Schutzfunktion
Erosion, Erdrutsch und Steinschlag im Gebirge, Hochwasser an den
Flüssen und Schnee und Lawinen im Winter. Das sind alles Gefahren, die
uns in der Natur begegnen. Der Wald trägt dazu bei, diese Ereignisse zu
minimieren und uns vor diesen Naturgefahren zu schützen.
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Beim Schutz vor Steinschlag kommt dem Wald eine Schlüsselrolle zu. Forscher haben jetzt untersucht, wie viel Energie ein Baum aufnehmen kann, wenn er von einem Stein getroffen wird. Damit können zukünftig die Steinschlagmodelle verfeinert werden.
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Vor 20 Jahren zerstörte der Sturm Vivian viele Schutzwälder im Alpenraum. Wie sehen diese Wälder heute aus? Und welche Erkenntnisse hat die Windwurfforschung in der Zwischenzeit gewonnen?
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Waldvegetation und alpine Zwergsträucher bremsen den Abfluss von Wasser. Dadurch wird die Hochwasserspitze zum Beispiel bei Gewitterregen in bewaldeten Einzugsgebieten deutlich verzögert.
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In den vergangenen Jahren wurde die Bewusstseinsbildung für die Ressource Boden auf europäischer Ebene stark vorangetrieben. Nach einem ausführlichen Diskussionsprozess formulierte die EU-Kommission eine Strategie zum Bodenschutz in Europa.
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Der Wald dehnt sich im Alpenraum immer mehr aus. Aber kehrt der Wald auch wirklich dorthin zurück, wo er als Schutzwald am wertvollsten ist, zum Beispiel in steile Lawinenanrissgebiete?
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Wenn man von der Wirkung des Waldes auf Hochwasser spricht, steht in der Regel sein Einfluss auf die Abflussbildung im Vordergrund. Daneben besitzt der Wald aber auch eine nicht zu vernachlässigende stabilisierende Wirkung auf den Boden.
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Problematisch ist nicht das Hochwasser, sondern die Missachtung von natürlichen Überflutungsbereichen beim Bau von Gebäuden und Infrastruktur. Wald kann daran nichts ändern, aber er ist eindeutig die beste Landbewirtschaftungsform, um diese Probleme wenigstens zu dämpfen.
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Bei Hochwasser steigt der Wasserspiegel meist um mehrere Meter. Oft entscheiden aber gerade die letzten Zentimeter über Wohl und Wehe. Zwar verhindert Wald kein Hochwasser, die Hochwasserspitzen jedoch werden gestreckt und fallen daher niedriger aus.
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Eine gute Waldausstattung in alpinen Einzugsgebieten wurde früher als Versicherung gegen Naturgefahren angesehen. In den letzten Jahren wird dies jedoch immer stärker hinterfragt.
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Um die Schutzwälder in der Schweiz langfristig zu erhalten, müssen die Bestände aufwändig gepflegt werden. Der Bund unterstützt diese Schutzbemühungen mit gut 50 Millionen Franken pro Jahr.
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Rubrikenbild: Ulrich Wasem