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Kompetenz-Netzwerk Klimawandel, Krisenmanagement und Transformation in Waldökosystemen (KoNeKKTiW)

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Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
Abteilung Forstökonomie

Wonnhaldestr. 4
D-79100 Freiburg

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Fax: +49 761 4018 333

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Artikel

Autor(en): Sandra Collin, Yvonne Hengst-Ehrhart, Clemens Leutner, Yvonne Chtioui
Redaktion: FVA, Deutschland
Kommentare: Artikel hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 86.6786.6786.6786.6786.67 (5)

KoNeKKTiW Fortbildungen: Waldwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

KoNeKKTiW
BMEL BMU

Sie suchen Ideen zur Förderung der Anpassung von Wäldern und Forstbetrieben an den Klimawandel? Das Projekt KoNeKKTiW bietet ein kostenfreies Fortbildungsangebot. Eine Kurzbeschreibung der Themen und eine Kontaktadresse finden Sie hier.

Bei Interesse an unseren Fortbildungsveranstaltungen wenden Sie sich bitte an die Projektkoordination an der FVA oder an die Mitarbeitenden bei AGDW und DFWR. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie hier im Projektflyer.

Die einzelnen Module im Überblick

Aktuelle Erkenntnisse aus der Klimaforschung

Der Klimawandel ist heutzutage in aller Munde und Medien übertreffen sich mit Katastrophenmeldungen, Verallgemeinerungen und mehr oder weniger passenden Vergleichen. Die zum Teil sehr kontroversen Darstellungen verunsichern die Leser und veranlassen sie dazu, den Klimawandel noch immer als eine Glaubensfrage abzutun, die er aber sicher nicht ist.

Im Transferprojekt KoNeKKTiW wird das reichlich vorhandene Wissen nutzergerecht aufgearbeitet und u.a. in Vortragsveranstaltungen und Seminaren weitergegeben. Die Klimaberichte des IPCC (Intergovernemental Panel on Climate Change) mit jeweils über 1000 Seiten sind für den Praktiker zu umfangreich und wissenschaftlich geschrieben. Forstlich relevante Erkenntnisse daraus fließen daher in das KoNeKKTiW Modul "Aktuelle Erkenntnisse aus dem Klimawandel" ein und werden anschaulich dargestellt.

Einzelphänomene des Klimawandels werden sowohl auf weltweiter Ebene als auch im lokalen Kontext aufgezeigt sowie ihre künftige Entwicklung anhand der bestehenden Klimaszenarien des IPCC vermittelt.

Einflüsse auf den CO2 Ausstoß
Abb. 1: Einflüsse auf den CO2 Ausstoß (Quelle: Sandra Collin)
Zusammenfassung der Klimaänderungen weltweit. Leicht veränderte und übersetzte Darstellung
Abb. 2: Zusammenfassung der Klimaänderungen weltweit. Leicht veränderte und übersetzte Darstellung (Quelle: IPCC, AR5)

Fichte im Klimawandel

Visualisierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Buchdruckers mittels eines durch die Teilnehmenden selbst konstruierten Spinnennetzes.
Abb. 3: Visualisierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Buchdruckers mittels eines durch die Teilnehmenden selbst konstruierten Spinnennetzes (Quelle: Dr. Christoph Hartebrodt, FVA).

Klimatische Veränderungen stellen vor allem Waldbesitzende mit traditionell hohem Fichtenanteil vor ganz neue Herausforderungen. Hier und da ist ein Umdenken nötig, schließlich gilt es, den Wald als natürlichen Lebensraum, Einnahmequelle und Erholungsraum auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Die Weichen dafür stellen Forstleute und Waldbesitzende schon heute.

Im Rahmen einer Fortbildung "Fichtenbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels" besteht die Chance,  sich mit den möglichen Veränderungen für die Fichte eingehender zu beschäftigen.

Anhand von Fachvorträgen, Diskussionen und praktischen Beispiele werden Themen wie Klimaveränderung, Effekte von Mischungsformen, Vorratsstrukturen, Diversifizierung, Durchforstung, Sturmwurf, Schädlinge und Holzpreisschwankungen behandelt. Wo möglich wird in einer Exkursion vor Ort an konkreten Beispielflächen das gelernte vertieft. Eine wichtige Kernbotschaft dieser Fortbildung ist, dass Waldbesitzende  dem Klimawandel nicht hilflos ausgesetzt sind. Im Gegenteil, sie haben Gestaltungsspielraum und können zu einem gewissen Teil selbst steuern, wie verletzlich die Betriebsstruktur und ihre Waldbestände gegenüber Störungen sind.

