Suche

    
Suche nur in dieser Rubrik

Erweiterte Suche

Die waldwissen.net-App!

App Waldwissen

Waldwissen Newsletter

Unser Waldwissen-Newsletter informiert Sie vier, fünf Mal jährlich über spezielle Beiträge und Waldwissen-Aktivitäten.

Ihr E-Mail*

Dossier

Autor(en): Redaktion waldwissen.net - WSL
Redaktion: WSL, Schweiz
Kommentare: Dossier hat 0 Kommentare
Bewertung: Zu Favoriten Druckansicht 64.064.064.064.064.0 (196)

Dossier: Kastanien

In Mitteleuropa kommen die Edelkastanie (Castanea sativa) und die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) vor. Die beiden Arten sind genetisch nicht miteinander verwandt, lediglich die Früchte weisen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Die Edelkastanie zählt zur Familie der Buchengewächse, die Rosskastanie zur Familie der Seifenbaumgewächse (früher: Rosskastaniengewächse). Sowohl Edel- als auch Rosskastanie waren ursprünglich bei uns nicht heimisch.

Südschweizer Edelkastanienwälder

Kastanienfrüchte
Foto: Thomas Reich (WSL)

Die Edelkastanie stammt ursprünglich wohl aus Südosteuropa und dem Gebiet der heutigen Türkei. Sie wurde bei uns ebenso wie die Weinrebe von den Römern eingeführt, denn ihre nahrhaften, wohlschmeckenden und zudem gut lagerfähigen Früchte waren schon lange geschätzt. Obwohl es auch nördlich der Alpen kleinere Kastanienbestände gibt, sind in der Schweiz vor allem die ausgedehnten Kastanienwälder des Kantons Tessin und der Südbündner Täler bekannt.

Edelkastanien sind durch den aus Asien eingeschleppten Kastanienrindenkrebs (Cryphonectria parasitica) bedroht. Die Krankheit scheint derzeit zum Glück unter Kontrolle. Seit einigen Jahren tritt  zudem die Japanische Esskastanien-Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus) auf, die ebenfalls ursprünglich im asiatischen Raum beheimatet ist.

Kastanienbäume können alt und sehr dick werden und weisen durch die frühere Bewirtschaftung oft eine typische Wuchsform auf. Die Forschungsanstalt WSL hat die 300 imposantesten Kastanienbäume der Südschweiz inventarisiert.

Rosskastanie: Zierbaum und Schattenspender

Die natürlichen Vorkommen der Rosskastanie liegen in Nordgriechenland, Albanien und Mazedonien. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie nach Mitteleuropa eingeführt und war fortan als Zierbaum im Stadtgebiet oder als Wildfutterlieferant in Wäldern geschätzt. Die Rosskastanie ist auch beliebter Schattenspender an Uferpromenaden oder in Biergärten. 2005 wurde sie zum Baum des Jahres gekürt.

Artikel zur Edelkastanie

Ernte, Behandlung und Konservieren von Kastanienfrüchten Ernte, Behandlung und Konservieren von Kastanienfrüchten

Die Kastanie hat äusserst delikate aber leicht verderbliche Früchte. Sie vertrocknen schnell und sind anfällig gegen Schimmelpize und Insekten. Ein Merkblatt hilft, die Marroni länger lagern zu können.

24.11.2004
69.3369.3369.3369.3369.33 (374)
Der Esskastanien-Rindenkrebs Der Esskastanien-Rindenkrebs

Der ursprünglich aus Asien stammende Pilz wurde 1992 erstmalig in Deutschland (Ortenau) nachgewiesen. Die Beseitigung der befallenen Bäume ist dringend notwendig, um die weitere Ausbreitung des aggressiven Pilzes zu verhindern.

07.01.2005
66.6766.6766.6766.6766.67 (87)
Kastanienrindenkrebs: Schadsymptome, Biologie, Gegenmassnahmen Kastanienrindenkrebs: Schadsymptome, Biologie, Gegenmassnahmen

Der Kastanienrindenkrebs ist eine gefährliche Pilzkrankheit der Edelkastanie, die aus Asien weltweit verschleppt wurde und in den USA die ausgedehnten Kastanienwälder fast vollständig zerstörte. In Europa verläuft die Krankheit glücklicherweise weniger dramatisch.

11.02.2015
56.3356.3356.3356.3356.33 (75)
Ein Virus gegen den Esskastanienrindenkrebs Ein Virus gegen den Esskastanienrindenkrebs

Ein Virusbefall hemmt die Aggressivität des Schadpilzes: Läsionen verheilen, die Rinde bleibt geschlossen und Wasserreiser welken nicht ab. Um diesen Vorgang auf allen Flächen anzustoßen, kann man kranke Bäume mit einem Virus-tragenden Pilz beimpfen.

26.11.2013
52.3352.3352.3352.3352.33 (269)
Der Kastanienrindenkrebs auf der Alpennordseite ist biologisch kontrollierbar Der Kastanienrindenkrebs auf der Alpennordseite ist biologisch kontrollierbar

Bis jetzt gelang es nicht, den Kastanienrindenkrebs auf der Alpennordseite auszumerzen. Die Rindenkrebse können aber mit einem so genannten Hypovirus behandelt werden.

31.05.2007
56.6756.6756.6756.6756.67 (196)
Die Japanische Esskastanien-Gallwespe Die Japanische Esskastanien-Gallwespe

Die Japanische Esskastanien-Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus) ist ein durch die EU geregelter Quarantäne-Schadorganismus. Für Deutschland ist das Vorkommen erstmals seit Juni 2013 amtlich bestätigt.

