| Dokumentinformationen | ||
| Autor(en): | Cornelia Triebenbacher | |
| Originalartikel: | Redaktion LWF (2008): LWF-Merkblatt Nr. 24 – Mäuse in Forstkulturen. http://www.waldwissen.net/. | |
| Online-Version: | Stand: 10.03.2008 | |
| Redaktion: | LWF, D | |
| Verfügbare Sprachen: |
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LWF-Merkblatt Nr. 24 – Mäuse in Forstkulturen
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| Abb. 1: Köderstationen und Hohlspaten. Foto: C. Triebenbacher. |
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat im Januar 2008 das Merkblatt Nr. 24 "Mäuse in Forstkulturen" herausgebracht. Es beschreibt in einem ersten Abschnitt die wichtigsten Mäusearten, deren Schadenspotenziale und die typischen Erkennungsmerkmale. Im zweiten Abschnitt werden Vorbeugungsmaßnahmen beschrieben, ehe im dritten Abschnitt ausführlich auf die direkte Bekämpfung eingegangen wird.
Mäuse gehören in den Wald
Mäuse sind ein sehr wichtiger Teil im Ökosystem Wald. Sie stellen die Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten dar und sind daher grundsätzlich zu tolerieren. Im Normalfall stellen sie auch kein Problem für den Wald dar.
Allerdings neigen viele Mäusearten selbst unter natürlichen Bedingungen zu periodischen Massenvermehrungen, die von den natürlichen Feinden bestenfalls etwas gebremst, niemals aber aufgehalten werden können. In unseren Wirtschaftswäldern verschärft sich das Problem, da hier die Lebensbedingungen für Mäuse oft besser, die für die Gegenspieler aber eher schlechter sind.
Und während im natürlichen Wald eine Massenvermehrung weniger dramatisch abläuft und keine ökonomischen Auswirkungen hat, ist dies im bewirtschafteten Wald natürlich anders. Hier sind schnell ganze Kulturen in Gefahr, mit entsprechend hohen monetären Schäden und der Gefahr der Entmischung hin zum Nadelwald.
Massenvermehrung nicht immer vermeidbar
Selbst wenn man im Vorfeld einer Massenvermehrung vorbildlich so lange wie möglich auf alternative Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen gesetzt hat, ist es möglich, dass der Mäusebestand trotzdem ein Ausmaß annimmt, das eine Bekämpfungsaktion erforderlich macht.
Da der Einsatz chemischer Mittel im Wald sehr heikel ist und Wirbeltiere nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden dürfen, ist vor einer Bekämpfung eine Gefährdungseinschätzung gesetzlich vorgeschrieben, um die Bekämpfung so schonend und effektiv, d.h. an die Lage vor Ort optimal angepasst durchführen zu können. Denn je nach Mäuseart gibt es verschieden gut geeignete Prognose-, Bekämpfungs- und Kontrollverfahren, die im Merkblatt ausführlich geschildert werden.
Die Beschreibung der im Forst zugelassenen Wirkstoffe, Hinweise zum Anwenderschutz und zu Bekämpfungsmöglichkeiten in FSC-zertifizierten Wäldern runden den handlichen Ratgeber ab.
Ergänzung
Das Merkblatt Nr. 24 kann kostenlos heruntergeladen werden:
Merkblatt Nr. 24 "Mäuse in Forstkulturen" (Pdf-Datei, 0,9 MB)
Es sind auch weitere Merkblätter aus dieser Reihe erhältlich.
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