Bewusstseinsbildung - Vom Wissen zum Wollen

Der Weltklimarat stellt in seinem aktuellen Sonderbericht zum Risikomanagement von Extremereignissen fest: Wir wissen eine Menge über die Folgen des Klimawandels und die Möglichkeiten zur Anpassung unserer Waldbewirtschaftung, aber wir tun viel zu wenig. Was sind die Gründe hierfür? Was verhindert das Aktivwerden der Branche?

Es sind viele kleine Gründe, die in der Summe jedoch zum großen Hemmschuh für die Anpassung der Waldbewirtschaftung werden. Oft fehlt es bereits am Gefühl überhaupt betroffen zu sein.

Das KoNeKKTiW-Modul "vom Wissen zum Wollen" fragt nach dem Klimawandel in den Köpfen forstlicher Entscheidungsträger. Wie nehmen wir den Klimawandel wahr? Wie gehen wir mit Risiken um? Und was muss passieren, damit wir aktiv werden? Die Antworten sind so ebenso vielfältig wie die Gründe die das Handeln verhindern. Klar ist, um ein besseres Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels zu wecken braucht es weit mehr als nur Informationen zu möglichen Maßnahmen.

Schematische Darstellungen der Stellschrauben für die Förderung von Bewusstseinsbildung.
Abb. 3: Schematische Darstellungen der Stellschrauben für die Förderung von Bewusstseinsbildung. (Quelle: Yvonne Hengst-Ehrhart)

Forstschädlinge in Zeiten des Klimawandels

Insektenfraß (Quelle: Horst Delb)
Abb. 4: Insektenfraß (Quelle: Horst Delb)

Insekten, Pilze, Nematoden und andere biotische Schadfaktoren können in unseren Wäldern, bezogen auf das örtliche Ziel, mitunter erheblichen Schaden anrichten – das ist zunächst nicht neu, zunehmend werden aber die äußeren Rahmenbedingungen durch den Klimawandel verändert. Wärmere und trockenere Sommer, mildere Winter mit erhöhtem Niederschlag, mehr und stärkere Extremwetterereignisse, all dies wirkt sich auch in unterschiedlicher Weise auf die Waldschutzsituation aus.

Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Welche neuen Schaderreger gewinnen wo potenziell an Bedeutung und wie verändert sich die Situation der klassisch auftretenden und bereits bekannten Schädlinge und Waldkrankheiten? Wo zeichnen sich die Folgen der sich verändernden Situation schon heute ab und in welchen Fragen besteht noch Unsicherheit und damit weiterer Forschungsbedarf? Welche Präventionsmaßnahmen sind sinnvoll und effektiv? Wie kann angemessen und erfolgversprechend auf das Auftreten verschiedener Schaderreger reagiert werden?

Risikomanagementzyklus, nach DIN ISO 30100 und PWC, veränderte Darstellung.
  • Risikoidentifikation: ausgehend von Betriebszielen
  • Risikoanalyse und Bewertung: Ziele auf Gefährdung analysieren und bewerten
  • Risikohandhabung: Nach Abschluss der Bewertung festlegen, für welche Ziele Maßnahmen ergriffen werden und für welche nicht
  • Umsetzung: beschlossene Maßnahmen umsetzen
  • Kontrolle: Maßnahmen auf Effektivität prüfen
Abb. 5: Risikomanagementzyklus, nach DIN ISO 30100 und PWC, veränderte Darstellung.

Für diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Waldschutz und Klimawandel sollen in dem vorliegenden Modul praxistaugliche Antworten und Lösungsansätze gefunden werden.

Forstbetriebliches Risikomanagement

Einzelne forstbetrieblich und waldbaulich wirksame Risikofaktoren sind allseits bekannt und oft gefürchtet. Sturmwurf, Insektenkalamitäten, Waldbrand, Dürre und vieles mehr bergen ein teilweise hohes Gefahren- und Schadpotenzial. Forstleute haben in der Regel nie mit allem gelichzeitig zu tun und konzentrieren sich auf die offensichtlichen Schadeinflüsse vor Ort. Zu einem professionellen und  vorausschauenden Risikomanagement gehört jedoch weit mehr als das Reaktionsvermögen auf bereits eingetretene Schäden. Beides ist notwendig – wo aber liegt der Unterschied zwischen Risiko- und Krisenmanagement? Woran orientiert sich ein umfassendes forstbetriebliches Risikomanagement? Wie behält man den Blick fürs Ganze und wie kann man klimatische Änderungen in die Risikobewertung einbeziehen?

Wir bringen Sie in die Lage für Ihren eigenen Forstbetrieb eine strukturierte Analyse und fundierte Bewertung der Risikolage durchzuführen und unterstützen Sie auch methodisch auf diesem Weg.

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