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Dokumentinformationen
Autor(en): Sebastian Werner
Originalartikel: Werner, S. (2004): Eine gefährliche Schönheit mit giftigen Haaren – der Riesenbärenklau. LWFaktuell Nr. 45, Seite 33.
Online-Version: Stand: 12.07.2008
Redaktion: LWF, D
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch english

Eine gefährliche Schönheit mit giftigen Haaren – der Riesenbärenklau

Blütenstand Riesenbärenklau
Abb. 1: Die eindrucksvolle Blüte des Riesenbärenklaus (Heracleum mantegazzianum).

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) gehört zu den auffälligsten Neophyten: eine riesige weiße Doldenblüte, bis zu vier Meter hohe Exemplare und große gesägte Blätter. Eingeführt wurde diese kaukasische Gebirgspflanze Ende des 19. Jhdt als Zierpflanze. Seitdem breitet sie sich bei uns in Kiesgruben, auf Brachen, an Straßen, Bächen und Waldrändern massiv aus.

Alle Teile der Pflanze enthalten das Gift Furocumarin. Verstärkt bei Sonneneinstrahlung kann die Berührung zu schwersten allergischen Hautreaktionen führen, die Verbrennungsnarben bleiben dauerhaft. Einige Imker schätzen den Riesenbärenklau übrigens wegen ihres Blütenreichtums, sonst aber wohl niemand mehr.

Die Kreisgruppe Starnberg des Landesbund für Vogelschutz führt seit Jahren Bekämpfungsmaßnahmen durch und möchte aus ihren Erfahrungen empfehlen:

Bärenklau-Bekämpfung funktioniert nur, wenn sie gut geplant und konsequent durchgeführt wird. Sie eignet sich nicht für einmaligen Aktionismus. Langärmelige Schutzkleidung, Handschuh und Hut mit Krempe sind unbedingt erforderlich. Der Verfasser hat sich anderntags mal mit einem „Riesenbärenklau-Handschuh“ über die Stirn gewischt und auch das war ein echter Fehler!

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