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Dokumentinformationen
Autor(en): Schweizerische Vogelwarte
Originalartikel: Hahn, P., D. Heynen, M. Indermühle, P. Mollet, S. Birrer (2005): Holznutzung und Naturschutz. Praxishilfe mit waldbaulichen Merkblättern. Vollzug Umwelt. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft und Schweizerische Vogelwarte Sempach. 113 S.
Online-Version: Stand: 03.04.2008
Redaktion: WSL, CH
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch
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Einheimische Waldvögel: Der Kleinspecht (Dendrocopos minor)

Der Kleinspecht (Dendrocopos minor)
Foto: G. Hayoz

Wichtigste Merkmale: Kleinste europäische Spechtart. Kohlmeisengross. Gefieder schwarz und weiss. Flügel und untere Rückenpartie gebändert, Flanken zart gestrichelt. Unterseite ohne Rot. Scheitel beim Männchen karminrot, beim Weibchen dunkel.

Grösse und Gewicht: 15 cm, 18–22 g

Ähnliche Arten: Alle ähnlichen Arten sind grösser. Buntspecht, Mittelspecht und Weissrückenspecht: Im Gegensatz zum Kleinspecht mit Rot in den Unterschwanzdecken. Buntspecht und Mittelspecht zusätzlich mit weissen Flügelfeldern.

Brutort: Selbst gezimmerte Baumhöhlen, meistens in morschem oder totem Holz.

Gelege: 1 Gelege à 4–6 Eier

Brutdauer: 12–14 Tage

Nestlingsdauer: 18–20 Tage

Zugverhalten: Standvogel

Bestand CH: 2'500–3'000 Brutpaare

Trend: Wenig Hinweise zur Bestandsentwicklung. Verbreitung stabil.

Rote Liste CH: Nicht gefährdet

Verglichen mit seinen grösseren und lauteren Vettern ist der Kleinspecht eine unauffällige Art. Der kleinste europäische Specht hat nur etwa die Grösse eines Sperlings. Besonders angetan haben es ihm Pappeln, Weiden und andere Laubbäume. Gerne haust er deshalb in Auenlandschaften, am Rand von anderen Feuchtgebieten oder in Parks.

Lebensraum
Lichte Wälder mit hohem Anteil an grobborkigen, alten Laubbäumen, oft Eichenwälder, aber auch Bestände mit Weichhölzern (Pappeln, Weiden), Hart- und Weichholzauen, feuchte Erlenwälder und Hainbuchenwälder. Ebenfalls in halboffenen Kulturlandschaften mit parkähnlichen Baumbeständen, in Hecken und Feldgehölzen. Früher häufig in Hochstammobstgärten, tritt heute in den intensiv gepflegten Obstgärten aber kaum noch auf. Hohes Angebot an stehendem Totholz scheint wichtig zu sein. In Wäldern, die von der Buche dominiert sind, eher selten, in geschlossenen Wäldern höchstens am Rand.


Anspruch an Fläche
Je nach Lebensraum unterschiedlich, maximal 1–2 Brutpaare/10 ha.


Nahrung
Fast ausschliesslich tierische Nahrung. Kein Hackspecht (kleiner Schnabel!). Sucht Zweige und Blätter nach Insekten und deren Larven ab. Lebt im Winter hauptsächlich von Insekten (Käfern) und Larven, die in und unter der Rinde überwintern.



Gefährdung



Förderung



Verbreitung in der Schweiz

Besiedelt hauptsächlich die Niederungen der Nordschweiz und des Mittellandes, dringt auch in die Alpentäler der Rhone und des Rheins ein. Im Tessin nur punktuelle Vorkommen, fehlt im Engadin und in den Bündner Südtälern. Verbreitungsschwerpunkt bis 700 m, nur ausnahmsweise oberhalb 1000 m.

Verbreitung des Kleinspechts

Links

Kontakt


(erweitert)