24.06.2013
59.059.059.059.059.0 (128)
Die Edelkastanien-Gallwespe in der Schweiz Die Edelkastanien-Gallwespe in der Schweiz

Im Mai 2009 wurde im Siedlungsgebiet von Mendrisio (Kanton Tessin) erstmals die ursprünglich aus China stammende Edelkastanien-Gallwespe entdeckt. Seitdem hat sie sich ausgebreitet und tritt punktuell auch nördlich der Alpen auf.

22.08.2013
61.6761.6761.6761.6761.67 (110)
Inventar der Riesenkastanien im Tessin und im Misox Inventar der Riesenkastanien im Tessin und im Misox

Über 7 Meter Umfang auf Brusthöhe, Alter 350 bis 700 Jahre: Das sind die eindrücklichen Kennzahlen der 300 imposantesten Kastanienbäume im Tessin und im Misox. Ein Mitarbeiter der WSL hat die Baum-Persönlichkeiten in einem Inventar erfasst.

01.12.2004
76.3376.3376.3376.3376.33 (51)
Restauration von Kastanienselven in der Schweiz Restauration von Kastanienselven in der Schweiz

Die Edelkastanie bildete auf der Alpensüdseite einst die Ernährungsgrundlage und prägte Leben und Landschaft. Nachdem die Kastanienkultur weitgehend in Vergessenheit geriet, bemüht man sich heute, die Kastanienselven und die Sortenvielfalt zu erhalten.

11.05.2007
51.3351.3351.3351.3351.33 (154)
Die Edelkastanie in der Schweiz Die Edelkastanie in der Schweiz

Marroni und die Alpensüdseite bringt man hierzulande rasch miteinander in Verbindung. Weniger bekannt dagegen sind die Kastanien-Bestände auf der Alpennordseite.

30.09.2013
57.3357.3357.3357.3357.33 (87)
Edelkastaniengallwespe fördert den Kastanienrindenkrebs Edelkastaniengallwespe fördert den Kastanienrindenkrebs

Die Anzahl gebietsfremder Schadorganismen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Interaktionen zwischen solchen Schadorganismen können sich auf die neu besiedelten Ökosysteme drastisch auswirken, wie ein Beispiel im Verbreitungsgebiet der Edelkastanie zeigt.

26.05.2016
52.052.052.052.052.0 (25)
Wertholzproduktion im Kastanien-Niederwald Wertholzproduktion im Kastanien-Niederwald

Forstwissenschafter gehen der Frage nach, ob sich in Umtriebszeiten von 30–40 Jahren qualitatives Kastaniensägerundholz produzieren lässt. Dabei machten sie eine interessante Beobachtung: Scheinbar tote Kastanienstöcke schlagen wieder aus.

22.12.2005
65.3365.3365.3365.3365.33 (69)
Blütenphänologie und Biologie der Edelkastanie Blütenphänologie und Biologie der Edelkastanie

Die Edelkastanie gehört zu den Arten, die sich nicht selbst befruchten können und deshalb auf Fremdbestäubung angewiesen sind. Diese Baumart weist sowohl die typischen Merkmale der Insektenbestäubung als auch diejenigen der Windbestäubung auf.

29.10.2007
63.3363.3363.3363.3363.33 (89)
Handbuch Edelkastanie Handbuch Edelkastanie

Kaum jemand weiß, was die Edelkastanie und ihr Holz leisten kann. Ein grenzüberschreitendes Projekt sollte das ändern: Welche Funktionen erfüllen Kastanienwälder und welchen Gefahren sind sie ausgesetzt?

26.11.2013
69.6769.6769.6769.6769.67 (22)
Die Edelkastanie: Nahrungsquelle und Holzlieferantin Die Edelkastanie: Nahrungsquelle und Holzlieferantin

Die Edelkastanie – Baum des Jahres 2018 – kam vor 2.000 Jahren mit den Römern zu uns und liefert seit dem Nahrung und Holz. Sie ist eine wärme- und lichtliebende Baumart und wächst in Deutschland vorwiegend im Südwesten im Weinanbauklima.

03.04.2018
91.6791.6791.6791.6791.67 (8)

Artikel zur Rosskastanie

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

Die Rosskastanie ist als einer der beliebtesten Stadt-, Park- oder Alleebäume bekannt. Nach der Blütenpracht im Frühling wird im Sommer das schattenspendende Blätterdach geschätzt.

13.06.2005
60.3360.3360.3360.3360.33 (154)
Die Rosskastanie – Baum des Jahres 2005 Die Rosskastanie – Baum des Jahres 2005

Kaum einer, der nicht als Kind mit ihren Früchten gespielt oder in der sommerlichen Hitze unter ihrem markanten Blätterdach den Aufenthalt in einem Biergarten genossen hat. 2005 wurde sie als Baum des Jahres entsprechend gewürdigt.

09.05.2005
53.3353.3353.3353.3353.33 (492)
Stamminjektionen nicht für die Bekämpfung der Rosskastanienminiermotte geeignet Stamminjektionen nicht für die Bekämpfung der Rosskastanienminiermotte geeignet

Um zu testen, inwieweit Injektionsverfahren zur Bekämpfung der Rosskastanienminiermotte geeignet sind, wurden Bäume mit einem systemischen Insektizid behandelt. Der Befall war geringer, aber schädliche Nebenwirkungen traten auf.

23.11.2006
77.3377.3377.3377.3377.33 (74)