Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft
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| Autor(en): | Redaktion waldwissen.net – LWF |
| Redaktion: | LWF, Deutschland |
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Abb. 1: Ein "Forststudium" an der TU München bietet den Studentinnen und Studenten auch die Mitarbeit in High-Tech-Forschungsprojekten (Foto: K.-H. Häberle). |
"Förster werden ist nicht schwer,…" – oder doch? Wer sich für den Beruf interessiert, stellt schnell fest, dass es eine Ausbildung dafür nicht gibt. Wer Förster werden will, muss studieren. Wer sich noch intensiver damit beschäftig merkt dann: Förster ist nicht gleich Förster. Tatsächlich gibt es nämlich verschiedene Studiengänge, die einen dahin führen, was im Allgemeinen unter dem Begriff Förster zusammengefasst wird.
Die TUM bietet im Forstbereich drei Studiengänge an: den Bachelorstudiengang "Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement" und die Masterstudiengänge "Forst- und Holzwissenschaft" und "Sustainable Resource Management" (englischsprachig).
Bachelorstudiengang "Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement"
Der Bachelorstudiengang bietet mit einer fundierten wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Ausbildung die Grundlage für das Masterstudium und führt die Studierenden in drei Jahren zu einem ersten Abschluss. Er gliedert sich folgendermaßen:
| 1. und 2. Semester | 3. bis 5. Semester | 6. Semester |
| Biologie, Ökologie, Ökonomie, Chemie, Physik, Mathematik, Grundlagenfächer der Forstwirtschaft |
Waldökologie, Waldbau, Forsteinrichtung, Betriebsplanung,
Rechtslehre, Arbeitslehre, Forstnutzung, Verfahrenstechnik, Walderschließung,
Logistik, Waldschutz, Forstpolitik, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit,
Wildtiermanagement und Jagd
achtwöchiges Berufspraktikum (auch im Ausland) |
Anfertigung der Bachelorarbeit |
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Abb. 2: Studierende auf Exkursion (Foto: Mosandl) |
Die einzelnen Themenbereiche werden bei Vorlesungen, Seminaren, Projekten und Exkursionen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dies befähigt die Studierenden zu einer integrativen Sicht der Einzeldisziplinen und fördert gleichzeitig die Methodenkompetenz.
Mit dem Abschluss des Bachelor of Science (BSc) könne die Absolventen entweder direkt in das Berufsleben einsteigen, oder – sowohl unmittelbar als auch nach einer zwischenzeitlichen Berufstätigkeit – ihre universitäre Ausbildung mit einem Masterstudium fortsetzen. Die Studienfakultät der TUM bietet zwei Masterstudiengänge an, die auch Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaft offen stehen. Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten, beispielsweise den Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe" am Campus in Straubing.
Masterstudiengang "Forst- und Holzwissenschaften"
Im viersemestrigen Masterstudiengang "Forst- und Holzwissenschaften" können die Studierenden ein individuelles Profil entwickeln.
| 1.Semester | 2. und 3. Semester | 4. Semester |
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Ökologie, Sozioökonomie, Produktion und Holzverwendung (mit
starkem Forschungsbezug)
achtwöchiges Berufspraktikum |
Auswahl von drei Vertiefungsbereichen aus:
Holz als Roh- und Werkstoff, Wald im Gebirge, Forstbetriebsmanagement, Internationale Forstwissenschaft, Standortsbewertung und –nutzung, Landschaftsentwicklung und Naturschutz |
Anfertigung der Masterarbeit |
Zusätzlich müssen aus einem Angebot von mehr als 30 Wahlbereichen drei weitere Module belegt werden.
Englischsprachiger Masterstudiengang "Sustainable Resource Management"
Der Studienaufbau ist mit Vertiefungsbereichen und Wahlpflichtkursen ähnlich wie beim Master in Forst- und Holzwissenschaften. Themenfelder sind beispielsweise Management and Protection of Forest Ecosystems, Material and Waste Management, Renewable Resources, Sustainable Agriculture, Water and Soil Management und Wildlife and Protectet Area Management. Dieser auch international außerordentlich stark nachgefragte Studiengang feiert 2011 bereits sein zehnjähriges Jubiläum.
