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Dossier

Autor(en): Michael Streckfuß
Redaktion: LWF, Deutschland
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Dossier Invasive Arten

Invasive Arten, Neobiota, Neozoen, Neophyten, Neomyceten - viele sperrige Fremdwörter und ein fast schon inflationärer Gebrauch der griechischen Vorsilbe "Neo" für "Neu" beschreiben letztlich nur eines, nämlich Lebewesen mit aktuellem Migrationshintergrund.

Bei Neobiota geht es um Lebewesen, die bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt durch den Menschen in einen für sie neues Gebiet eingebracht wurden oder eingewandert sind und sich dort selbständig weiter ausbreiten und fest etablieren. Mit Neozoen, Neophyten und Neomyceten werden diese Neubürger nochmals etwas genauer in Tier-, Pflanzen- und Pilzarten unterteilt (Begriffe siehe Kasten). Das "Neu" bezieht sich etwas willkürlich auf die Zeit seit 1492, weil die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus als Beginn einer bis dahin unbekannten, weltweiten Mobilität der Menschheit gesehen werden kann, durch die auch sehr viele Organismen in neue Gebiete gelangten.

Im engeren Sinn werden als "invasive Neobiota" solche Arten bezeichnet, die sich aggressiv und invasionsartig ausbreiten, gebietsweise dominant werden und dadurch andere Arten bedrängen können. Aus Sicht des Menschen bringen invasive Arten oft ökonomische, ökologische oder medizinische Nachteile. Typisch für viele aggressive Arten ist, dass sie sich in ihrer ursprünglichen Heimat eher unauffällig zeigen und dort im Gleichgewicht mit Gegenspielern und konkurrierenden Arten stehen. Auch in einem neu besiedelten Gebiet können Neobiota über längere Zeit ausharren (Lag Phase), bevor sie invasiv werden.

Ambrosiasamen in Vogelfutter Ambrosiasamen mit und ohne Fruchthülle
Abb. 1: Neue Arten kamen oft auf unerwarteten Wegen. Beispielsweise enthielt Vogelfutter bis vor wenigen Jahren häufig Samen der Ambrosia, die gewöhnlich auf den Ambrosia-verseuchten Feldern Südosteuropas stammte. So erhielt die invasive Art durch die heimischen Vogelfreunde jedes Jahr eine neue Chance bei uns. Die verstreuten Samen bleiben im Boden unserer Gärten bis zu 40 Jahre lang keimfähig, obwohl die Pflanze selbst nicht frosthart ist.

Auf dem linken Bild sind die typisch gezackten Früchte der Beifuß-Ambrosie in einer Vogelfutterprobe zu sehen. Rechts sieht man im unteren Teil auch die eigentlichen Samen, bei denen die gezackte Fruchthülle bereits abgefallen ist.

Linkes Foto: Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie (Stefan Nawrath, Beate Alberternst)
Rechtes Foto: W. Wohlers (Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen)

Menschliche Mobilität und Klimawandel

Die Einwanderung neuer Arten mit allen Nebenwirkungen ist an sich nicht neu. Neu ist allerdings die hohe Mobilität des Menschen mit globalem Waren- und Reiseverkehr, so dass viele Arten oft zufällig übertragen werden. Dies führt weltweit zu vielen Einwanderungswellen in einer unnatürlich raschen Folge und über große geografische und klimatologische Barrieren hinweg.

Die zufällige oder auch selektive Übertragung von Arten lässt zudem meist die Gegenspieler und den ökologischen Kontext in der Heimat zurück, was der Art in der neuen Umgebung einen zusätzlichen Vorteil verschaffen kann und sie invasiv werden lässt (enemy release hypothesis).

Und auch der gegenwärtige Klimawandel begünstigt invasive Arten, indem sich zunehmend wärmeliebende Arten bei uns etablieren können, während umgekehrt durch die Erwärmung keine andere, bei uns bekannte invasive Art dadurch gebremst wird.

Begriffe

neo (griech.: neu)

Neobiota = Überbegriff für neu eingebürgerte Lebewesen seit Kolumbus (griech.: bios = Leben, Lebewesen)

Neophyten = Neu eingebürgerte Pflanzenarten (griech.: phyton = Pflanze)

Neozoen = Neu eingebürgerte Tierarten (griech.: zoo = Kreatur, Tier)

Neomyceten = Neu eingebürgerte Pilzarten (griech.: mykês = Pilz)

Invasive Arten = Neobiota, die sich invasionsartig ausbreiten und dominant werden (lat. invadere = hineingehen)

Die Begriffe "Exoten" oder "fremdländische Arten" bezeichnen zwar meist das selbe wie Neobiota, doch sollten diese unscharfen und umgangssprachlichen Begriffe vermieden werden.

