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| Online-Version: | Stand: 30.06.2009 | |
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| 08.03.2008 | Verfasser muck |
| Heikle Suche nach geeigneten Douglasienherkünften übertrieben? | |
| Sehr geehrter Herr Kölling, eigentlich beziehe ich mich nicht direkt auf diesen Artikel hier, sondern mehr auf den Beitrag "Die Douglasie im Klimawandel: Gegenwärtige und zukünftige Anbaubedingungen in Bayern" von Ihnen im LWFWissen Nr. 59 02/2008 (http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-wissen/59.php). Da aber der Beitrag hier "Waldbau im Klimawandel– Eine Herausforderung für die Forstliche Standortserkundung" auf waldwissen.net ihr neuester Beitrag ist und ebenfalls zum Thema passt, füge ich meine Anmerkung eben an dieser Stelle ein. Ich bin ein kleiner privater Waldbesitzer und kein Wissenschaftler. Trotzdem versuche ich die wissenschaftliche Diskussion so weit als möglich mit zu verfolgen. Im oben erwähnten Beitrag aus LWFWissen nennen Sie eine ganze Reihe wichtiger Punkte, die bei einem wissenschaftlich fundierten "klimafesten" Anbau der Douglasie in Bayern zu beachten sind. Insgesamt sind auch meiner Meinung nach alle genannten Schwierigkeiten und Bedenken gerechtfertigt. Dennoch habe ich den Eindruck, dass Sie die Lage aus praktischer Sicht heraus ein wenig zu heikel sehen. Denn auch aus Ihren Ausführungen geht ja klar hervor, dass die Douglasie im deutschen Flachland trotz aller Probleme in allen Punkten immer noch weniger heikel und trotzdem selbst bei suboptimalen Bedingungen immer noch ertragreicher ist als die Fichte. Salopp gesagt erscheint es mir so, als wäre bei einer halbwegs verantwortungsvollen Auswahl der Herkunft die Douglasie jetzt und in Zukunft an jedem derzeitigen Fichtenstandort immer noch risikoärmer und ertragreicher zugleich als die Fichte. Und im Flachland ist sowohl die Fichte also auch die Douglasie so oder so ein „unnatürlicher, künstlicher“ Gast, weshalb das Argument der „bewährten heimischen“ Art aus meiner Sicht nicht greift. Die Fichte wird in Deutschland auf großen Flächen nach wie vor auch in Zukunft dominieren und eigentlich nirgends komplett in Frage gestellt (von einigen extremeren Standorten wie z.B. in Mittelfranken mal abgesehen). Selbst wenn in einigen Jahrzehnten überall die geplanten Umbaumaßnahmen hin zu Mischwäldern umgesetzt sein werden, wird der Fichtenanteil im deutschen Flachland sicher noch ein Vielfaches des derzeit geplanten Douglasienanteils betragen. Gleichzeitig wird aber nirgends derart vorsichtig und zurückhaltend über die Eignung der Fichte gesprochen, wie Sie es über die Eignung der Douglasie tun. Und das, obwohl meiner Meinung nach die Gefahren durch die von Ihnen beschriebenen Auswirkungen des Klimawandels bei der Fichte viel, viel größer sein dürften, als bei der Douglasie. Entweder werden also die Gefahren im Umgang mit der Fichte bezüglich des Klimawandels in der deutschen Forstwirtschaft derzeit völlig unterschätzt, oder Sie sind etwas zu pessimistisch hinsichtlich eines praktikablen Umgangs mit der Douglasie. Ich meine, wer heute im deutschen Flachland noch Fichte anbaut, braucht sich über einen zusätzlichen Anbau der Douglasie eigentlich überhaupt keine grauen Haare wachsen lassen, sondern kann beherzt zugreifen und wird immer gewinnen, selbst wenn er nicht die vollkommen optimale Herkunft erwischt. Mit freundlichen Grüßen muck |
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| 02.04.2008 | Verfasser patsibubu |
| Douglasie / Fichte | |
| Sehr geehrter Herr Muck, unten finden Sie eine Fülle von Links. In den dort hinterlegten Dokumenten können Sie nachlesen, dass die Fichte die Nummer 1 bei den gefährdeten Baumarten ist. Die Douglasie ist auf vielen Fichtenstandorten die bessere Alternative, jedoch sollten die Probleme, die der Anbau einer Baumart fernab ihres natürlichen Vorkommens mit sich bringt, nicht verschwiegen werden. Beste Grüße Christian Kölling Links zu Voträgen: http://download.dlg.org/pdf/wita2008/Koelling.pdf Wälder im Klimawandel: Einwirkung, Anfälligkeit, Anpassung http://www.stmlf.bayern.de/agrarpolitik/aktuell/24609/linkurl_0_9_0_5.pdf www.alf-ts.bayern.de/forstwirtschaft/26790/linkurl_0_2.pdf Standort- und Klimaverhältnisse für die Douglasie in Bayern Meine Publikationen zum Klimawandel/Wald, z.T. zum Download: http://www.lwf.bayern.de/organisation/mitarbeiter-verzeichnis/koe.php http://www.wbv-kelheim-thaldorf.de/holzfuchs2008/nr23web.pdf Klimahüllen: http://www.lwf.bayern.de/oekosystem_wald/bodenschutz/ http://ww997.wb09.de/docs/arbeitsgruppe/ag_klimawandel.html Welche Baumarten überstehen den Klimawandel? http://download.dlg.org/pdf/wita2008/KF_Koelling.pdf Anpassung an Klimaänderungen in Deutschland |
