Am Puls des Waldes: Daten des Wald-Umweltmonitorings Brandenburg auf einen Klick

Im Laufe von 30 Jahren hat sich das Waldmonitoring von einer "Inventur der Schäden" zu einem stabilen Instrument am Wald-Ökosystem orientierter Umweltkontrolle entwickelt. Diese staatliche Pflichtaufgabe wird vom Landesbetrieb Forst Brandenburg durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) wahrgenommen.


Alle Waldzustandsdaten auf einen Klick

Hier stehen die Messdaten (z. B. Witterung und Klima, Fremdstoffbelastungen, Kronenzustand, Phänologie usw.) aller 41 Level-1-Flächen und der 7 Level-2-Flächen des Waldmonitorings sowie aktuelle Erläuterungen für Brandenburg Verfügung. Dies sind u. a. :

  • Waldzustandserhebung (WZE)
  • Bundeswaldinventur (BWI3 und Landeswaldinventur (LWI)
  • Periodische Monitoringberichte
  • Witterung und Klima
  • Wetter-Rekorde
  • Meteorologische Daten der Dauerbeobachtungsflächen
  • Beobachtungsergebnisse mit Phänologie-Kameras
  • Bodenzustandserhebung (BZE)

Die Forstliche Umweltkontrolle hat im Interesse der Forstbetriebe aller Besitzarten, der Politik sowie der gesamten Gesellschaft Informationen zu den Umweltbedingungen der Wälder und der Wirkung von Umweltveränderungen auf den Waldzustand zur Verfügung zu stellen. Das betrifft die Themen der Reinhaltung der Luft, den Schutz des Bodens, die Qualität des Wassers, die Vielfalt der Lebensräume und Lebewesen, die Speicherung von Kohlenstoff und die Produktion von Holz, die in den Wäldern nachhaltig gesichert werden sollen.

Die forstliche Umweltkontrolle ist Bestandteil des International Cooperative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests (ICP-Forests), welches im Rahmen der Genfer Luftreinhaltekonvention (UN-ECE) agiert. Die Daten der Forstlichen Umweltkontrolle gehen in Auswertungen auf Bundes- und Europäischer-Ebene ein.


Wald-Zustand, -Gesundheit und -Vitalität sind als Gegenstand der Forstlichen Umweltkontrolle relativ unscharf definierte Begriffe. Unter Vitalität der Bäume wird ihre Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umweltbedingungen, ihre Konkurrenz- und Fortpflanzungsfähigkeit und ihr Wachstum verstanden. Zum Waldzustand gehört auch der Bodenzustand, die Lebensraumqualität für die Vielfalt waldgebundener Pflanzen und Tiere, die Erhaltung geschlossener Stoffkreisläufe und der Fähigkeit zur Selbstregulation und Verarbeitung von Störungen. Der Kontext der Waldwirtschaft für nachhaltige Entwicklung folgt diesem Ansatz einer integrierten Beurteilung der Lebensäußerungen der Bäume, erweitert sie jedoch noch um die Zielgröße der Erhaltung der biologischen Vielfalt und die dauerhafte Fähigkeit der Ökosysteme die ökologischen Funktionen bei ökonomischer Nutzung und Erfüllung sozialer Standards zu erfüllen, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen.


Kontakt:

Leiter Forstliches Umweltmonitoring in Brandenburg
Dr. Reinhard Kallweit
EMail


Originalartikel