Archäophten/-zoen = Altpflanzen/-tiere, Pflanzen/Tiere, die vor Kolumbus z.T. schon seit der Jungsteinzeit mit dem Menschen in ein Gebiet kamen. Dazu zählen z.B. viele Ackerunkäuter. (griech.: archaios = alt)

Indigene Arten = Synonym für autochthone, ursprünglich einheimische Arten, die aus eigener Kraft eingewandert oder vor Ort entstanden sind (lat. indiges = eingeboren; Altgriech.: autós = selbst und chthōn = Erde).

Extrembeispiele sind untypisch

Die Fülle von Veröffentlichungen zeigt, wie brisant das Thema sein kann. Schließlich gibt es tatsächlich eine ganze Reihe von Beispielen, wo invasive Arten in kurzer Zeit einheimische Arten verdrängen oder sogar bereits ausgerottet und große wirtschaftliche Schäden verursacht haben, man denke nur an Australien. Dennoch muss man berücksichtigen, dass solche Extrembeispiele verglichen mit der Gesamtzahl der Fälle nur selten und in Mitteleuropa bisher noch kaum aufgetreten sind. Als Faustregel für Gefäßpflanzen kann gelten: Von 100 neuen Arten fallen 10 auf und nur eine wird problematisch.

Außerdem sollten Veränderungen nicht grundsätzlich als Gefahr oder Zerstörung, sondern als Entwicklung, als Evolution verstanden werden. Ökosysteme und Lebensräume sind nur auf dem ersten Blick statisch. Deshalb sollte niemand die Etablierung neuer Arten grundsätzlich als negativ ansehen, denn das käme einer ideologischen Bewertung gleich, die fachlich nicht begründbar ist. Wenn sich also herausstellt, dass eine neue Art keine großen Verwerfungen bringt, ist es unsinnig, sie weiter zu bekämpfen.

Auswirkungen

Die meist unerwünschten Auswirkungen bei der Einwanderung neuer Arten sind:

Ökologisch

  • Verdrängen anderer Arten durch Konkurrenz, Auffressen, neue Krankheiten mitbringen. Besonders gefährdet sind inselartig isolierte Ökosysteme ohne Ausweichmöglichkeiten.
  • Veränderung von Ökosystemen (z.B. Stickstoffanreicherung durch die Robinie)
  • Aussterben durch Einkreuzen (z.B. bei Verwandtschaft die genetische Veränderungen der heimischen Population)

Medizinisch

  • Gesundheitsgefahr durch Allergien (z.B. Ambrosia), Gifte (z.B. Herkulesstaude)

Wirtschaftlich

  • Hohe Kosten im Gesundheitsbereich
  • Produktionsausfälle und -schäden
  • Behinderung von Bewirtschaftung, Verschlechterung der Produktqualität, höhere Produktionskosten
  • Wirtschaftliche Schäden durch notwendige Bekämpfung könnte große Grundbesitzer (Waldbesitzer!) besonders stark treffen
  • Einstufung als Quarantäne-Schädling
    Im Internationalen Pflanzenschutzabkommen (IPPC) wurden Richtlinien (ISPM-Standards) festgelegt, nach denen eine Art als Quarantäneart eingestuft werden kann. Derzeit haben z.B. der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB), der Kiefernholznematode oder die Esskastanien-Gallwespe diesen Status. Dies hat zur Folge, dass bei internationalen Transporten bezüglich der Quarantänearten bestimmte, meist kostspielige Auflagen erfüllt werden müssen.

Invasive Arten im forstlichen Alltag

Auch wenn sich invasive Arten in Mitteleuropa und speziell im Forstsektor im Vergleich zu anderen Gegenden der Welt bisher noch relativ harmlos präsentieren, sollten aggressive Einwanderer angesichts des negativen Potenzials genau beobachtet werden. Verharmlosung ist so wenig angebracht wie Hysterie. Denn neben den ökologischen Auswirkungen birgt jede Invasion einer neuen Art auch erhebliche wirtschaftliche und gesundheitliche Risiken (siehe Kasten).

Das Beispiel des Beifußblättrigen Traubenkrautes (Ambrosia artemisiifolia; auch Beifuß-Ambrosie oder nur Ambrosia) zeigt in Süd- und Mitteleuropa bereits eindrücklich reale ökonomische und medizinische Auswirkungen. Das allergene Potenzial seiner Pollen ist erheblich größer als das von Gräserpollen und die Pollenanzahl ist so extrem, dass alleine diese Art in manchen Gegenden Südeuropas über die Hälfte aller Pollen in der Luft stellt. Das Gesundheitswesen wird dadurch massiv belastet, auch, weil Ambrosia erst ab dem Hochsommer blüht und so die Pollensaison um mehrere Monate verlängert.