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| 01.05.2008 | Verfasser Ernst |
| Regenwürmer im Wirtschaftswaldboden | |
| Sehr geehrter Herr Kölling Ich bin ein kleiner Privatwaldbesitzer der schon vor 35 Jahren ein Tannensterben hatte. Die Forstlichen sagten damals an diesem Standort gibt es in zehn Jahren keine Tannen mehr, heute stehen immer noch Tannen in meinem kleinen Wald. Vor über zwanzig Jahren habe ich gelesen das Regenwürmer die Nadeln der Koniferen, Buchen- und Eichenlaub nicht anrühren. Das Eschen-, Erlen- und Birkenlaub wird von den Regenwürmer bevorzug, das Laub der ändern Laubbäume ist ein gutes Futter für die Regenwürmer. Ich als kleiner Waldbesitzer musste zuerst lernen das die Fachpersonen die sich mit Waldwirtschaft befassen gar keine Ahnung von den Regenwürmer haben. Darum werden solche Massnahmen vorgeschlagen Fichten durch Douglasien zuersetzen oder reine Buchenbestände aufzubauen.In diesen Beständen bleibt alles beim alten, die unabgebaute Nadel- oder Buchenlaubstreu bleibt bestehen. Stehen diese Bestände in einem Gebiet wo wenig Niederschlag fällt kommt gar kein Wasser zu den Wurzeln. In diesen Beständen ist das Bodenleben abgestellt es werden keine Nährstoffe dauernd produziert die von den Bäumen dringend gebraucht werden. Für mich ist das nicht nachvollziehbar das Fachpersonen die sich mit Waldwirtschaft befassen die Regenwürmer im Wirtschaftswaldboden gar nicht beachten. Das der Ausstoss von Schadstoffen reduziert werden muss bin ich einverstanden. Beim Waldbewirtschaften bleib ich bei meiner Betriebsmethode abgestufter Bestand mit beigemischten Bäumen dessen Laub zur Nahrung der anektischen Regenwürmer gehört. Im Jahr 2003 als bei uns in drei Monaten vierzig Liter Regen in drei Monaten herunterkamen sind um meinen Bestand die reinen Fichtenbestände vom Käfer weggeräumt worden. Die Fichte wird auch in der Zukunft bei uns wachsen, werden Baumarten beigemischt die den organischen Teil des Wirtschatswaldboden fördern. Freundlich grüsst Ernst |
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| 13.05.2008 | Verfasser muck |
| Re: Regenwürmer im Wirtschaftswaldboden | |
| Hallo Ernst, ich bin ja wie Sie auch ein kleiner Waldbesitzer, sehe die Sache aber nicht so kritisch wie Sie. Zur Tanne: Damals (Waldsterben!) waren alle erschreckt und keiner konnte wissen, wie es weiter ging. Heute weiß man, dass die Tanne immer wieder mal Phasen hat, in denen sie schwächelt. Hinzu kommt, dass die Tannenherkünfte in Deutschland wegen der Aus- und Wiedereinwanderung vor und nach der Eiszeit genetisch verarmt sind und daher besonders anfällig gegenüber bestimmten Einflüssen sind. Die Tanne wird also sicher nicht aussterben und weiterhin ein vom Holz ebenso wegen ihrer Fähigkeit tief zu wurzeln auch von ökologischer Seite her ein sehr wertvoller Baum unserer Wälder bleiben. Es ist dennoch nicht auszuschließen, dass auch wieder Schwächephasen kommen. Zu den Regenwürmern: Es gibt viele verschiedene Arten, zu behaupten, keine dieser Arten würde sich mit Buchen- und Eichenlaub abgeben, halte ich für gewagt. Gerade der Boden unter Buchenwäldern ist oft besonders wertvoll, Stichwort Mullauflage! Und selbst wenn, in Amerika gibt es von Natur aus überhaupt keine der bei uns so verbreiteten Regenwurmarten und trotzdem wachsen dort vielfältige Wälder! Was die Regenwürmer nicht schaffen, machen dann halt andere Tierarten. Dazu habe ich über google und den Suchbegriff "buchenstreu" übrigens folgenden interessanten Artikel gefunden: http://www.lwf.bayern.de/imperia/md/content/lwf-internet/veroeffentlichungen/lwf-wissen/33/lwf_wissen_33_05.pdf Egal wie, Douglasienstreu ist sicherlich besser als Fichtenstreu und die Buche würde in Deutschland von