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Dokumentinformationen
Autor(en): Schweizerische Vogelwarte
Originalartikel: Hahn, P., D. Heynen, M. Indermühle, P. Mollet, S. Birrer (2005): Holznutzung und Naturschutz. Praxishilfe mit waldbaulichen Merkblättern. Vollzug Umwelt. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft und Schweizerische Vogelwarte Sempach. 113 S.
Online-Version: Stand: 08.02.2008
Redaktion: WSL, CH
Verfügbare Sprachen: Druckansicht  deutsch

Einheimische Waldvögel: Die Heckenbraunelle (Prunella modularis)

Heckenbraunelle
Foto: Georges Laurent

Wichtigste Merkmale: Kehle und Brust grau, Rücken braun mit dunklen Streifen. Dünner Schnabel. beide Geschlechter gleich.

Grösse und Gewicht: 14 cm, 19–24 g

Brutort: Gebüsch oder Nadelbäume, meist Fichten

Gelege: 2(–3) Gelege à 3–6 Eier

Brutdauer: 12–14 Tage

Nestlingsdauer: 10–14 Tage

Zugverhalten: Kurzstreckenzieher; Tag- und Nachtzieher

Bestand CH: 110'000–220'000 Brutpaare

Trend: Bestand stabil

Rote Liste CH: Nicht gefährdet

Die Heckenbraunelle ist die graue Maus unter den einheimischen Singvögeln. Der Vogel ist zwar weit verbreitet, wird mit seinem graubraunen Gefieder, seinem unauffälligen Verhalten und dem wenig aufdringlichen Gesang kaum zur Kenntnis genommen. Als Lebensraum schätzt die Heckenbraunelle Gruppen von dicht stehenden Jungbäumen oder zwergwüchsige Bäume an der Waldgrenze. Man findet sie deshalb in Fichtenschonungen, Aufforstungen, Baumschulen, seltener in Heckenlandschaften, Gärten und Parks.

Lebensraum
Besiedelt Wälder verschiedenster Art. Lebt in Lichtungen oder an Rändern dichter Nadelwälder mit Fichtenunterwuchs sowie in aufgelockerten Baum- und Zwergstrauchbeständen. In Niederungen oft in Jungwuchsflächen, Aufforstungen und an gestuften Waldrändern mit einem hohen Nadelholzanteil. Gelegentlich auch in Baumschulen und Parkanlagen. Reine Laubwälder werden gemieden.

In der Vergangenheit profitierte die Art in den Niederungen von Koniferenpflanzungen, Aufforstungen, Baumschulen und Windschutzstreifen.


Anspruch an Fläche
Je nach Lebensraum sehr unterschiedlich. In geeigneten Jungwäldern und im Bereich der Waldgrenze geringe Reviergrössen. Dichten bis zu 9 Brutpaaren/10 ha.


Nahrung
Im Sommer vorwiegend tierisch (Insekten, Spinnen, Würmer, kleine Schnecken), in den übrigen Jahreszeiten auch pflanzlich (fast ausschliesslich kleine Sämereien). Holt sich die Nahrung vorwiegend am Boden oder in bodennahem Gestrüpp.


Verbreitung in der Schweiz

Weit verbreitet mit Ausnahme des Kantons Genf, des Mendrisiottos TI, und des Hochgebirges. Höhenlagen zwischen 1200–1800 m am dichtesten, Gebiete unterhalb 500–600 m dagegen nur schwach besiedelt.

Verbreitung der Heckenbraunelle in der Schweiz

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