2007 gab es daher in der Schweiz und in Bayern offizielle Bekämpfungsaktionen, um die weitere Einwanderung aus Süden zu bremsen. Zumindest in Bayern sind derartige Aktionen für den Bürger noch billig und freiwillig. Wird aber wie bereits in Teilen Südeuropas und der Schweiz die Bekämpfung zur gesetzlichen Verpflichtung, kann es zumindest für Gemeinden und öffentliche Grundbesitzer richtig teuer werden. Zwar ist das Beispiel Ambrosia keine typische Waldart, doch erstens grenzen Wälder oft an Felder und zweitens kann schon morgen eine andere waldtypische Art ähnlich große Probleme verursachen.

Wie die nun folgenden Dokumente zeigen, haben neben den bekannten pflanzlichen Invasoren in den heimischen Wäldern vor allem Insekten- und Pilzarten das Potenzial für hohe ökonomische und ökologische Risiken.

Bedenklicher Bock aus Braunau bedroht bayerische Bäume Bedenklicher Bock aus Braunau bedroht bayerische Bäume

Wird er fliegen oder wird er nicht fliegen? Gespannt blicken Baumfreunde und Forstleute aus Österreich und Bayern nach Braunau. Dort bohren sich die Larven eines aus Asien eingeschleppten Insekts durch städtische Parkbäume.

24.02.2005
61.6761.6761.6761.6761.67 (134)
Ein Virus gegen den Esskastanienrindenkrebs Ein Virus gegen den Esskastanienrindenkrebs

Ein Virusbefall hemmt die Aggressivität des Schadpilzes: Läsionen verheilen, die Rinde bleibt geschlossen und Wasserreiser welken nicht ab. Um diesen Vorgang auf allen Flächen anzustoßen, kann man kranke Bäume mit einem Virus-tragenden Pilz beimpfen.

26.11.2013
52.6752.6752.6752.6752.67 (265)
Das Risiko eingeschleppter Pilzkrankheiten für die Waldbäume Das Risiko eingeschleppter Pilzkrankheiten für die Waldbäume

Im Laufe der Evolution hat sich zwischen den einheimischen Arten und ihren Krankheiten ein Gleichgewicht eingestellt. Gelangen Krankheitserreger jedoch in neue Gebiete mit potenziellen neuen Wirtspflanzen, so können sich Epidemien entwickeln. Einige dieser Epidemien haben Geschichte geschrieben.

06.02.2007
58.6758.6758.6758.6758.67 (82)
Der Asiatische Eschenprachtkäfer Der Asiatische Eschenprachtkäfer

Noch ist er nicht in Mitteleuropa gesichtet worden. Jedoch besteht ein hohes Risiko, dass der Käfer eingeschleppt wird. Wegen seines enormen Schadpotzenzials erscheint die Einstufung des Asiatischen Eschenprachtkäfers als Quarantäneschädling unumgänglich.

12.10.2004
79.079.079.079.079.0 (54)
Der Asiatische Laubholzbock hat geschützte Doppelgänger! Der Asiatische Laubholzbock hat geschützte Doppelgänger!

Der Asiatische Laubholzbock (ALB), ein Quarantäneschädling, ist inzwischen in Deutschland bekannt. Leider gilt dies nicht für seine heimischen und zum Teil streng geschützten Doppelgänger. Ein Faltblatt soll Abhilfe schaffen.

06.11.2006
75.6775.6775.6775.6775.67 (33)
Der Esskastanien-Rindenkrebs Der Esskastanien-Rindenkrebs

Der ursprünglich aus Asien stammende Pilz wurde 1992 erstmalig in Deutschland (Ortenau) nachgewiesen. Die Beseitigung der befallenen Bäume ist dringend notwendig, um die weitere Ausbreitung des aggressiven Pilzes zu verhindern.

07.01.2005
68.068.068.068.068.0 (84)
Kastanienrindenkrebs: Schadsymptome, Biologie, Gegenmassnahmen Kastanienrindenkrebs: Schadsymptome, Biologie, Gegenmassnahmen

Der Kastanienrindenkrebs ist eine gefährliche Pilzkrankheit der Edelkastanie, die aus Asien weltweit verschleppt wurde und in den USA die ausgedehnten Kastanienwälder fast vollständig zerstörte. In Europa verläuft die Krankheit glücklicherweise weniger dramatisch.