Natur aus alles bedecken, ob Regenwürmern das gefällt oder nicht. Somit würde ich den Aufbau von Buchenwäldern hier unkritisch sehen. Und soweit ich weiß, werden überall MISCHwälder und keine Reinbestände angestrebt, gerade von Seiten der staatlichen Forstbetriebe, ihr Vorwurf gegen die "Forstlichen" sie würden nur Monokulturen anbauen ist also ebenfalls sehr gewagt! Im Gegenteil, sie tun doch gerade genau das, was Sie selbst für Ihren Wald auch für richtig erachten (Mischwald). Und was die Fichte betrifft, sie wird selbstverständlich weiterwachsen - in den Mittelgebirgen, Hochlagen und da wo es feucht ist. Wenn aber die Witterung weiterhin so warm und trocken bleibt wie in den letzten 10 Jahren, wird sie in den trocken-warmen Gegenden nicht flächig überleben, schauen Sie sich nur mal in den Tieflagen von Nordbayern (Mittel und Unterfranken) um. Und das hat nichts mit den Regenwürmern zu tun, da bin ich sicher. Viele Grüße und viel Erfolg mit ihrem Wald! muck |
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| 18.05.2008 | Verfasser Ernst |
| Regenwürmer im Wirtschaftswaldboden | |
Guten Tag muck Im Jahr 1984 sagte ich die Baumbestände sterben nicht nur wegen der Luftverschmutzung auch die einseitigen Bestände sind daran schuld und das die Regenwürmer im Waldboden fehlen. Eine Naturzeitschrift hat das in der Deutschsprachigen Schweiz veröffentlicht, die Briefe die mir von Forstlichen zugestellt wurden waren nicht freundlich. Die Aussagen die damals von Forstfachleuten gemacht wurden sind nicht eingetroffen. Die Fachleute machten sogar die Aussage für die Schäden an den Baumbeständen seien nur die Schadstoffe schuld, die unserer Gesellschaft produziert. Diese Fachleute haben Heute doch ein Problem, an den gemachten Aussagen müssen Sie doch festhalten. Die Glaubwürdigkeit steht doch auf dem Spiel. Da hab ich es doch besser ich kann mich für die Reduzierung der Schadstoffe einsetzen und für bessere Bedingungen für die Regenwürmer im Wirtschaftswaldboden. Aus Erfahrung weiss ich das Forstliche die sich für strukturierte Wälder einsetzen ein Wissen über den Aufbau dieser Wirtschaftswälder haben, das für die Zukunft von grossen Nutzen ist. Es gibt auch Forstfachleute die im mineralischen Teil des Wirtschaftwaldboden ein sehr gutes Wissen haben. Der organische Teil des Wirtschaftswaldboden besteht aus Humus, Pflanzenwurzeln und Bodenleben auch Edaphon genannt.Das Edaphon besteht wieder aus Pilzen, Bakterien, Regenwürmer, Makrofauna und Mesofauna grob gesagt. Auch in Deutschland wie in der Schweiz funktioniert das Edaphon im Wirtschaftswaldboden ohne Regenwürmer nicht. Die Regenwürmer muss man in drei ökologische Gruppen einteilen, ein habe ich schon erwähnt. Werden jetzt Baumbestände gefördert die das Nahrungsnetz der anektischen Regenwürmer nicht beachtet, diese Bestände werden in Zukunft doch noch schneller zerstört. Hier noch eine Adresse wo man etwas über Regenwürmer lesen kann. www.regenwurm.ch/files/downloadfiles/DOWNLOADS/Dokument1.pdf In Deutschland müssen in Dauerbuchenwälder die Buchen in dünneren Durchmesser gefällt werden wegen dem sogenannten Braunkern. Das in Deutschland von Natur aus nur reine Buchenbestände wachsen würden glaub ich nicht. Warum gibt es dann so viele Baumarten? In Brasilien werden die Regenwälder mit Unterstützung der meisten Politiker umgehackt. Bei einem Klimawandel und der kommt haben nicht nur die Bäume Probleme, den Menschen wird es dann auch nicht besser gehen. Ich kann nur noch sagen das Pferd kann ich zur Tränke führen das Wasser muss das Pferd selber trinken. Wir können uns in zwanzig Jahren wieder treffen und dann wissen wir mehr. Gruss Ernst |
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| 31.05.2008 | Verfasser Ernst |
| Esche, Bergahorn und Hainbuche | |
Hallo muckl Habe den Bericht über Zersetzer und ihre Leistung: Buche - Fichte- Douglasie von Kerstin Engel gelesen. Frau Kerstin Engel schreibt die Streu von Esche, Bergahorn und Hainbuche wird sehr gut abgebaut. Warum dann Mischbestände anstreben mit 70 % Fichte und 30 % Buche? Bin sicher Frau Kerstin Engel will sich auch nicht mit den Regenwürmer im Ökosystem Wirtschaftswaldboden befassen Gruss Ernst |
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