| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Ulrich Wasem, Roland Engesser, Ursula Heiniger, Josef Senn | |
| Originalartikel: | Wasem, U.; Engesser, R.; Heiniger, U.; Senn, J. (2005): Der Weisse Schneeschimmel (Phacidium infestans). http://www.waldwissen.net, 10.02.2005. | |
| Online-Version: | Stand: 10.02.2005 | |
| Redaktion: | WSL, CH | |
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Der Weisse Schneeschimmel (Phacidium infestans)
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Der Weisse Schneeschimmel befällt nur Bäumchen oder Äste, die im Winter vom Schnee bedeckt waren. Foto: U. Wasem (WSL) |
Der Weisse Schneeschimmel ist auch unter den Namen Arvenschneepilz oder Schneeschütte bekannt. In der Alpenregion befällt die Pilz-Krankheit nur die Arve (Pinus cembra). Die Bäume sind besonders in den Jugendjahren durch diese Krankheit gefährdet. Primär werden die Nadeln befallen.
Für die Entwicklung des Pilzes ist eine Schneebedeckung notwendig. An eingeschneiten kleinen Arven oder auf schneebedeckten Ästen grösserer Bäume findet der Pilz die erforderlichen Wachstumsbedingungen. In Aufforstungen kann Befall durch die Schneeschütte zu Totalausfall führen, besonders bei zu engen Pflanzenabständen. Es können selbst die vitalsten Bäume infiziert werden. Auch in natürlich verjüngten Arvengruppen beobachtet man gelegentlich auffällige Schneeschütte-Nester.
Kleine Bäume, die im Winter vollständig vom Schnee bedeckt waren, sterben häufig schon nach einmaligem Befall ab. Grössere Exemplare können je nach Schneesituation mehrmals befallen werden und schliesslich als Folge der Schwächung an anderen Ursachen eingehen. Die Nadeln fallen erst einen Sommer später von den Pflanzen. Oft treiben als Kompensation auf den Stress schlafende Knospen aus. Danach werden in der Regel die kleinen Nadelbüschel erneut vom Arvenschneepilz befallen.
Bekämpfungsmassnahmen
Gegen den Weissen Schneeschimmel exisitiert keine sichere und sinnvolle Bekämpfungsmethode. Auch durch das Abschneiden von befallenen Pflanzen und Zweigen kann die Pilzkrankheit nicht entscheidend zurückgedrängt werden. Einzig durch Vermeiden von grossflächigen, dichten Pflanzungen und durch eine zeitliche Staffelung der Pflanzung kann das Befallsrisiko vermindert werden.
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| Dieses Krankheitsbild wird nach der Schneeschmelze sichtbar. Die absterbenden Nadeln haben im Frühjahr eine braun-rote Färbung und erhalten im Verlaufe des Sommers die typisch hellgraue Farbe. | Die Fruchtkörper (Apothecien) sind als dunkelbraune bis schwarze Punkte unter der Nadelepidermis sichtbar. |
Die Fruchtkörper reifen in den Sommermonaten, öffnen sich im Spätherbst und entlassen die einzelligen Ascosporen noch vor dem Einschneien. Die Pilzsporen werden durch den Wind verbreitet. Fotos: WSL |
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- Der Arvenschneepilz (Phacidium infestans) (PDF, 324 KB)
Links
- Pilzkrankheiten in Hochlagen - Biologie und Befallsmerkmale
- Der Schwarze Schneeschimmel (Herpotrichia juniperi)
- Gebirgswaldpflege - es kommt auf den Standort an
- Fichtenverjüngung im Gebirgswald: Erfolgskontrolle in Schlitzen
- Auswirkungen von Schnee und Lawinen auf junge Bäume
Kontakt
Roland Engesser
Eidg. Forschungsanstalt WSL
Waldschutz Schweiz
Zürcherstrasse 111
CH - 8903 BirmensdorfTel: +41 44 739 23 88
Fax: +41 44 739 22 15
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