauptgewinner prämiert. Der Gewinnergemeinde winken 15.000 Euro, für den zweiten Platz gibt es 8.000 und für den dritten 5.000 Euro.

"Wir sind gerne Partner der Initiative, denn bei den Österreichischen Gemeinden liegt ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Die Gemeinden Österreichs sind wesentlicher Bauträger, Energiebereitsteller aber auch aktiver Waldbewirtschafter", streicht Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, die wichtige Rolle der Gemeinden beim Klimaschutz hervor.

Holzfreundlicher Holzbau
Holz ist ein nachhaltiger und klimafreundlicher Baustoff (Bild: BFW)

Der Wettbewerb wird durch das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) im Rahmen des Projektes Wald im Klimawandel federführend koordiniert. "Im Rahmen dieses Projektes werden die Gemeinden sowie Kleinwaldbesitzer auch bezüglich ihrer Bedürfnisse hinsichtlich der Bewirtschaftung ihrer Wälder befragt. Die Ergebnisse sollen Beratungsbedarf aufzeigen und dazu motivieren, die Wälder bestmöglich klimafit zu machen", erklärt Peter Mayer, Leiter des BFW.

Als Projektpartner konnten der Nachhaltigkeits-Berater Gerald Steindlegger, der Österreichische Gemeindebund, die Landwirtschaftskammer, die Kooperationsplattform Forst Holz Papier, die Universität für Bodenkultur, das Umweltbundesamt und der Umweltdachverband gewonnen werden.

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