11.02.2015
56.3356.3356.3356.3356.33 (72)
Der Kastanienrindenkrebs auf der Alpennordseite ist biologisch kontrollierbar Der Kastanienrindenkrebs auf der Alpennordseite ist biologisch kontrollierbar

Bis jetzt gelang es nicht, den Kastanienrindenkrebs auf der Alpennordseite auszumerzen. Die Rindenkrebse können aber mit einem so genannten Hypovirus behandelt werden.

31.05.2007
56.056.056.056.056.0 (194)
Der Kiefernholznematode Der Kiefernholznematode

Die EU unternimmt große Anstrengungen durch Monitoring und Quarantänemaßnahmen die weitere Verschleppung der Kiefernholznematode in Europa zu verhindern. Portugal hat das Problem bereits im Lande.

08.10.2004
63.6763.6763.6763.6763.67 (58)
Der Waschbär – Ein Spitzbube mit Zerstörungspotential Der Waschbär – Ein Spitzbube mit Zerstörungspotential

Seit 30 Jahren leben Waschbären in Schweizer Wäldern. Im Gegensatz zu Mitteldeutschland, wo die aus Amerika stammenden Tiere an vielen Orten zur Plage werden, sind sie in der Schweiz noch nicht häufig. Am Genfer See tritt er häufiger auf.

26.10.2004
59.6759.6759.6759.6759.67 (465)
Die Edelkastanien-Gallwespe in der Schweiz Die Edelkastanien-Gallwespe in der Schweiz

Im Mai 2009 wurde im Siedlungsgebiet von Mendrisio (Kanton Tessin) erstmals die ursprünglich aus China stammende Edelkastanien-Gallwespe entdeckt. Seitdem hat sie sich ausgebreitet und tritt punktuell auch nördlich der Alpen auf.

22.08.2013
61.061.061.061.061.0 (109)
Die Geister die ich rief... Die Geister die ich rief...

Mannheimer Forstleute treten die Flucht nach vorne an. Da die gefürchtete Spätblühende Traubenkirsche nicht mehr entfernt werden kann, soll sie nun Wertholz liefern.

29.09.2004
66.066.066.066.066.0 (57)
Die Holländische Ulmenwelke in Österreich Die Holländische Ulmenwelke in Österreich

Die Holländische Ulmenwelke ist ein klassisches Beispiel für die fatalen Folgen der Einschleppung ausländischer Krankheitserreger. Die Krankheit kommt seit 1928 in Österreich vor und hat seither die Bestände der heimischen Ulmenarten stark geschädigt.

05.02.2007
69.6769.6769.6769.6769.67 (88)
Die Japanische Esskastanien-Gallwespe Die Japanische Esskastanien-Gallwespe

Die Japanische Esskastanien-Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus) ist ein durch die EU geregelter Quarantäne-Schadorganismus. Für Deutschland ist das Vorkommen erstmals seit Juni 2013 amtlich bestätigt.

24.06.2013
59.6759.6759.6759.6759.67 (126)
Eichen und Buchen sind von eingeschlepptem Pilz bedroht Eichen und Buchen sind von eingeschlepptem Pilz bedroht

Aus Asien eingeschleppt ist der Pilz Phytophthora ramorum bereits ein gefürchteter Eichenkiller in Kalifornien. Nun wurde er auch in Deutschland erstmals nachgewiesen.

12.10.2004
53.6753.6753.6753.6753.67 (69)
Eine gefährliche Schönheit mit giftigen Haaren – der Riesenbärenklau Eine gefährliche Schönheit mit giftigen Haaren – der Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau ist eine der bekanntesten eingewanderten Problempflanzen. Dennoch wirft seine Bekämpfung Probleme auf. Um diese zu lösen gibt der Landesbund für Vogelschutz einige Tips aus eigener Erfahrung.

25.10.2004
81.081.081.081.081.0 (125)
Finger weg vom Riesen-Bärenklau Finger weg vom Riesen-Bärenklau

Schön, aber sehr gefährlich ist der Riesen-Bärenklau. Nach Hautkontakt kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen: zuerst brennende und juckende Rötung; Nach 20 Minuten entzündet sich die Haut und löst Juckreiz, Rötung und Blasen aus.

24.08.2005
71.3371.3371.3371.3371.33 (673)
Gebietsfremde Pflanzenarten der Waldbodenvegetation Gebietsfremde Pflanzenarten der Waldbodenvegetation

Neophyten sind nicht nur schädlich. Sie können auch bisher ungenutzte ökologische Nischen besetzen und erhöhen dadurch die Artenvielfalt. Ihr oft vorhandenes Potenzial zur Ausbreitung und Beeinflussung ihrer Umgebung mahnt allerdings immer zur Aufmerksamkeit.

