Ziel der Wald(boden)sanierung ist es, den Zustand degradierter Böden und geschädigter Bestände soweit herzustellen, dass eine ökologisch nachhaltige Nutzung ohne Düngung möglich wird. Dies soll erreicht werden durch:

Waldbauliche Maßnahmen

In der Waldwirtschaft sind Baumartenwahl und Bewirtschaftungsform wesentliche Steuerungsinstrumente: Beispielsweise kann das Einbringen ökologisch wertvoller Baumarten (insbesondere von standortsgerechten Laub- und Pionierholzarten sowie von Tiefwurzlern) den Wurzelraum vergrößern, die Humusform verbessern sowie zu einer Erhöhung der Biodiversität beitragen. Durch diese Maßnahmen kann die Bestandesstabilität erhöht und das Produktionsrisiko vermindert werden.

Düngung

Vor allem in Form magnesiumbetonter Kalkung soll den biologischen und chemischen Folgen von Bodenversauerung und Nährstoffverarmung (teilweise auch von Stickstoffübersättigung) entgegen gewirkt werden.

Bei der Sanierung degradierter Waldökosysteme ist darauf abzuzielen, die ökologischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine Selbstregulierung des Ökosystems stattfinden kann. So ist beim Einbringen von Laubhölzern auf die Schaffung eines Bodenzustandes zu achten, der entsprechendes Baumwachstum zulässt. Waldbauliche Maßnahmen alleine können bei starken Degradationen kaum oder nur sehr langfrisitg den egwünschten Erfolg herbei führen. In solchen Fällen ist die Kombination aus waldbaulichen Maßnahmen und standortsangepasstem Düngereinsatz erforderlich.

Broschüre als Download

Die Arbeitsgruppe Forst des Fachbeirates für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz (Wien) hat die Broschüre Wald(boden)sanierung (Download pdf, 650 kb) herausgegeben. Sie liefert Hinweise zur Diagnose neuartiger Waldschäden und zur Problemlösung (Waldbau und Düngung).