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Abb. 3:Nachhaltiges Denken wird unterstützt durch modernste Technologie beim Studium an der HSWT (Foto: T. Stephan). |
Die HSWT bietet die Bachelorstudiengänge "Forstingenieurwesen" und "Management erneuerbarer Energien" an. Diese können durch die Masterstudiengänge "Forst- und Holzwissenschaft" der TUM, "Nachwachsende Rohstoffe", einem gemeinsamen Studiengang der TUM und HSWT in Straubing oder auch dem Masterstudiengang "International Management of Forest Industries", den die HSWT zusammen mit der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) konzipiert hat, ergänzt werden.
Bachelorstudiengang "Forstingenieurwesen"
Die Regelstudiendauer des Bachelorstudienganges liegt bei sieben Semestern. Das Studium beinhaltet einen hohen Praxisanteil und fächerübergreifende Lehrveranstaltungen. Daneben wird die Anwendung erworbener Fähigkeiten bei Projektarbeiten eingefordert. Eineinhalb Semester verbringen die Studierenden in Betrieben bei potentiellen Arbeitgebern. Bei einem achtwöchigen Praxisprojekt müssen reale betriebliche Aufgaben bearbeitet werden.
| 1. und 2. Semester | 3. Semester | 4. und 5. Semester | 6. Semester | 7. Semester |
| Biologische Grundlagen, Geowissenschaftliche Grundlagen, Wirtschaft und Recht, Forstliche Informatik, Freilandökologie, Standortslehre, Waldarbeit und Holzerntetechnik (Grundlagen), Grundlagen Forstbetrieb, Forstpolitik, Wahlpflichtmodule |
Kommunikation, Jagd und Wildtier-management
Praxisprojekt Forstbetrieb |
Waldgesellschaften und Baumarteneignung, Waldwachstumslehre, Wald-Grundlagen, Waldökologie, Waldmesslehre und Statistik, Waldarbeit und Holzerntetechnik (Umsetzung, Planung und Organisation), Arbeitsrecht und Verwaltungsrecht, Holzwirtschaft, Waldschutz und Entomologie, Waldpflege und Forstliches Vermehrungsgut, Forstliche BWL und Rechtsanwendung, Geo-Informatik, Wahlpflichtmodule | Praxissemester mit betrieblichem Praktikum und praxis-begleitenden Lehrgängen |
Walderneuerung und funktionsspezifischer Waldbau,
Forstbetriebsplanung, Nachhaltssicherung und Ressourcenschutz, Wahlpflichtmodul
Anfertigung der Bachelorarbeit |
Bachelorstudiengang "Management erneuerbarer Energien"
Der Bachelorstudiengang "Management erneuerbarer Energien" im Wintersemester 2010/2011 mit über 500 Bewerbern auf 80 Studienplätze wie auch schon im Vorjahr der bestnachgefragte Studiengang der HSWT. Der Studienaufbau gestaltet sich folgendermaßen:
| 1. Semester | 2. Semester | 3. Semester | 4. Semester | 5. Semester | 6. Semester | 7. Semester |
| Natur-, Ingenieur- und wirtschafts-wissen-schaftliche Grundlagen | Grundlagen in Produktion, Technik, Betriebslehre und Daten-verarbeitung | Grundlagen in Management, Marketing, Technik, Recht und Kosten-rechnung |
Vertiefung in Technik, Logistik und EDV
Schwerpunktwahl: Ökonomie oder Produktion |
Praktikum |
Projektarbeiten in Qualitäts-management, Unternehmens-führung,
Marktlehre;
Vertiefung im gewählten Schwerpunkt |
Vertiefung in Recht, Politik und Personal-management sowie
im gewählten Schwerpunkt
Anfertigung der Bachelorarbeit |
Die Ausbildung zum Förster ist breitgefächert und
vielfältig. Und genauso verhält es sich mit den anschließenden
Berufsperspektiven. Verbleibanalysen der TUM und HSWT zeigen, dass fast alle
der ehemaligen Studenten – die meisten sogar sehr schnell – eine Stelle finden,
sei es im staatlichen oder privaten Forstbetrieb, bei der Forstverwaltung, in
der Holzwirtschaft oder als Freiberufler.