22.10.2004
62.6762.6762.6762.6762.67 (90)
Manche mögens heiss: Insekten auf dem Vormarsch Manche mögens heiss: Insekten auf dem Vormarsch

Insekten gehören zu den Gewinnern der Klimaerwärmung. Unter den Neueinwanderern sind allerdings viele Arten mit invasivem Potenzial. Die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft werden den Faunenwechsel besonders stark zu spüren bekommen.

23.10.2007
53.053.053.053.053.0 (257)
Neue Richtlinien für Import von Verpackungsholz aus Drittländern Neue Richtlinien für Import von Verpackungsholz aus Drittländern

Holzverpackungsmaterial aus nicht behandeltem Rohholz bildet das ideale Transportmedium für Schadorganismen, die sich im Holz entwickeln und nach dem Ausschlüpfen häufig ungehindert verbreiten können. Auch Europa ist in den letzten Jahren von diesen Bioinvasoren nicht verschont geblieben.

13.12.2005
74.6774.6774.6774.6774.67 (17)
Neue Tier- und Pflanzenarten – Bereicherung oder Bedrohung? Neue Tier- und Pflanzenarten – Bereicherung oder Bedrohung?

Immer mehr Tier- u. Pflanzenarten werden unbeabsichtigt künstlich in neue Lebensräume gebracht, oft mit überraschenden Auswirkungen. Der Wald als eine der bedeutensten Flächennutzungen in Deutschland ist davon naturgemäß stark betroffen.

10.09.2004
53.6753.6753.6753.6753.67 (199)
Pflanzliche Einwanderer im bewirtschafteten Wald Pflanzliche Einwanderer im bewirtschafteten Wald

Zwölf Prozent der in Bayern vorkommenden Pflanzenarten stammen aus fremden Ländern. Im Wald ist der Neophytenanteil deutlich geringer. Aber auch hier gibt es hinsichtlich Verbreitung und Verteilung fremdländischer Pflanzenarten große Unterschiede.

21.12.2009
56.056.056.056.056.0 (41)
Die gefährliche Pflanzenkrankheit Phytophthora ramorum Die gefährliche Pflanzenkrankheit Phytophthora ramorum

Phytophthora ramorum ist ein neuer Schadorganismus, der seit etwa 20 Jahren in Europa zahlreiche Gehölzpflanzen befällt. 2003 wurde der Erreger erstmals in der Schweiz nachgewiesen. In Grossbritannien treten Schäden an Japanlärchen auf.

20.12.2011
52.6752.6752.6752.6752.67 (265)
Unerwünschte Einwanderer in die EU Unerwünschte Einwanderer in die EU

In den letzten zehn Jahren wurden in der EU mehrere für Bäume relevante Quarantäneschadorganismen festgestellt. Um eine Ausbreitung zu verhindern, ist ein Monitoring dieser Schädlinge absolut notwendig. Fünf Arten werden hier kurz vorgestellt.

20.11.2009
53.3353.3353.3353.3353.33 (224)
Unkraut vergeht doch Unkraut vergeht doch

Die "Orchidee des armen Mannes" breitet sich bei uns immer weiter aus. Ob diese invasive Art einen Einfluss auf unsere Waldverjüngung hat und bekämpft werden sollte, wurde in einem mehrjährigen Experiment an verschiedenen Standorten untersucht.

05.03.2010
71.071.071.071.071.0 (77)
Traubenkraut, bald so illegal wie Cannabis? Traubenkraut, bald so illegal wie Cannabis?

Wer bisher schon über Heuschnupfen und Asthma jammert, wird in Zukunft noch weniger zu lachen haben. Denn ein gefährlicher, pflanzlicher Neubürger ist auf dem Vormarsch und zeigt, was "Allergie" wirklich heißt....

08.09.2004
66.3366.3366.3366.3366.33 (70)
Wie problematisch ist das Indische Springkraut? Wie problematisch ist das Indische Springkraut?

Wenn sich das Indische Springkraut und andere Neophyten im Sommer wieder penetrant ins Blickfeld drängeln, berichten selbst Tageszeitungen und Fernsehen über dieses Thema. Dabei erfolgt die Darstellung zuweilen etwas drastisch, was nicht bei allen Neophyten gerechtfertigt ist.

20.03.2008
59.3359.3359.3359.3359.33 (506)